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Blauer Engel

Gartengeräte RAL- UZ 206

Bewertung der Redaktion: empfehlenswert

  • Umweltlabel: ja
  • Soziallabel: nein
  • Themenlabel: nein

Der Blaue Engel ist das deutsche staatliche Umweltzeichen. Die Richtlinie für Gartengeräte zeichnet Geräte mit Elektromotoren aus, die von der Produktion bis zur Entsorgung gehobene Umweltansprüche und zugleich auch hohe Ansprüche an Gesundheits- und Arbeitsschutz erfüllen.

Dieses Label gehört zu einer Gruppe aus mehreren Richtlinien. Alle anzeigen

Wofür das Label steht

Gartengeräte

Beschreibung

Der Blaue Engel ist das deutsche staatliche Umweltzeichen. Seit 1978 setzt er Maßstäbe für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen, die von einer unabhängigen Jury nach definierten Kriterien beschlossen werden.

Das Label kennzeichnet Gartengeräte mit Elektromotor und umfasst Motorkettensägen, Heckenscheren, Rasenmäher, elektrische Sensen und Trimmer, Vertikutierer, Häcksler und Hochentaster. Die Geräte zeichnen sich durch folgende Umwelteigenschaften aus, besonders niedrige Lärmemissionen, lange Akku-Lebensdauer und Verfügbarkeit von Ersatzakkus, Reduzierung von Schadstoffen im Akku, schadstoffarme Gerätematerialien und langlebige, reparaturfreundliche und recyclinggerechte Konstruktion.

Version 1 (01/2017): bis 31.12.2021

Erfüllte Kriterien für Gartengeräte

  • Eingeschränkter Einsatz umweltschädlicher und gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe: Für Akkus gibt es Grenzwerte für Schwermetalle (Quecksilber, Cadmium und Blei).
  • Geräuscharm: es gibt für die unterschiedlichen Geräte Grenzwerte für die Geräuschemissionen.
  • Langlebigkeit: Bei Akku betriebenen Geräte muss der Akku zerstörungsfrei vom Gerät trennbar sein. Auf Akkus muss die Akkukapazität lesbar angegeben sein. Die Akkuselbstentladung muss gering sein und nachgewiesen werden. Es muss für Akkus eine Garantie von mindestens 24 Monaten gewährleistet werden und für mindestens 5 Jahre ab Produktionseinstellung ein Ersatz des Akkus gewährleistet sein.
  • Reparierbarkeit und recyclinggerechte Konstruktion: Die Geräte müssen die Prinzipien der VDI-Richtlinie 2243 „Konstruieren recyclinggerechter technischer Produkte“ auf der Basis von Merkmalen erfüllen, die der Inverkehrbringer unter Berücksichtigung der vorgesehenen Verfahren zur Wiederverwendung und stofflichen Verwertung festgelegt hat. Gehäuseteile und großformatige Baugruppen müssen aus einem einheitlichen Polymer bestehen. Eine einfache Reparierbarkeit/Austauschbarkeit wesentlicher Verschleißteile muss gewährleistet sein. Dazu gehört die einfache Demontierbarkeit der Geräte und Baugruppen bzw. einfache Erreichbarkeit der Verschleißteile. Die „einfache Reparierbarkeit“ ist aber auch gegeben, wenn diese durch Reparaturwerkstätten mit Spezialwerkzeug vorgenommen werden kann.
  • Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend: Es muss der Ladezustand angezeigt werden und der Akku muss vor Über- und Tiefenentladung geschützt werden.
  • Verbot bestimmter Inhaltsstoffe: Es dürfen unter anderem kein Blei, Quecksilber, Cadmium, sechswertiges Chrom und Polybromierte Biphenyle (PBB) verwendet werden. Den Kunststoffen für Gehäuse und Gehäuseteile dürfen keine Stoffe zugesetzt sein, die als krebserzeugend, erbgutverändernd, fortpflanzungsgefährdend oder besonders besorgniserregend gelten. Des Weiteren sind halogenhaltige Polymere und halogenorganische Verbindungen als Flammschutzmittel nicht zulässig. In den Griffen dürfen sich keine polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) befinden.

Beteiligte Institutionen am Vergabe- und Kontrollverfahren

  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, fungiert als Zeicheninhaber und informiert die Öffentlichkeit.
  • Umweltbundesamt, nimmt Anträge entgegen und legt sie nach Prüfung und Bewertung der Jury vor.
  • RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V., als Zeichenvergabestelle, führt die Expertenanhörungen durch und prüft, ob die Anforderungen erfüllt werden.
  • Jury Umweltzeichen („Jury UZ“), das unabhängige Beschlussgremium mit Vertretern aus Umwelt- und Verbraucherverbänden, Gewerkschaften, Industrie, Handel, Handwerk, Kommunen, Wissenschaft, Medien, Kirchen und Bundesländern, hat im Vergabeverfahren das letzte Wort und trifft die eigentliche Vergabeentscheidung.

Der Blaue Engel ist jedoch kein Unbedenklichkeitszeichen: Die so gekennzeichneten Produkte stellen in ihrer jeweiligen Produktgruppe das „geringste Übel“ in puncto Umweltbelastung dar, nach dem Motto: so wenig wie möglich, so viel wie nötig.

Konkret bedeutet dies, dass der Blaue Engel kein Gütesiegel auf das Gesamtprodukt ist, sondern nur für eine bestimmte Eigenschaft. Der Verbraucher muss hierzu besonders den Untertitel beachten, der bspw. lautet

  • „Der Blaue Engel, weil emissionsarm“,
  • „Der Blaue Engel, weil Mehrweg“,
  • „Der Blaue Engel, weil aus 100% Altpapier“ usw.

Ein Produkt könnte daher auch mehr als einen Blaue Engel Gütesiegel aufweisen. Die Hersteller beschränken sich aber meist auf die Herausstellung einer bestimmten Eigenschaft.

Gütezeichen-Typ

Gütezeichen

Vergabestelle

Inhaber
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Referat G I 4 Nachhaltige Verbraucherschutzpolitik, Produktbezogener Umweltschutz
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) ist der Zeicheninhaber.
Fachliche Expertise: Das Umweltbundesamt

http://www.blauer-engel.de

umweltzeichen@ral.de

Kontrollstelle

RAL gGmbH
Fränkische Straße 7
53229 Bonn
Deutschland

https://www.blauer-engel.de/

umweltzeichen@ral.de

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