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Österreichisches Umweltzeichen

Torffreie Kultursubstrate, Bodenhilfsstoffe, Düngemittel, Komposte, Kulturerden aus Kompost (UZ 32)

Bewertung der Redaktion: empfehlenswert

  • Umweltlabel: ja
  • Soziallabel: nein
  • Themenlabel: nein

Zertifikat für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen Die Richtlinie für Kultursubstrate und Bodenverbesserer zeichnet Produkte aus, die zu hundert Prozent torffrei sind.

Dieses Label gehört zu einer Gruppe aus mehreren Richtlinien. Alle anzeigen

Wofür das Label steht

Substrate & Düngemittel

Beschreibung

Das Österreichische Umweltzeichen wird Produkten und Dienstleistungen verliehen, die gehobene Standards bezüglich ihrer Leistung im Bereich Umweltschutz und Qualität erfüllen.

Pro Jahr wächst der Torfkörper etwa einen Millimeter, zwei Meter Torfschicht entstehen also in rund 2000 Jahren. Große Mengen an Treibhausgasen werden dabei dauerhaft der Atmosphäre entzogen; global doppelt so viel wie durch die Biomasse der Wälder (Parish et al. 2008)1 – der Abbau dieser fossilen Rohstoffe geschieht in nur kurzer Zeit und bildet in unseren Breiten außerhalb des Energiesektors die bedeutenste Einzelquelle für Treibhausgase (Drösler et al. 2011) .

Österreich ist mit der Unterzeichnung der Alpenschutzkonvention zum Erhalt von Hoch- und Flachmooren eine Verpflichtung zum mittelfristigen Ausstieg aus der Torfnutzung eingegangen. Derzeit werden jährlich noch rund 160.000 Tonnen Torf vor allem aus Osteuropa importiert; abgebaut aus noch intakten Moorlandschaften. Neben der Zerstörung selten gewordener Naturlandschaften, werden dabei zusätzlich durch den Transport enorme Mengen CO2– Äquivalente freigesetzt. Der Großteil des Torfs in Österreich wird für Erwerbsgartenbau, Hausgärten, Moorbeete, Gemüse- und Blumenbeete, Friedhöfe, Parks- und Straßenbegrünungen verwendet. Dabei kann Torf durch richtig aufbereitete Holzfasern, Tonmineralien, Lavagranulaten, Laubkompost und biogenen Abfällen ersetzt werden.

Intention dieser Richtlinie ist daher Torf, Guano oder sonstige erschöpfbare Ausgangsmaterialien in Kultursubstraten, Bodenhilfsstoffen und Düngern zu substituieren und ökologische Kreislaufwirtschaft weitgehend zu verwirklichen. Dabei sollen für das naturnahe Gärtnern und Balkonbepflanzungen umweltgerechte alternative Erdenprodukte mit hoher Qualität auf den Markt gebracht werden.

Erfüllte Kriterien für torffreie Kultursubstrate und Bodenverbesserer

  • Verbot bestimmter Inhaltsstoffe, Torf frei: zum Schutz der gefährdeten Torfbiotope wird Torf durch andere wasserspeichernde Inhaltsstoffe ersetzt
  • Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend: Mineralische Rohstoffe dürfen nicht aus notifizierten Gebieten zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume stammen, weiters nicht aus Gebieten des Netzwerks Natura 2000 und gleichwertigen Gebieten außerhalb der Europäischen Union
  • Biologisch abbaubar: Kultursubstrate, Vodenhilfstoffe, Komposte, Kulturerden aus Kompost, organische Dünger und organisch- mineralische Dünger erhalten Umweltzeichen, wenn die verwendeten organischen Rohstoffe biogene Rohstoffe sind bzw. aus der Vewertung von Abfällen stammen
  • Umweltschonende Verpackung: Eingesetzte Kunststoffe müssen frei von halogenierten organischen Verbindungen sein

Beteiligte Institutionen am Vergabe- und Kontrollverfahren

Eine Umweltzeichen-Richtlinie wird auf Vorschlag des „Beirats Umweltzeichen“, einem Beratungsgremium des Umweltministers, von einem Fachausschuss unter Vorsitz des Verein für Konsumenteninformation (VKI) erarbeitet.Stichprobenartige Kontrollen durch den VKI und unabhängige Berater und Prüfer.

Details

Die Anforderungen an ein Produkt mit Umweltzeichen sind umfassend: in über 50 Richtlinien werden Standards und Kriterien von Fachleuten aus Umwelt, Wirtschaft und Konsumentenschutz erarbeitet und laufend aktualisiert. Die Leitung hat der Verein für Konsumenteninformation inne. Die Nutzung des Umweltzeichens wird mittels Lizenzierungsverfahren geregelt und sind im Umweltzeichen-Vertrag festgelegt, den die Zeichennutzer mit dem Lebensministerium abschließen.

Das Österreichische Umweltzeichen liefert der Öffentlichkeit Informationen über die Umweltbelastung bei Herstellung, Gebrauch und Entsorgung. von Verbrauchsgütern. Den KonsumentInnen und BeschafferInnen zeigt es umweltfreundliche Produktalternativen auf. Produkte mit dem Umweltzeichen müssen eine Reihe von Umweltkriterien erfüllen und deren Einhaltung durch ein unabhängiges Gutachten nachweisen.

Ausgezeichnet werden nur jene nachgewiesen umweltschonenden Produkte, die auch eine hohe Qualität und Gebrauchstauglichkeit aufweisen. Auf diese Weise kombiniert das Umweltzeichen hohen Umweltstandard mit Qualität und Produktsicherheit.

Quelle: https://www.umweltzeichen.at/file/Richtlinie/UZ%2032/Long/UZ32_R6a_Kultursubstrate_Bodenhilfsstoffe_D%C3%BCnger_Kompost_Kulturerde%20aus%20Kompost_2015.pdf

Gütezeichen-Typ

Gütezeichen

Vergabestelle

Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK)
Abt. V/7 Betrieblicher Umweltschutz und Technologie
1010 Wien, Stubenbastei 5
Tel.: 43(0)1 711 00 611656
info@umweltzeichen.at
www.bmk.gv.at

https://www.umweltzeichen.at/de/f%C3%BCr-interessierte/der-weg-zum-umweltzeichen

info@umweltzeichen.at

Kontrollstelle

Stichprobenartige Kontrollen durch den Verein für Konsumenteninformation (VKI) und unabhängige Berater und Prüfer

https://www.umweltzeichen.at/de/home/start

info@umweltzeichen.at

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