Blauer Engel
Textilien - RAL-UZ 154

Gütezeichen: Blauer Engel


Der Blaue Engel ist das deutsche staatliche Umweltzeichen. Die Richtlinie für Textilien zeichnet Textilien aus, die von der Produktion bis zur Entsorgung gehobene Umweltansprüche und zugleich auch hohe Ansprüche an Gesundheits- und Arbeitsschutz erfüllen.

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Heimtextilien


Abwasseraufbereitung

Eingeschränkter Einsatz umweltschädlicher und gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe

Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau

Soziale Verantwortung

Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend

Verbot bestimmter Stoffe in der Produktion

Beschreibung

Der Blaue Engel ist das deutsche staatliche Umweltzeichen. Seit 1978 setzt er Maßstäbe für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen, die von einer unabhängigen Jury nach definierten Kriterien beschlossen werden.

Kriterien:

Die Kriterien werden für unterschiedliche Stoffe (z.B. Wollwäsche, Regenerierte Zellulosefasern, Polyesterfastern, Plyamidfasern etc.) dargelegt.

  • Abwasseraufbereitung: Die Richtlinie legt Grenzwerte für die Einleitung von Abwasser dar, sowohl für die Direkteinleitung als auch für die Indirekteinleitung fest.
  • Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend: Es gibt unterschiedliche Grenzwerte für unterschiedliche Stoffgruppen sowie für Emissionen in die Luft als auch ins Waser Genereller
  • Eingeschränkter Einsatz umweltschädlicher und gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe: Es gibt Anforderungen an die Vorbehandlung, das Färben und Bedrucken und die Veredelung.
  • Verbot bestimmter Inhaltsstoffe: Es gibt Anforderungen an die Vorbehandlung, das Färben und Bedrucken und die Veredelung. Hier dürfen unter anderem keine Aromatischen und halogenierten Lösungsmittel, quartäre Ammoniumverbindungen, bestimmte Tenside und Komplexbildner, Chlorbleichmittel, Flammhemmstoffe etc. verwendet werden.
  • Soziale Verantwortung: Grundlegende Prinzipien und Rechte in Bezug auf die Arbeitsbedingungen, wie sie in den geltenden Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILOKernarbeitsnormen) festgelegt sind, müssen während der Wertschöpfungskette zur Herstellung der mit dem Umweltzeichen gekennzeichneten Produkte erfüllt werden.

Der Blaue Engel ist jedoch kein Unbedenklichkeitszeichen:

Die so gekennzeichneten Produkte stellen in ihrer jeweiligen Produktgruppe das „geringste Übel" in puncto Umweltbelastung dar, nach dem Motto: so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Konkret bedeutet dies, dass der Blaue Engel kein Gütesiegel auf das Gesamtprodukt ist, sondern nur für eine bestimmte Eigenschaft. Der Verbraucher muss hierzu besonders den Untertitel beachten, der bspw. lautet „Der Blaue Engel, weil emissionsarm", „Der Blaue Engel, weil Mehrweg", „Der Blaue Engel, weil aus 100% Altpapier" usw.

Ein Produkt könnte daher auch mehr als einen Blaue Engel Gütesiegel aufweisen. Die Hersteller beschränken sich aber meist auf die Herausstellung einer bestimmten Eigenschaft.

Beteiligte Institutionen am Vergabe- und Kontrollverfahren:

• Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, fungiert als Zei-cheninhaber und informiert die Öffentlichkeit.

• Umweltbundesamt, nimmt Anträge entgegen und legt sie nach Prüfung und Bewertung der Jury vor.

• RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V., als Zeichenvergabestelle, führt die Expertenanhörungen durch und prüft, ob die An-forderungen erfüllt werden.

• Jury Umweltzeichen ("Jury UZ"), das unabhängige Beschlussgremium mit Vertretern aus Umwelt- und Verbraucherverbänden, Gewerkschaften, Industrie, Handel, Handwerk, Kommunen, Wissenschaft, Medien, Kirchen und Bundesländern, hat im Vergabeverfahren das letzte Wort und trifft die eigentliche Vergabeentscheidung.

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