Blauer Engel
Mikrowellenkochgeräte für den Hausgebrauch RAL-UZ 149

Gütezeichen: Blauer Engel


Der Blaue Engel ist das deutsche staatliche Umweltzeichen. Die Richtlinie für Mikrowellen für den Hausgebrauch zeichnet Geräte aus, die von der Produktion bis zur Entsorgung gehobene Umweltansprüche und zugleich auch hohe Ansprüche an Gesundheits- und Arbeitsschutz erfüllen.

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Nachhaltigkeits-Checkbox für:
Haushaltsgeräte


Eingeschränkter Einsatz umweltschädlicher und gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe

Geringer Energieverbrauch

Geräuscharm

Langlebigkeit

Reparierbarkeit und recyclinggerechte Konstruktion

Soziale Verantwortung

Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend

Umweltschonende Verpackung

Verbot bestimmter Inhaltsstoffe

Beschreibung

Der Blaue Engel ist das deutsche staatliche Umweltzeichen. Seit 1978 setzt er Maßstäbe für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen, die von einer unabhängigen Jury nach definierten Kriterien beschlossen werden.

Das Label kennzeichnet Mikrowellenkochgeräte und kombinierte Mikrowellenkochgeräte für den Hausgebrauch, die sich durch folgende Umwelteigenschaften auszeichnen, geringer Energieverbrauch, geringe Leckstrahlung, langlebige und recyclinggerechte Konstruktion und Vermeidung umweltbelastender Materialien.

Erfüllte Kriterien für Mikrowellenkochgeräte und kombinierte Mikrowellenkochgeräte:

  • Geringer Energieverbrauch: die Mikrowellengeräte dürfen, je nach Funktion (mit und ohne konventionelle Heizfunktion) einen gewissen Wirkungsgrad nicht unterschreiten. Kombinierte Mikrowellenkochgeräte, die über eine konventionelle Heizfunktion oder Zwangsumluftfunktion verfügen, müssen die Energieeffizienzklasse A erfüllen. Des Weiteren gibt es Beschränkungen für die Leistungsaufnahme im Bereitschafts- und Aus-Zustand und für die Beleuchtung bei geöffneter Gerätetür.
  • Langlebigkeit: Es müssen für mindestens 5 Jahre ab Produktionseinstellung die Ersatzteilversorgung für die Reparatur der Geräte gewährleistet sein. Dabei handelt es sich um jene Teile die typischerweise im Rahmen der üblichen Nutzung eines Produktes ausfallen können.
  • Eingeschränkter Einsatz umweltschädlicher und gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe: Beim erstmaligen Aufheizen des Gerätes darf die Formaldehydkonzentration von 0,2 ppm in der Raumluft (ohne Luftwechsel) und bei wiederholtem Aufheizen der Wert 0,1 ppm nicht überschritten werden.
  • Reparierbarkeit und recyclinggerechte Konstruktion: Es müssen die Geräte so konstruiert sein, dass sie für Recyclingzwecke leicht zerlegbar sind, damit Gehäusekunststoffe und Metalle als Fraktionen von Materialien anderer funktioneller Einheiten getrennt und nach Möglichkeit verwertet werden können. Die Geräte müssen so konstruiert sein, dass sie im Fachbetrieb mit gängigen Werkzeugen Zerlegt werden können. Ebenso müssen Informationen zur Zerlegung zugänglich sein sowie die Recyclingstrategie des Gerätes im Internet veröffentlicht sein.
  • Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend: Die Leckstrahlung des Mikrowellenkochgerätes bzw. des kombinierten Mikrowellenkochgerätes darf nicht mehr als 1 W/m2 betragen.
  • Verbot bestimmter Inhaltsstoffe: Den Kunststoffen dürfen keine Stoffe zugesetzt sein, die als krebserzeugend, erbgutverändernd, fortpflanzungsgefährdend oder persistent, bioakkumulierbar und toxisch gelten. Des Weiteren sind halogenhaltige Polymere und halogenorganische Verbindungen als Flammschutzmittel nicht zulässig. Für die Lackierung der Gehäuse dürfen keine Lacke eingesetzt werden, die mehr als 250 g/L organische Lösungsmittel enthalten.

Beteiligte Institutionen am Vergabe- und Kontrollverfahren:

- Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, fungiert als Zeicheninhaber und informiert die Öffentlichkeit.

- Umweltbundesamt, nimmt Anträge entgegen und legt sie nach Prüfung und Bewertung der Jury vor.

- RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V., als Zeichenvergabestelle, führt die Expertenanhörungen durch und prüft, ob die Anforderungen erfüllt werden.

- Jury Umweltzeichen ("Jury UZ"), das unabhängige Beschlussgremium mit Vertretern aus Umwelt- und Verbraucherverbänden, Gewerkschaften, Industrie, Handel, Handwerk, Kommunen, Wissenschaft, Medien, Kirchen und Bundesländern, hat im Vergabeverfahren das letzte Wort und trifft die eigentliche Vergabeentscheidung.

Der Blaue Engel ist jedoch kein Unbedenklichkeitszeichen: Die so gekennzeichneten Produkte stellen in ihrer jeweiligen Produktgruppe das „geringste Übel" in puncto Umweltbelastung dar, nach dem Motto: so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Konkret bedeutet dies, dass der Blaue Engel kein Gütesiegel auf das Gesamtprodukt ist, sondern nur für eine bestimmte Eigenschaft. Der Verbraucher muss hierzu besonders den Untertitel beachten, der bspw. lautet „Der Blaue Engel, weil emissionsarm", „Der Blaue Engel, weil Mehrweg", „Der Blaue Engel, weil aus 100% Altpapier" usw. Ein Produkt könnte daher auch mehr als einen Blaue Engel Gütesiegel aufweisen. Die Hersteller beschränken sich aber meist auf die Herausstellung einer bestimmten Eigenschaft.

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