Holz von Hier

Gütezeichen: Holz von Hier


„Holz von Hier“ ist ein Gütezeichen, welches bezogen auf das Produkt nachvollziehbar die Stoffströme entlang der gesamten Verarbeitungskette bis zum Produkt erfasst und dokumentiert. Es ist das Label, das die tatsächlichen Transporte und die diesbezüglichen Umweltwirkungen quantifiert.

Labels vergleichen

Nachhaltigkeits-Checkbox für:
Bodenbeläge


Eingeschränkter Einsatz umweltschädlicher und gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe

Emissionsgrenzwerte

Langlebigkeit

Ressourcenschonende Rohstoffgewinnung

Rohstoffe aus nachhaltiger Bewirtschaftung

Soziale Verantwortung

Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend

Umweltschonende Verpackung

Verbot bestimmter Inhaltsstoffe

Labels vergleichen

Nachhaltigkeits-Checkbox für:
Holzwerkstoffe


Eingeschränkter Einsatz umweltschädlicher und gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe

Emissionsgrenzwerte

Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung

Langlebigkeit

Soziale Verantwortung

Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend

Verbot bestimmter Inhaltsstoffe

Labels vergleichen

Nachhaltigkeits-Checkbox für:
Holzmöbel


Eingeschränkter Einsatz umweltschädlicher und gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe

Emissionsgrenzwerte

Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung

Langlebigkeit

Soziale Verantwortung

Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend

Umweltschonende Verpackung

Beschreibung

"Holz von Hier" ist ein Umweltzeichen ISO Typ I ähnlich gemäß ISO 14024. Das heißt es ist unter Stakeholderbeteiligung entwickelt und weiter fortgeschrieben, es ist fremdüberwacht, neutral, transparent und hat einen hohen qualitativen Anspruch, der über geltende Normen etc. hinausgeht. „Holz von Hier" hat unabhängig von einer bestimmten geografischen Region Gültigkeit. Erfasst wird die Transportentfernung in der Produktionskette an sich und nicht die Zugehörigkeit zu einer regionalen Gruppierung oder Verwaltungseinheit. „Holz von Hier" ist dabei ein Herkunftsnachweis für das Produkt und nicht den Betrieb. Produktgruppen die mit diesem Nachweis ausgezeichnet werden können, umfassen Holzwerkstoffe, Holzmöbel, Bodenbelege wie Furniere und Pakette, sowie unter anderem auch Energieholz.

 

Erfüllte Kriterien für Holzwerkstoffe:

  • Umweltschonende Produktion/ ressourcenschonend:   das jeweilige Holzprodukt muss unter Berücksichtigung der Warenströme entlang der gesamten Verarbeitungskette überdurchschnittlich transportarm und damit umwelt- und ressourcenfreundlich hergestellt worden sein. Dabei gelten maximale Entfernungsgrenzen für jeden Knotenpunkt bzw. Verarbeitungsschritt in der Prozesskette. Die sortimentsspezifisch definierten Obergrenzen werden hierfür definiert.
  • Emissionsgrenzwerte: Durch die unbedingte Einhaltung von kurzen Transportwegen und regionaler Beschaffung ist eine emissionsarme Gewinnung und Weiterverarbeitung der Hölzer vom Forst bis zum Kunden garantiert.
  • Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung: Das verwendete Rohholz muss aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen. Zudem darf das Produkt kein Holz als international gefährdet eingestufter Baumarten (Internationale Rote Liste nach IUCN) enthalten. Daher ist für jegliches Rundholz, welches in den elektronischen C-o-C-Zertifizierungsprozess von Holz von Hier eingeführt wird, die Vorlage eines Forstmanagement-Zertifikats (bzw. einer FM-Zertifikatsnummer) nach FSC oder PEFC oder ein vergleichbarer Einzelnachweis erforderlich.

 

Beteiligte Institutionen und Beschaffenheit des Vergabe- und Kontrollverfahrens:

Die Überprüfung der Stoffströme und Transportentfernungen erfolgt über ein elektronisches Warenwirtschaftssystem. Hierüber werden Mengen und Transportentfernungen erfasst, kontrolliert und dokumentiert. Das System stellt sicher, dass jeder Teilnehmer nur so viel Holz(produkte) als "Holz von Hier" vermarkten kann, wie er auch unter "Holz von Hier" bezogen hat. Berücksichtigt wird dabei auch, dass bei einem Verarbeitungsschritt Materialverluste auftreten und so eine geringere Menge des fertigen Produkts unter "Holz von Hier" vermarktet werden kann, als an hierfür notwendigen Rohmaterialien bezogen wurde.

Das System überprüft dabei die Stoffströme und jede Produktcharge in Echtzeit und nicht erst im Nachhinein z.B. am Ende des Jahres. Das elektronische System als Prüfer wird wiederum fremdüberwacht hinsichtlich Funktionalität und Korrektheit der Prozesse. Grundlage bildet ein für solche elektronischen Kontrollsysteme entwickelter Standard des Deutschen Instituts der Wirtschaftsprüfer. Dieser Standard (880 DIW) wird auch für die Überprüfung ähnlicher Massebilanzierungssysteme verwendet, wie z.B. im vom Bundeslandwirtschaftsministerium entwickelten und der DENA getragenen Mengenbilanzsystem für die Nachweisführung von Biogas aus erneuerbaren Quellen im Rahmen des CO2-Zertifikatehandels unter dem Kyoto-Protokoll.