Nordisches Umweltzeichen
für Spielzeug (V 2.4)

Gütezeichen: Nordisches Umweltzeichen


Das Nordische Umweltzeichen, auch "Nordic Swan" genannt, wird Produkten und Dienstleistungen verliehen, die gehobene Standards bezüglich ihrer Leistung im Bereich Umweltschutz und Qualität erfüllen. Die Richtlinie Toys kennzeichnet Spielzeug.

Dieses Label gehört zu einer Gruppe aus mehreren Richtlinien.
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Nachhaltigkeits-Checkbox für:
Spielzeug


Eingeschränkter Einsatz umweltschädlicher und gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe

Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung

Langlebigkeit

Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau

Soziale Verantwortung

Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend

Umweltschonende Verpackung

Beschreibung

Der Nordic Swan ist das offizielle Umweltzeichen der nordischen Länder und wurde 1989 vom Nordischen Ministerrat eingeführt. Es handelt sich dabei um ein Label, welches Produkte kennzeichnet die strenge Umwelt- und Klimakriterien erfüllen. Dabei wird der gesamte Lebenszyklus eines Produktes betrachtet und wichtige Kriterien sind Energieverbrauch, Klimaaspekte, Wasserverbrauch, Verpackung, Abfall etc. Diese Richtlinie kennzeichnet Spielzeug.

Ein Spielzeug mit dem Nordischen Umweltzeichen muss nachweisen, dass es die behördlichen Anforderungen erfüllt (z.B. CE-Richtlinie). Zusätzlich erfüllt das Spielzeug strenge Gesundheits- und Umweltanforderungen bei den Materialien, Oberflächenbehandlungen, bei der Produktion, den Rohstoffen als auch den Endprodukten.

gültig bis: 31.3.2021

Erfüllte Kriterien für Spielzeug:

  • Eingeschränkter Einsatz umweltschädlicher und gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe: für gewisse Materialien gibt es Grenzwerte, zum Beispiel für Schwermetalle in verwendeten Farben. Grenzwerte werden meistens für einen gewissen Masse-% des Stoffes am Gesamtprodukt festgelegt. 
  • Verbot bestimmter Inhaltsstoffe: Verbot von Weichmachern und halogenorganischen Verbindungen in Plastik, Klebstoffen und Metall. Es dürfen unter anderem keine zinnorganische Verbindungen, Phtalate, Alkylphenolethoxylate (APEO) und andere Alkylphenolderivate, Flammschutzmittel, halogenorganische Verbindungen sowie Färbemittel eingesetzt werden. 
  • Rohfasern aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung: für die Zellulosegewinnung dürfen keine Baumarten verwendet werden, die auf der Liste der verbotenen Bauarten des Nordischen Umweltzeichens stehen. Es muss ein gewisser Anteil der Zellulosebasierten Inhaltsstoffe FSC oder PEFC zertifiziert sein, der restliche Anteil muss durch das FSC und PEFC Kontrollsystem kontrolliert sein. 
  • Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend: Geringer Wasser- und Energieverbrauch; Grenzwerte für Schwermetalle und andere Schadstoffe im Abwasser.
  • Umweltschonende Verpackung: Die Verpackung muss zu einem gewissen Prozentsatz aus nachwachsenden oder rezyklierten Materialien bestehen. In Kunststoffverpackungen sind keine halogenierten Kunststoffe, wie PVC, erlaubt. Kunststoffe dürfen keine halogenorganischen Komponenten, sowie Phtalate, Organozinnverbindungen und Verbindungen auf Basis von Blei, Cadmium, Chrom VI und Quecksilber enthalten. Bei biobasierten Kunststoffen muss die Pflanzenproduktion nachhaltig sein und das mittel Zertifikat nachgewiesen werden. 
  • Langlebigkeit: Anforderung an die Haltbarkeit
  • Soziale Verantwortung: Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen und Verbot von Kinderarbeit.
Es gibt konkrete Anforderungen für Kunststoff, Textilien, Metall, Holz und Füllmateralien. Weiters gibt es Anforderungen für Elektronikspielzeug.

Quelle: http://www.nordic-ecolabel.org/product-groups/group/?productGroupCode=095

Kontrollverfahren:

An der Entwicklung der Standards sind Experten aus den Nordischen Umweltzeichen Organisationen mit dabei. Diesen entwickeln Vorschläge für Kriterien und bringen diese ein. Ebenso werden oftmals andere Organisationen einbezogen, bevor die Kriterien festgelegt werden. Die Kriterien werden alle drei bis fünf Jahre überarbeitet. Die Kontrollen erfolgen durch unabhängige Dritte.