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EU Eco-Label

Möbel 2016/1332

Bewertung der Redaktion: empfehlenswert

  • Umweltlabel: ja
  • Soziallabel: nein
  • Themenlabel: nein

Das Europäische Umweltzeichen "Euroblume" für Möbel wird von der Europäischen Kommission vergeben und umfasst alle Arten von Möbeln für den privaten oder nicht privaten Bereich die aus Massivholz, Holzwerkstoffplatten, Kork, Bambus, Rattan, Kunststoffe, Metalle, Leder und Textilien bestehen.

Dieses Label gehört zu einer Gruppe aus mehreren Richtlinien. Alle anzeigen

Wofür das Label steht

Holzmöbel

Polstermöbel

Beschreibung

Das Europäische Umweltzeichen „Euroblume“ ist ein freiwilliges anerkanntes System, das Konsumenten bei ihrer Kaufentscheidung unterstützt, umweltgerechte Produkte und Dienstleistungen zu berücksichtigen. Das Europäische Umweltzeichen kennzeichnet Produkte, die im Vergleich zu herkömmlichen Produkten mit dem gleichen Gebrauchswert über alle Lebenszyklusphasen in der Summe geringere Umweltauswirkungen haben.

Erfüllte Kriterien für Möbel

  • Eingeschränkter Einsatz umweltschädlicher und gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe: Stoffe die als besonders besorgniserregend gelten dürfen nur zu einem Massenanteil von 0,10% verwendet werden. Beschränkungen gibt es darüber hinaus für Arylamine durch Spaltung von Azofarbstoffen, Chrom VI, Freies Formaldehyd, Chlorphenole und extrahierbare Schwermetalle. Weitere Beschränkungen finden sich in der Richtlinie.
  • Emissionsgrenzwerte: Für Möbel die Polsterbezüge aus Leder oder aus beschichteten Gewebe enthalten muss eine Prüfung der Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) durchgeführt werden.
  • Verbot bestimmter Inhaltsstoffe: Keine der unmittelbar vom Möbelhersteller eingesetzten Klebstoffe, Lacke, Farben, Grundierungen, Holzbeizmittel, Biozidprodukte (z. B. Holzschutzmittel), Flammenhemmstoffe, Füllstoffe, Wachse, Öle, Fugenfüllstoffe, Dichtstoffe, Farbstoffe, Harze oder Schmieröle dürfen in einer CLP-Gefahrengruppen eingestuft sein, es sei denn, ihre Verwendung ist in Tabelle 2 ausdrücklich von der Beschränkung ausgenommen. Auf keinen Fall dürfen sich im Möbelstück Kunststofffolien enthalten sein, die unter Verwendung von Vinylchlorid-Monomer (VCM) hergestellt wurden. Eine Auflistung der genauen Stoffe findet sich in der Richtlinie. Eingesetzte Kunststoffe dürfen keine Schwermetalle enthalten. In Möbelstücke die Glas enthalten darf kein Bleiglas verwendet werden.
  • Langlebigkeit: Polsterbezugstoffe müssen gewisse physikalische Anforderungen erfüllen, wie zum Beispiel Zugfestigkeit, Reißfestigkeit, Farbechtheit etc. Es muss für mindestens 5 Jahre eine Garantie geben, die keine zusätzlichen Kosten verursacht.
  • Recyclinggerechte Konstruktion: Der Möbelhersteller muss den Kunden für einen Zeitraum von fünf Jahren ab Produktlieferung Ersatzteile bereitstellen. Die Kosten für Ersatzteile (sofern sie berechnet werden) müssen in einem angemessenen Verhältnis zu den Gesamtkosten des Möbelprodukts stehen. Kontaktinformationen, die für die Organisation der Lieferung von Ersatzteilen genutzt werden können, sind anzugeben. Möbelprodukte, die aus mehreren Bestandteilen/verwendeten Materialien bestehen, müssen zerlegbar konstruiert sein, um die Reparatur, die Wiederverwendung und das Recycling zu vereinfachen.
  • Rohfasern aus nachhaltiger Bewirtschaftung: Dieses Kriterium gilt, wenn der Holzanteil 5% des Massenanteils des Produktes übersteigt. Für Holz und Rattern bzw. allen Kork und Bambus müssen gültige Zertifikate für Rückverfolgungssystem vorliegen und mindestens 25% aus Zertifiziertem Anbau stammen, wie FSC, PEFC oder gleichwertigen Systemen. Wenn Zertifizierungssysteme eine Mischung aus nicht zertifiziertem Material mit zertifiziertem und/oder recyceltem Material in einem Produkt oder einer Produktionslinie zulassen, müssen mindestens 70 % des Holzes, Korks, Bambus bzw. Rattan nachhaltiges, zertifiziertes neues und/oder recyceltes Material sein.
  • Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend: wenn der Masseanteil von Kunststoff mehr als 20% beträgt muss der Rezyclatanteil mindestens 30% Masseanteil betragen. In Galvanisierungsprozessen an im Möbel-Endprodukt verwendeten Metallbestandteilen darf kein Chrom(VI) oder Cadmium verwendet werden. Nickel ist in Galvanisierungsprozessen nur zulässig, wenn die Nickelabgabe aus dem vernickelten Bestandteil gemäß der Norm EN 1811 weniger als 0.5 μg/cm2 pro Woche beträgt. Gewisse gefährliche Stoffe dürfen in der Produktion nicht verwendet werden.

Beteiligte Institutionen am Vergabe- und Kontrollverfahren

Die Europäische Kommission beauftragt als Labelinhaber einen speziellen Ausschuss (AEUUZ) für die Kriterienentwicklung. In ihm sind die für das Umweltzeichen zuständigen Stellen der Mitgliedstaaten sowie Umwelt-, Verbraucher- und Industrieverbände, Gewerkschaften, Handel und kleinere und mittlere Unternehmen vertreten.

Die Kriterien werden darauf zur Abstimmung den Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission vorgelegt. Bei den zertifizierten Produkten werden stichprobenartige Kontrollen durch unabhängige Prüfer und den Verein für Konsumenteninformation durchgeführt.

Gütezeichen-Typ

Gütezeichen

Vergabestelle

Europäische Kommission - European Eco-Labelling Board (EELB)
In Österreich: BMK
Stubenbastei 5
A-1010 Wien

http://www.eco-label.com/german/

ecolabel@cec.eu.int

Kontrollstelle

Stichprobenartige Kontrollen durch den Verein für Konsumenteninformation (VKI) und unabhängige Berater und Prüfer

https://www.umweltzeichen.at/de/ecolabel/start

info@umweltzeichen.at

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