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Nordisches Umweltzeichen

Textilien, Häute/Felle und Leder (Version 4.12 • 12 December 2012 - 31 December 2021)

Bewertung der Redaktion: empfehlenswert

  • Umweltlabel: ja
  • Soziallabel: nein
  • Themenlabel: nein

Das Nordische Umweltzeichen, auch "Nordic Swan" genannt, wird Produkten und Dienstleistungen verliehen, die gehobene Standards bezüglich ihrer Leistung im Bereich Umweltschutz und Qualität erfüllen. Die Richtlinie kennzeichnet Textilien, Häute und Felle, sowie Leder.

Dieses Label gehört zu einer Gruppe aus mehreren Richtlinien. Alle anzeigen

Wofür das Label steht

Kleidung & Textilien

Beschreibung

Der Nordic Swan ist das offizielle Umweltzeichen der nordischen Länder und wurde 1989 vom Nordischen Ministerrat eingeführt. Es handelt sich dabei um ein Label, welches Produkte kennzeichnet, die strenge Umwelt- und Klimakriterien erfüllen. Dabei wird der gesamte Lebenszyklus eines Produktes betrachtet und wichtige Kriterien wie Energieverbrauch, Klimaaspekte, Wasserverbrauch, Einsatz von Chemikalien, sowie nachhaltige Rohstoffbeschaffung begutachtet.

Das Umweltzeichen Nordic Swan für Textilien, Felle/Häute und Leder kann auf sämtliche Stoffe angewandt werden, die für die Produktion von Heimtextilien oder Bekleidung im weitesten Sinne zur Anwendung kommen. Im Zentrum der Begutachtung stehen die Produktion der Fasern und die kontrollierte Verwendung von Chemikalien im Hinblick auf eine verbesserte Umweltleistung, sowie der Sicherstellung von Gesundheit und Sicherheit von Arbeitern und Konsumenten.

Gültig bis 31.12.2020

Erfüllte Kriterien für Textilien, Häute/Felle und Leder

Die ausgewählten Beispiele für die einzelnen Kriterien stellen lediglich einen Auszug dar und geben einen Überblick über die wichtigsten Vorgaben für dieses Label.

  • Eingeschränkter Einsatz umweltschädlicher und gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe: Für Woll- und andere Keratinfasern (Wolle von Schafen, Kamelen, Alpakas und Ziegen) gelten spezifische Höchstwerte für Additive.
  • Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau: Baumwollprodukte und andere natürliche Faserstoffe müssen zu mindestens 10% aus biologischen Anbau stammen.
  • Abwasseraufbereitung: Der chemische Sauerstoffbedarf (COD), der zur Beurteilung der Schadstoffbelastung von Abwässern dient, ist streng reglementiert (z.B. beim Scheuern von Wolle).
  • Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend: Flachs, Bambus- und Bastfasern dürfen nur aus Quellen stammen, die beim Einsatz von Pestiziden die EU-Richtlinien einhalten. Die Schadstoffe, die bei der Produktion von Acrylfasern (Acrylnitril), Elastan, Polyamide (Stickstoffdioxid) und Polyester (Antimon) entstehen unterliegen Grenzwerten. Zudem sind bleibasierende Pigmentstoffe in Polypropylen-Fasern verboten. Waschmittel, Weichmacher und Komplexbildner, die im Produktionsprozess zum Einsatz kommen müssen biologische abbaubar sein. Auch die Färbung der Stoffe unterliegt genauen Vorgaben (z.B. keine Verwendung von Azo-Farbstoffen). Des Weiteren muss bei der Produktion der Energieverbrauch aufgezeichnet werden. Der Wasserverbrauch unterliegt bei der Gerbung ebenfalls Maximalwerten.
  • Soziale Verantwortung: Bei Lederwaren muss die Nachverfolgbarkeit der Produktionskette, inklusive der Tierhaltung, sichergestellt sein. Die Verwendung von Federn/Daunen von lebenden Tieren ist verboten. Betreffend den Arbeitsbedingungen müssen an allen Produktionsstätten die Vorschriften der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) eingehalten werden; diese inkludieren: Ausschluss von Kinderarbeit, Diskriminierung und Zwangsarbeit, sowie Sicherstellung der Versammlungsfreiheit.
  • Verbot bestimmter Inhaltsstoffe: Es dürfen keine Stoffe verwendet werden, die als krebserzeugend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgefährdend eingestuft sind. Halogenorganische Verbindungen, wie PVC, sind neben anderen Zusätzen ebenfalls verboten. Substanzen, die in der REACH Kandidatenliste aufscheinen dürfen in der Faserproduktion nicht verwendet werden. Zum Bleichen von Zellulosefasern darf kein Chlorgas verwendet und nur eine begrenzte Menge an Schwefelemissionen, Zink- und Kupfereintrag in Abwässern auftreten. Bei der Verarbeitung von Ledern und Fellen dürfen unter anderem kein Chrom, Cadmium, Blei oder Stoffe der REACH Kandidatenliste (bei der Gerbung) verwendet werden.

Kontrollverfahren

An der Entwicklung der Standards sind Experten aus den Nordischen Umweltzeichen Organisationen mit dabei. Diesen entwickeln Vorschläge für Kriterien und bringen diese ein. Ebenso werden oftmals andere Organisationen einbezogen, bevor die Kriterien festgelegt werden. Die Kriterien werden alle drei bis fünf Jahre überarbeitet. Die Kontrollen erfolgen durch unabhängige Dritte.

Quelle: http://www.nordic-ecolabel.org/product-groups/group/?productGroupCode=039

Gütezeichen-Typ

Gütezeichen

Vergabestelle

Ecolabelling Sweden
SE-118 80 Stockholm
Sweden

http://www.nordic-ecolabel.org

info@ecolabel.se

Schweden: ansokan@svanen.se
Dänemark: application@ecolabel.dk
Finnland: application@ecolabel.fi
Norwegen: rj@svanenmerket.no
Island: ust@ust.is

Kontrollstelle

Nordic Ecolabelling Board
General manager:
Bjorn-Erik Lonn
c/o Norwegian Foundation for Environmental Labelling
Henrik Ibsens Gate 20

https://www.globalecolabelling.net/gen-members/nordic-countries/

bel@ecolabel.no

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