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Blauer Engel

Digitalprojektoren "Beamer" RAL-UZ 127

Bewertung der Redaktion: empfehlenswert

  • Umweltlabel: ja
  • Soziallabel: nein
  • Themenlabel: nein

Der blaue Engel ist das deutsche staatliche Umweltzeichen. Das Label kennzeichnet Digitalprojektoren (weitläufig bekannt als "Beamer"), die bei der Produktion bis zur Erzeugung gehobene Umweltansprüche und zugleich auch hohe Ansprüche an Gesundheits- und Arbeitsschutz erfüllen.

Dieses Label gehört zu einer Gruppe aus mehreren Richtlinien. Alle anzeigen

Wofür das Label steht

Informations- & Kommunikationselektronik

Beschreibung

Der Blaue Engel ist das deutsche staatliche Umweltzeichen. Seit 1978 setzt er Maßstäbe für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen, die von einer unabhängigen Jury nach definierten Kriterien beschlossen werden.

Das Label kennzeichnet Digitalprojektoren, allgemein bezeichnet als „Beamer“, für verschiedene Anwendungsfälle, beispielsweise als Büro-, Heimkino-, (Ultra)kurzdistanz- oder hochauflösende Projektoren. Darunter fallen Produkte die sich durch folgende Umwelteigenschaften auszeichnen: geringer Energieverbrauch, Geräuschemissionen, recyclinggerechte Konstruktion und Vermeidung umweltbelastender Materialien und Langlebigkeit (insb. der Leuchtmittel).

Versíon 5 (1/2020) bis 31.12.2021

  • Geringer Energieverbrauch: Die Digitalprojektoren müssen über einen Energiesparmodus verfügen, der gegenüber dem Normalbetrieb eine um 15% verringerte Leistungsaufnahme garantiert. Darüber hinaus darf die Leistungsaufnahme im Bereitschaftsmodus und Aus-Modus 0,5 W nicht überschreiten. Zur Anpassung an die technischen Anforderungen verschiedener Nutzungsbedingungen (siehe oben) wird die zulässige Leistungsaufnahme mit Faktorwerten korrigiert.
  • Geräuschemissionen: Die Bewertung der Geräuschemissionen beruht auf der Angabe des garantierten A bewerteten Schallleistungspegels in Dezibel (dB) in Abhängigkeit des Lichtstroms. Der garantierte A-bewertete Schallleistungspegel LWAd darf bei Geräten mit dem Blauen Engel grundsätzlich nicht größer als 50 dB sein.
  • Verbot bestimmter Inhaltsstoffe: Den Kunststoffen dürfen keine Stoffe zugesetzt sein, die als krebserzeugend, erbgutverändernd, fortpflanzungsgefährdend, aus anderen Gründen als besonders besorgniserregend (gemäß REACH Kandidatenliste) oder als sehr giftig für Wasserorganismen eingeordnet werden. Des Weiteren sind halogenhaltige Polymere und halogenorgansiche Verbindungen als Flammschutzmittel nicht zulässig. Ausgenommen sind prozessbedingte, technisch unvermeidbare Verunreinigungen und fluororganische Additive, die einen gewissen Gewichtsprozentsatz nicht überschreiten. Kunststoffe mit einer Masse > 25g und einer ebenen Fläche von mindestens 200 mm² müssen dauerhaft gekennzeichnet sein.
  • Langlebigkeit: Die für die Projektion verwendeten Leuchtmittel müssen eine Mindest-Lebensdauer von mehr als 3000 h (bei <5000 Lumen) bzw. mehr als 2000 h (bei mehr als 5000 Lumen) aufweisen. Diese Erklärung bezieht sich auf einen Mindestrestlichtstrom der Leuchtmittel von ≥ 50% des Nenn-Lichtstroms.
  • Recyclinggerechte Konstruktion: Es müssen die Geräte so konstruiert sein, dass sie für Recyclingzwecke leicht zerlegbar sind, damit Gehäusekunststoffe und Metalle als Fraktionen von Materialien anderer funktioneller Einheiten getrennt und nach Möglichkeit verwertet werden können. Die Geräte müssen so konstruiert sein, dass sie im Fachbetrieb mit gängigen Werkzeugen zerlegt werden können. Ebenso müssen Informationen zur Zerlegung zugänglich sein sowie die Recyclingstrategie des Gerätes im Internet veröffentlicht sei.

Beteiligte Institutionen am Vergabe- und Kontrollverfahren

  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, fungiert als Zeicheninhaber und informiert die Öffentlichkeit.
  • Umweltbundesamt, nimmt Anträge entgegen und legt sie nach Prüfung und Bewertung der Jury vor.
  • RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V., als Zeichenvergabestelle, führt die Expertenanhörungen durch und prüft, ob die Anforderungen erfüllt werden.
  • Jury Umweltzeichen („Jury UZ“), das unabhängige Beschlussgremium mit Vertretern aus Umwelt- und Verbraucherverbänden, Gewerkschaften, Industrie, Handel, Handwerk, Kommunen, Wissenschaft, Medien, Kirchen und Bundesländern, hat im Vergabeverfahren das letzte Wort und trifft die eigentliche Vergabeentscheidung.

Der Blaue Engel ist jedoch kein Unbedenklichkeitszeichen: Die so gekennzeichneten Produkte stellen in ihrer jeweiligen Produktgruppe das „geringste Übel“ in puncto Umweltbelastung dar, nach dem Motto: so wenig wie möglich, so viel wie nötig.

Konkret bedeutet dies, dass der Blaue Engel kein Gütesiegel auf das Gesamtprodukt ist, sondern nur für eine bestimmte Eigenschaft. Der Verbraucher muss hierzu besonders den Untertitel beachten, der bspw. lautet

  • „Der Blaue Engel, weil emissionsarm“,
  • „Der Blaue Engel, weil Mehrweg“,
  • „Der Blaue Engel, weil aus 100% Altpapier“ usw.

Ein Produkt könnte daher auch mehr als einen Blaue Engel Gütesiegel aufweisen. Die Hersteller beschränken sich aber meist auf die Herausstellung einer bestimmten Eigenschaft.

Quelle: https://www.blauer-engel.de/de/fuer-unternehmen/vergabegrundlagen

Gütezeichen-Typ

Gütezeichen

Vergabestelle

Inhaber
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Referat G I 4 Nachhaltige Verbraucherschutzpolitik, Produktbezogener Umweltschutz
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) ist der Zeicheninhaber.
Fachliche Expertise: Das Umweltbundesamt

https://www.blauer-engel.de/de

umweltzeichen@ral.de

Kontrollstelle

RAL gGmbH
Fränkische Straße 7
53229 Bonn
Deutschland

https://www.blauer-engel.de/

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