Blauer Engel
Handgeschirrspülmittel und Haushaltsreiniger RAL-UZ 194

Gütezeichen: Blauer Engel


Der Blaue Engel ist das deutsche staatliche Umweltzeichen. Die Richtlinie für Handgeschirrspülmittel, Allzweck-, Sanitär- und Glasreiniger zeichnet Reiniger aus, die von der Produktion bis zur Entsorgung gehobene Umweltansprüche und zugleich hohe Ansprüche an Gesundheits- und Arbeitsschutz erfüllen.

Dieses Label gehört zu einer Gruppe aus mehreren Richtlinien.
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Haushaltsreiniger


Biologisch abbaubar

Eingeschränkte Ökotoxizität

Eingeschränkter Einsatz umweltschädlicher und gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe

Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau

Rohstoffe aus nachhaltiger Bewirtschaftung

Soziale Verantwortung

Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend

Umweltschonende Verpackung

Verbot bestimmter Inhaltsstoffe

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Nachhaltigkeits-Checkbox für:
Wasch- und Geschirrspülmittel


Biologisch abbaubar

Eingeschränkte Ökotoxizität

Eingeschränkter Einsatz umweltschädlicher und gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe

Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau

Soziale Verantwortung

Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend

Umweltschonende Verpackung

Beschreibung

Der Blaue Engel ist das deutsche staatliche Umweltzeichen. Seit 1978 setzt er Maßstäbe für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen, die von einer unabhängigen Jury nach definierten Kriterien beschlossen werden.

Das Label kennzeichnet Handgeschirrspülmittel, Allzweck-, Sanitär- und Glasreiniger, die sich durch folgende Umwelteigenschaften auszeichnen, möglichst umwelt- und gesundheitsverträglich in ihrer Erzeugung, Verwendung und Entsorgung und Schonung natürlicher Ressourcen.

Erfüllte Kriterien für Handgeschirrspülmittel, Allzweck-, Sanitär- und Glasreiniger:

  • Eingeschränkte Ökotoxizität: Beschränkung der Toxizität gegenüber Wasserorganismen
  • Biologisch abbaubar: alle enthaltene Tenside müssen aerob bilogisch leicht abbaubar und unter anaeroben Bedingungen abbaubar sein
  • Eingeschränkter Einsatz umweltschädlicher und gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe: besonders besorgniserregende, toxische, krebserzeugende, erbgutverändernde, fortpflanzungsgefährdende und sensibilisierende Stoffe sowie gewässergefährdende Stoffe, Ausnahmen gibt es für Tenside, Duftstoffe und Enzyme, nicht verwendet werden dürfen unter anderem Alkylphenolethoxylate, Ethylendiamintetraessigsärue, Phosphorsäure, Alkylphosponsäure-Derivate, Formaldehyd, Nitromoschus- und polycyclische Moschusverbindungen, Nanomaterial und Mikroplastik; Biozide dürfen nur zur Haltbarmachung verwendet werden; es gibt Grenzwerte für flüchtige organische Verbindungen
  • Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend: die Toxizität gegenüber Wasserorganismen und gegenüber der sonstigen Umwelt ist reglementiert; gewisse Inhaltsstoffe sind verboten oder beschränkt
  • Umweltschonende Verpackung: Kennzeichnung der Kunststoffe der Primärverpa-ckung, umweltrelevante Angaben zur Verpackung laut ISO-Norm 14021, in Kunststoffverpackungen nur Phthalate die kein Risiko bergen, keine Verpackungen aus halogenierten Polymeren, Gewicht/Nutzen Verhältnis der Primärverpackung ist festgelegt
  • Rohstoffe aus nachhaltiger Bewirtschaftung: bei Verwendung von palmöl- und palmkernölbasierten Tensiden ist der nachhaltige Anbau der Ölpflanzen auf zertifizierten Plantagen zu fördern, der regenerative Kohlenstoffanteil in Tensiden muss mindestens 50% am Gesamtkohlenstoff des Tensid-Systems betragen

Bei beteiligte Institutionen am Vergabe- und Kontrollverfahren:

  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, fungiert als Zeicheninhaber und informiert die Öffentlichkeit.
  • Umweltbundesamt, nimmt Anträge entgegen und legt sie nach Prüfung und Bewertung der Jury vor.
  • RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V., als Zeichenvergabestelle, führt die Expertenanhörungen durch und prüft, ob die Anforderungen erfüllt werden.
  • Jury Umweltzeichen ("Jury UZ"), das unabhängige Beschlussgremium mit Vertretern aus Umwelt- und Verbraucherverbänden, Gewerkschaften, Industrie, Handel, Handwerk, Kommunen, Wissenschaft, Medien, Kirchen und Bundesländern, hat im Vergabeverfahren das letzte Wort und trifft die eigentliche Vergabeentscheidung.

Der Blaue Engel ist jedoch kein Unbedenklichkeitszeichen: Die so gekennzeichneten Produkte stellen in ihrer jeweiligen Produktgruppe das „geringste Übel" in puncto Umweltbelastung dar, nach dem Motto: so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Konkret bedeutet dies, dass der Blaue Engel kein Gütesiegel auf das Gesamtprodukt ist, sondern nur für eine bestimmte Eigenschaft. Der Verbraucher muss hierzu besonders den Untertitel beachten, der bspw. lautet „Der Blaue Engel, weil emissionsarm", „Der Blaue Engel, weil Mehrweg", „Der Blaue Engel, weil aus 100% Altpapier" usw. Ein Produkt könnte daher auch mehr als einen Blaue Engel Gütesiegel aufweisen. Die Hersteller beschränken sich aber meist auf die Herausstellung einer bestimmten Eigenschaft.

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