Fair Rubber

Gütezeichen: Fair Rubber


Der Fair Rubber e. V. und somit auch das Label haben zum Ziel, die Kriterien des Fairen Handels auf Gummiprodukte auszuweiten und damit einen Beitrag zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Primärerzeuger von Naturkautschuk (Gummi) zu leisten.

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Nachhaltigkeits-Checkbox für:
Matratzen


Eingeschränkter Einsatz umweltschädlicher und gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe

Emissionsgrenzwerte

Langlebigkeit

Rohstoffe aus nachhaltiger Bewirtschaftung

Soziale Verantwortung

Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend

Verbot bestimmter Inhaltsstoffe

Beschreibung

Fair Rubber e.V. (rubber: Gummi) ist ein Verein zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Primärerzeuger von Gummi bzw. Kautschuk in Sri Lanka und Indien. Primärerzeuger meint hier die Gummizapfer, Plantagenarbeiter und Kleinbauern, die eine Fair Trade-Prämie erhalten und so das ganze Jahr über ihre Familien ernähren können. Der Verein besteht aus Mitgliedern ohne kommerzielle Ziele und solchen mit kommerziellen Zielen.

Erfüllte Kriterien für Bettmatratzen:

Umweltschonende Produktion/ ressourcenschonend: Fair Rubber legt Wert darauf, dass möglichst keine Agrargifte während des Zapfens und der Herstellung von Gummiprodukten wie Kautschukmatratzen verwendet werden. Denn diese Gifte können als Rückstände in den Endprodukten auftreten und für den Verbraucher schädlich sein. Zudem sind sie besonders für die Gummizapfer gefährlich. Daher fördert Fair Rubber den naturnahen Abbau von Kautschuk, um fairen Gummi umweltschonend zu erzeugen. 

Soziale Verantwortung: Das Fair Rubber-Logo bescheinigt den Verbrauchern eine faire Behandlung aller Beteiligten an der Herstellung des Gummiproduktes (Vereinigungsfreiheit & Recht auf Tarifverhandlungen; Sichere und hygienische Arbeitsbedingungen; Verbot von Kinderarbeit; existenzsichernde Löhne; Verbot von Diskriminierung und grober Behandlung; sozialverantwortliches Management)

Labelvergabe

Kommerzielle Mitglieder schließen mit dem Verein einen sogenannten Logo-Nutzungsvertrag. Dieser verpflichtet sie unter anderem zum Bezahlen einer Fair Trade Prämie und zur Mitteilung über den Umfang ihrer Bestellungen. Zusätzlich müssen sie sich bereit erklären, sich durch den Verein prüfen zu lassen. Voraussetzung für einen Vertrag zum Fairen Handel mit dem Fair Rubber e. V. ist, dass der Lieferant über ein FSC- oder gleichwertiges Zertifikat über den nachhaltigen Anbau der Kautschukbäume verfügt. Die Kriterien für fair gehandelten, natürlichen Kautschuk orientieren sich, besonders was die Zahlung einer Prämie für fairen Handel betrifft, an den Kriterien der Fair Trade Labelling Organization (FLO). Den Produzenten des Kautschuks wird die Prämie auf ein separates Konto einbezahlt. Über die Verwendung der Prämie entscheidet ein gemeinsames Gremium aus gewählten Belegschaftsvertretern und Delegierten des Managements. Die Fair Trade-Prämie darf nur für die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Plantagenarbeiter verwendet werden. Bei Kleinbauernvereinigungen entscheidet deren Vorstand über die Verwendung. Der Fair Rubber e. V. zieht die Fair Trade-Zahlungen von den Mitgliedern ein und übermittelt sie an die Produzenten. Er kontrolliert, wie diese verwendet wurden und berichtet darüber. Wenn ein Mitglied gegen die Vergabekriterien verstößt, so kann es aus dem Verein ausgeschlossen werden.

Labelgeber

Labelinhaber ist der Fair Rubber e. V. Er wurde 2012 als Multi-Stakeholder-Initiative gegründet, das heißt als Kooperationsplattform zwischen Firmen, die Produkte aus fair gehandeltem, natürlichem Kautschuk anbieten auf der einen und Vertretern der Zivilgesellschaft, welche die Ausweitung des Fairen Handels unterstützen, auf der anderen Seite. Der Vorstand des Vereins ist paritätisch aus beiden Mitgliederkategorien besetzt, den Vorsitz führt immer ein nichtkommerzielles Mitglied.