Blauer Engel
Computer und Tastaturen RAL-UZ 78

Gütezeichen: Blauer Engel


Der Blaue Engel ist das deutsche staatliche Umweltzeichen. Die Richtlinie für Computer und Tastaturen zeichnet Geräte aus, die von der Produktion bis zur Entsorgung gehobene Umweltansprüche und zugleich auch hohe Ansprüche an Gesundheits- und Arbeitsschutz erfüllen.

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Nachhaltigkeits-Checkbox für:
Informations- und Kommunikationselektronik


Eingeschränkter Einsatz umweltschädlicher und gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe

Geringer Energieverbrauch

Geräuscharm

Langlebigkeit

Reparierbarkeit und recyclinggerechte Konstruktion

Soziale Verantwortung

Strahlungsarm

Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend

Umweltschonende Verpackung

Verbot bestimmter Inhaltsstoffe

Beschreibung

Der Blaue Engel ist das deutsche staatliche Umweltzeichen. Seit 1978 setzt er Maßstäbe für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen, die von einer unabhängigen Jury nach definierten Kriterien beschlossen werden.

Das Label kennzeichnet Computer, dazu gehören neben Stand-PCs auch Laptops, und Tastaturen, die sich durch folgende Umwelteigenschaften auszeichnen, geringer Energieverbrauch, Langlebigkeit, recyclinggerechte Konstruktion, Vermeidung umweltbelastender Materialien und geringe Geräuschemissionen.

Erfüllte Kriterien für Computer und Tastaturen:

  • Geringer Energieverbrauch: Computer müssen die Anforderungen des ENERGY STAR für Computer erfüllen
  • Langlebigkeit: Es müssen für eine gewisse Zeit Ersatzteile zur Verfügung gestellt werden und diese Information muss mittels Produktunterlagen auch an die Konsumentin und den Konsumenten weitergegeben werden. Drüber hinaus muss es leicht und einfach möglich sein, die Leistungsfähigkeit der Computer zu erweitern. Akkus müssen mindestens einen Wert von 500 Vollladezyklen erreichen und die Computer so konstruiert sein, dass die Akkus einfach und ohne besondere Fachkenntnisse ausgetauscht werden können.
  • Reparierbarkeit und recyclinggerechte Konstruktion: Die Geräte müssen so konstruiert sein, dass sie für Recyclingzwecke leicht zerlegbar sind und die Zerlegung muss in einem Entsorgungsbetrieb manuell, unter Zuhilfenahme von Universalwerkzeugen von einer einzelnen Person durchgeführt werden können. Es dürfen maximal 4 unterschiedliche Kunststoffsorten verwendet werden, die eine Masse über 25 Gramm aufweisen und Kunststoffgehäuse dürfen insgesamt nur aus zwei voneinander trennbaren Polymeren oder Polymerblends bestehen. 90% der Masse der Kunststoffe und der Metalle der Gehäuseteile und des Chassis müssen werkstofflich wiederverwertbar sein.
  • Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend: Gewisse Stoffe dürfen im Produkt und in der Produktion nicht verwendet werden wodurch die Umwelt geschützt wird. Durch die Verpflichtung, dass 90% der Masse des Gehäuses und des Cassis stofflich wiederverwertbar sein müssen und auch eine thermische Verwertung nicht erlaubt ist, werden Ressourcen geschont.
  • Verbot bestimmter Inhaltsstoffe: Die metallische Beschichtung von Kunststoffgehäuseteilen ist nicht erlaubt bzw. nur wenn diese technisch erforderlich ist. Eine galvanische Beschichtung von Kunststoffgehäuseteilen ist nicht zulässig. Stoffe, die unter der Chemikalienverordnung REACH als besonders besorgniserregend identifiziert werden und Stoffe die gemäß CLP-Verordnung als krebserzeugend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgefährdend gelten dürfen nicht verwendet werden. Darüber hinaus sind halogenhaltige Polymere in Gehäusen und Gehäuseteilen, Flammschutzmittel aus halogenorganischen Verbindungen und der Einsatz von biozid wirkendem Silber auf berührbaren Oberflächen nicht zulässig.

Beteiligte Institutionen am Vergabe- und Kontrollverfahren:

  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, fungiert als Zeicheninhaber und informiert die Öffentlichkeit.
  • Umweltbundesamt, nimmt Anträge entgegen und legt sie nach Prüfung und Bewertung der Jury vor.
  • RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V., als Zeichenvergabestelle, führt die Expertenanhörungen durch und prüft, ob die Anforderungen erfüllt werden.
  • Jury Umweltzeichen ("Jury UZ"), das unabhängige Beschlussgremium mit Vertretern aus Umwelt- und Verbraucherverbänden, Gewerkschaften, Industrie, Handel, Handwerk, Kommunen, Wissenschaft, Medien, Kirchen und Bundesländern, hat im Vergabeverfahren das letzte Wort und trifft die eigentliche Vergabeentscheidung.

Der Blaue Engel ist jedoch kein Unbedenklichkeitszeichen: Die so gekennzeichneten Produkte stellen in ihrer jeweiligen Produktgruppe das „geringste Übel" in puncto Umweltbelastung dar, nach dem Motto: so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Konkret bedeutet dies, dass der Blaue Engel kein Gütesiegel auf das Gesamtprodukt ist, sondern nur für eine bestimmte Eigenschaft. Der Verbraucher muss hierzu besonders den Untertitel beachten, der bspw. lautet „Der Blaue Engel, weil emissionsarm", „Der Blaue Engel, weil Mehrweg", „Der Blaue Engel, weil aus 100% Altpapier" usw. Ein Produkt könnte daher auch mehr als einen Blaue Engel Gütesiegel aufweisen. Die Hersteller beschränken sich aber meist auf die Herausstellung einer bestimmten Eigenschaft.

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