Blauer Engel
Sanitärarmaturen RAL - UZ 180

Gütezeichen: Blauer Engel


Der Blaue Engel ist das deutsche staatliche Umweltzeichen. Die Richtlinie für Sanitärarmaturen zeichnet Armaturen aus, die von der Produktion bis zur Entsorgung gehobene Umweltansprüche und zugleich auch hohe Ansprüche an Gesundheits- und Arbeitsschutz erfüllen.

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Nachhaltigkeits-Checkbox für:
Wasser- und energiesparende Sanitärarmaturen


Eingeschränkter Einsatz umweltschädlicher und gesundheitsschädlicher Werkstoffe und Materialien

Langlebigkeit

Reparierbarkeit und recyclinggerechte Konstruktion

Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend

Umweltschonende Verpackung

Wasserdurchflussbegrenzung

Beschreibung

Der Blaue Engel ist das deutsche staatliche Umweltzeichen. Seit 1978 setzt er Maßstäbe für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen, die von einer unabhängigen Jury nach definierten Kriterien beschlossen werden.

Das Label kennzeichnet Sanitärarmaturen und umfasst Sanitärarmaturen an Waschtischen und Spülbecken für private, öffentliche und gewerbliche Anwendungen unabhängig vom Wasserdruck. Die Richtlinie gilt für Einhebelmischer, Elektronische Armaturen, Selbstschlussarmaturen, Thermostatarmaturen, Zweigriffarmaturen, 3-Loch-Armaturen und Standventile. Die Produkte zeichnen sich durch folgende Umwelteigenschaften aus, geringer Energieverbrauch durch eine effiziente Warmwassernutzung, Vermeidung von materialbedingten Verunreinigungen des Trinkwassers, geringer Wasserverbrauch, geringe Geräuschemissionen und Langlebigkeit und Gebrauchstauglichkeit.

Erfüllte Kriterien für Sanitärarmaturen:

  • Eingeschränkter Einsatz umweltschädlicher und gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe: Die mit Trinkwasser in Kontakt kommenden Werkstoffe und Materialien müssen hygienisch unbedenklich sein und dürfen die in der Trinkwasserverordnung festgelegte Qualität des Trinkwassers nicht beeinträchtigen. Sie dürfen Stoffe nicht in solchen Konzentrationen an das Trinkwasser abgeben, die höher sind als nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik unvermeidbar, oder die den in der Trinkwasserverordnung vorgesehenen Schutz der menschlichen Gesundheit unmittelbar oder mittelbar mindern oder den Geruch oder den Geschmack des Trinkwassers beeinflussen.
  • Langlebigkeit: Es müssen für mindestens 10 Jahre ab Produktionseinstellung Ersatzteile für die Reparatur der Geräte zur Verfügung gestellt werden.
  • Reparierbarkeit und recyclinggerechte Konstruktion: Batteriebetriebene Armaturen müssen so konstruiert sein, dass eingewiesene Person ohne Zuhilfenahme von Spezialwerkzeug die Batterien wechseln kann. Das Produkt muss so konstruiert sein, dass Originalersatzteile mit handwerksüblichen Werkzeugen ausgetauscht werden kann. Sollten Spezialwerkzeuge benötigt werden, sind diese vom Antragsteller mitzuliefern.
  • Wasserdurchflussbegrenzung: Die maximale Durchflussmenge bei einer Küchen- sowie einer Waschtischarmatur darf nicht mehr als 6 Liter Wasser pro Minute, unabhängig vom Wasserdruck, betragen, aber nicht weniger als 4 Liter pro Minute. Bei Küchenarmaturen kann der Durchfluss auch durch eine Zusatzfunktion kurzfristig auf 8 Liter erhöht werden. Bei Armaturen mit Laufzeitbegrenzung darf die Voreinstellung bei maximal 12 Sekunden liegen.
  • Geringer Energieverbrauch: die Armatur muss so konzipiert sein, dass der Energieverbrauch durch Begrenzung der Auslauftemperatur reduziert werden kann.

Beteiligte Institutionen am Vergabe- und Kontrollverfahren:

- Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, fungiert als Zeicheninhaber und informiert die Öffentlichkeit.

- Umweltbundesamt, nimmt Anträge entgegen und legt sie nach Prüfung und Bewertung der Jury vor.

- RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V., als Zeichenvergabestelle, führt die Expertenanhörungen durch und prüft, ob die Anforderungen erfüllt werden.

- Jury Umweltzeichen ("Jury UZ"), das unabhängige Beschlussgremium mit Vertretern aus Umwelt- und Verbraucherverbänden, Gewerkschaften, Industrie, Handel, Handwerk, Kommunen, Wissenschaft, Medien, Kirchen und Bundesländern, hat im Vergabeverfahren das letzte Wort und trifft die eigentliche Vergabeentscheidung.

Der Blaue Engel ist jedoch kein Unbedenklichkeitszeichen: Die so gekennzeichneten Produkte stellen in ihrer jeweiligen Produktgruppe das „geringste Übel" in puncto Umweltbelastung dar, nach dem Motto: so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Konkret bedeutet dies, dass der Blaue Engel kein Gütesiegel auf das Gesamtprodukt ist, sondern nur für eine bestimmte Eigenschaft. Der Verbraucher muss hierzu besonders den Untertitel beachten, der bspw. lautet „Der Blaue Engel, weil emissionsarm", „Der Blaue Engel, weil Mehrweg", „Der Blaue Engel, weil aus 100% Altpapier" usw. Ein Produkt könnte daher auch mehr als einen Blaue Engel Gütesiegel aufweisen. Die Hersteller beschränken sich aber meist auf die Herausstellung einer bestimmten Eigenschaft.

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