Ecocert
Naturkosmetik

Gütezeichen: Ecocert


Das Label Ecocert kennzeichnet Natur- und Biokosmetik. Dabei müssen mindestens 95% der gesamten Inhaltsstoffe natürlich Ursprungs sein. Des Weiteren müssen mindestens 50% der pflanzlichen Inhaltsstoffe und 5% der gesamten Inhaltsstoffe (in Gewichtsanteilen) aus biologischem Anbau stammen.

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Nachhaltigkeits-Checkbox für:
Kosmetische Produkte


Biologisch abbaubar

Eingeschränkter Einsatz umweltschädlicher und gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe

Kein Einsatz von tierischen Rohstoffen aus toten Wirbeltieren

Nachhaltige Beschaffung von Palmöl, Palmkernöl und ihren Derivaten

Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau 1

Soziale Verantwortung

Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend

Umweltschonende Verpackung

Verbot bestimmter Inhaltsstoffe

1 (nur 50% kbA und deshalb nicht in der Leitlinie kontrolliert biologischer Anbau angeführt)

Beschreibung

Ecocert ist eine Kontrollstelle, die Standards kontrolliert. Die Ecocert-Gruppe hat sich in den 70er Jahren aus der europäischen Öko-Bewegung herausgebildet. Die Gründung erfolgte 1991 in Frankreich mit Erscheinen der ersten europäischen Verordnung zum Ökologischen Landbau. ECOCERT zertifiziert in erster Linie Lebensmittel und Produkte, prüft aber auch Kosmetik, Waschmittel, Parfums, und Textilien.

Seit 2002 prüft Ecocert auch Kosmetikprodukte auf ökologische und biologische Qualität. Eine Tochterorganisation der Ecocert-Group, Ecocert Greenlife, welche 2009 gegründet wurde, hat einen eigenen Standard für Natur- und Biokosmetik entwickelt.

Erfüllte Kriterien:

  • Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau: mindestens 50% der pflanzlichen Bestandteile und mindestens 5% der gesamten Inhaltsstoffe (in Gewichtsanteilen) müssen aus biologischen Anbau stammen (weil nur 50% der pflanzlichen Inhaltsstoffe aus kbA stammen müssen ist die Leitlinie kontrolliert biologische Produktion nicht erfüllt)
  • Kein Einsatz von tierischen Rohstoffen aus toten Wirbeltieren: es dürfen generell nur tierische Produkte eingesetzt werden, die nicht von gefährdeten Arten stammen und es darf sich weder um Bestandteile des Tiers handeln, noch darf deren Gewinnung zu Stressreaktionen, zu Schmerzen oder zum Tod des Tieres geführt haben. Sie müssen von den Tieren natürlich produziert werden.
  • Verbot bestimmter Inhaltsstoffe: der Einsatz von Nanopartikel ist verboten. Ebenso der Einsatz bestimmter Treibhausgase wie Propan, n-Butan, Isobutan oder Methyloxid; - Biologisch abbaubar: es gibt ein Verbot für Substanzen, die nachweislich bio-akkumulativ und nicht biologisch abbaubar sind.
  • Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend: zur Reinigung der Produktionsstätte dürfen nur bestimmte Reinigungsmittel eingesetzt werden: Des Weiteren müssen Unternehmen Maßnahmen im Bereich Umweltschutz umsetzen, dieses muss Emissionsmanagement, Abfallmanagement und Energiemanagement umfassen.
  • Umweltschonende Verpackung: Materialien wie PVC und Styrenpolimere (z.B. PS) sind in der Verpackung erboten und es soll so wenig Zweitverpackung wie möglich verwendet werden; Außenverpackungen wie z.B. Zellophanverpackungen für Schachteln sind verboten.

Kontrollverfahren:

Gemäß dem Zertifizierungsverfahren kommt es zu einer Erst-Evaluierung und zu einer Vor-Ort-Kontrolle. Wenn Korrekturmaßnahmen gesetzt werden müssen, werden diese evaluier. Danach erfolgen die Überprüfung der Evaluierungsergebnisse und eine Zertifizierungsentscheidung.

Die Zertifizierung wird automatisch jährlich erneuert, außer der Vertrag wird gekündigt. Ein Kontrollplan der erstellt wird, definiert den Typ und die Häufigkeit der erforderlichen Kontrollen. Vertriebseinheiten werden jedoch einmal jährlich kontrolliert. Einheiten, die Produktionsschritte durchführen werden im ersten Jahr zweimal und danach ein bis zweimal kontrolliert.

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