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Österreichisches Umweltzeichen

Bürostühle und Bürodrehstühle (UZ 34)

Bewertung der Redaktion: empfehlenswert

  • Umweltlabel: ja
  • Soziallabel: nein
  • Themenlabel: nein

Zertifikat für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen Die Richtlinie für Holzmöbel zeichnet Möbel aus, die von der Produktion bis zur Entsorgung gehobene Umweltansprüche und zugleich auch hohe Ansprüche an Gesundheits- und Arbeitsschutz erfüllen.

Dieses Label gehört zu einer Gruppe aus mehreren Richtlinien. Alle anzeigen

Wofür das Label steht

Polstermöbel

Beschreibung

Das Österreichische Umweltzeichen wird Produkten und Dienstleistungen verliehen, die gehobene Standards bezüglich ihrer Leistung im Bereich Umweltschutz und Qualität erfüllen.

Zielsetzung dieser Richtlinie ist es, jene Büroarbeitsstühle und Bürostühle zu fördern, die auf Grund der eingeschränkten Materialvielfalt und ihrer Konstruktion eine optimale Verwertung der Produkte nach Gebrauchende ermöglichen. Der Aspekt der nachhaltigen, kreislauforientierten Wirtschaft wird auch durch den Einsatz von Materialien auf Basis nachwachsender Rohstoffe bzw. Recyclat unterstützt. Neben der Umweltverträglichkeit der Produkte werden an die Stühle auch ergonomische Anforderungen gestellt, die dem Benutzer „richtiges Sitzen“ ermöglichen sollen.

Erfüllte Kriterien für Bürostühle und Bürodrehstühle

  • Rohstoffe aus nachhaltiger Bewirtschaftung: Mindestens 50 Massen% aller verwendeten Nichtmetallteile müssen aus nachwachsenden Rohstoffen oder aus Recyclingmaterial  (z.B. Aluminium und Aluminiumlegierungen: Bei der Verwendung von Aluminium müssen mindestens 30 Massen% Sekundäraluminium eingesetzt werden) stammen.
  • Emissionsgrenzwerte im Endprodukt: Emissionsgrenzwerte für Formaldehyd und flüchtig organischen Verbindungen.
  • Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend: es gibt Luft- und Lärmemissions-Grenzwerte für den Produktionsstandort. Die Betriebe müssen ein Abfallwirtschaftskonzept aufweisen
  • Langlebigkeit: Es ist entweder ein Reparatur- und Pflegeservice, ein Ersatz von Verschleißteilen für mindestens 10 Jahre oder ein Rücknahmesystem zu errichten
  • Umweltschonende Verpackung: Eingesetzte Kunststoffe müssen frei von halogenierten organischen Verbindungen sein.
  • Verbot bestimmter Inhaltsstoffen: z.B. Polyurethan Weichschaumteile: Ausschluss von FKW, FCKW oder H-FCKW als Treibmittel; zur Färbung der Bezugsmaterialien dürfen keine Farbstoffe auf Basis der Schwermetalle Cadmium, Chrom 6+, Quecksilber, Blei oder deren Verbindungen verwendet werden. Die Verwendung halogenierter Flammschutzmittel, Antimonoxide und PVC ist untersagt, ebenso der Einsatz von chromgegerbtem Leder sowie die Verwendung von halogenierten synthetischen Bezugsmaterialien. Weiters dürfen keine gefährlichen Stoffe oder Gemische, die die Kriterien für die Zuordnung zu einem oder mehreren Gefahrenhinweisen oder Gefahrensätzen gemäß Verordnung erfüllen.
  • Eingeschränkter Einsatz umweltschädlicher und gesundheitschädlicher Inhaltsstoffe
  • Recyclinggerechte Konstruktion: Die Verbindung unterschiedlicher Materialien muss so gestaltet sein, dass diese mit geringem Aufwand sortenrein voneinander getrennt werden können. Klebeverbindungen zwischen Holz und Holzwerkstoffen untereinander sind zulässig, der Einsatz von Verbundmaterialien ist nicht gestattet.

Der Hersteller bzw. der Vertreiber muss sich zur Rücknahme des Produkts nach Gebrauchende verpflichten. Weiters sind ergonomische Anforderungen in der Richtlinie festgehalten.

Beteiligte Institutionen am Vergabe- und Kontrollverfahren

Eine Umweltzeichen-Richtlinie wird auf Vorschlag des „Beirats Umweltzeichen“, einem Beratungsgremium des Umweltministers, von einem Fachausschuss unter Vorsitz des Verein für Konsumenteninformation (VKI) erarbeitet. Stichprobenartige Kontrollen durch den VKI und unabhängige Berater und Prüfer.

Details

Die Anforderungen an ein Produkt mit Umweltzeichen sind umfassend: in über 50 Richtlinien werden Standards und Kriterien von Fachleuten aus Umwelt, Wirtschaft und Konsumentenschutz erarbeitet und laufend aktualisiert. Die Leitung hat der Verein für Konsumenteninformation inne.

Betriebe oder Händler können ihre Produkte oder Dienstleistungen mit dem Österreichischen Umweltzeichen auszeichnen lassen. Produktkennzeichnung ist ein wichtiges Element, um erreichte Produktverbesserungen erfolgreich zu kommunizieren und am Markt zu bewerben.

Die Nutzung des Umweltzeichens wird mittels Lizenzierungsverfahren geregelt und sind im Umweltzeichen-Vertrag festgelegt, den die Zeichennutzer mit dem Lebensministerium abschließen.

Das Österreichische Umweltzeichen liefert der Öffentlichkeit Informationen über die Umweltbelastung bei Herstellung, Gebrauch und Entsorgung. von Verbrauchsgütern. Den KonsumentInnen und BeschafferInnen zeigt es umweltfreundliche Produktalternativen auf. Das Umweltzeichen motiviert Hersteller und Handel, weniger umweltbelastende Produkte zu entwickeln und anzubieten. Am Markt wird dadurch ein dynamischer Prozess ausgelöst, der das Angebot in Richtung umweltfreundlichere Produkte und Dienstleistungen prägt.

Produkte mit dem Umweltzeichen müssen eine Reihe von Umweltkriterien erfüllen und deren Einhaltung durch ein unabhängiges Gutachten nachweisen.

Ausgezeichnet werden nur jene nachgewiesen umweltschonenden Produkte, die auch eine hohe Qualität und Gebrauchstauglichkeit aufweisen. Auf diese Weise kombiniert das Umweltzeichen hohen Umweltstandard mit Qualität und Produktsicherheit.

Gütezeichen-Typ

Gütezeichen

Vergabestelle

Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK)
Abt. V/7 Betrieblicher Umweltschutz und Technologie
1010 Wien, Stubenbastei 5
Tel.: 43(0)1 711 00 611656
info@umweltzeichen.at
www.bmk.gv.at

https://www.umweltzeichen.at/de/f%C3%BCr-interessierte/der-weg-zum-umweltzeichen

info@umweltzeichen.at

Kontrollstelle

Stichprobenartige Kontrollen durch den Verein für Konsumenteninformation (VKI) und unabhängige Berater und Prüfer

https://www.umweltzeichen.at/de/home/start

info@umweltzeichen.at

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