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Österreichisches Umweltzeichen

Emissionsarme Polstermöbel (UZ 54)

Bewertung der Redaktion: empfehlenswert

  • Umweltlabel: ja
  • Soziallabel: nein
  • Themenlabel: nein

Zertifikat für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen Die Richtlinie für emissionsarme Polstermöbel zeichnet Möbel aus, die von der Produktion bis zur Entsorgung gehobene Umweltansprüche und zugleich auch hohe Ansprüche an Gesundheits- und Arbeitsschutz erfüllen.

Dieses Label gehört zu einer Gruppe aus mehreren Richtlinien. Alle anzeigen

Wofür das Label steht

Polstermöbel

Beschreibung

Das Österreichische Umweltzeichen wird Produkten und Dienstleistungen verliehen, die gehobene Standards bezüglich ihrer Leistung im Bereich Umweltschutz und Qualität erfüllen.

Mit dem Umweltzeichen für Polstermöbel sollen Möbel gekennzeichnet werden können, die – über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus:

  • umweltfreundlich hergestellt werden – dies betrifft insbesondere Leder, Textilien und Polstermaterialien,
  • unter Einsatz von Materialien, die die Umwelt weniger belasten, hergestellt werden
  • keine Schadstoffe enthalten, die bei der Verwertung erheblich stören.
  • Der Einsatz von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft und von emissionsarmen Holzwerkstoffen wird unterstützt

Erfüllte Kriterien für Polstermöbel

  • Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung: Es ist sicherzustellen, dass das gesamte verarbeitete Holz aus legalen Quellen stammt. Darüber hinaus müssen mindestens 50% des Holzes bzw. 50% der primären Rohstoffe für Holzwerkstoffe aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen, die nachweislich ökonomisch tragfähig, umweltgerecht und sozialverträglich bewirtschaftet werden.
  • Emissionsgrenzwerte im Endprodukt: Emissionsgrenzwerte für Formaldehyd und flüchtig organischen Verbindungen.
  • Eingeschränkter Einsatz umweltschädlicher- und gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe: Emissionsgrenzwerte für Formaldehyd und flüchtig organischen Verbindungen. Vorgaben für Leder, Textilien, Mottenschutz, Polstermaterialien, Beschichtungssysteme, damit keine Stoffe enthalten sind, die nach EU-Richtlinien als gefährlich, krebserregend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgefährdend gelten.
  • Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend: es gibt Luft- und Lärmemissions-Grenzwerte für den Produktionsstandort. Die Betriebe müssen ein Abfallwirtschaftskonzept aufweisen
  • Verbote von Inhaltsstoffen: Verboten sind u. a. halogenierte Flammschutzmittel, Antimonoxide und PVC. Ebenso dürfen keine gefährlichen Stoffe oder Gemische, die die Kriterien für die Zuordnung zu einem oder mehreren Gefahrenhinweisen oder Gefahrensätzen gemäß Verordnung erfüllen
  • Langlebigkeit: Ersatz von Verschleißteilen ist für mindestens 5 Jahre gewährleistet.
  • Soziale Verantwortung: Die grundlegenden Prinzipien und Rechte in Bezug auf die Arbeitsbedingungen, wie sie in den geltenden Kernarbeitsnormen der internationalen Arbeitsorganisationen (ILO-Kernarbeitsnorm) festgelegt sind, müssen während der Wertschöpfungskette zur Herstellung der mit dem Umweltzeichen gekennzeichneten Produkte erfüllt werden.

Beteiligte Institutionen am Vergabe- und Kontrollverfahren

Eine Umweltzeichen-Richtlinie wird auf Vorschlag des „Beirats Umweltzeichen“, einem Beratungsgremium des Umweltministers, von einem Fachausschuss unter Vorsitz des Verein für Konsumenteninformation (VKI) erarbeitet. Stichprobenartige Kontrollen durch den VKI und unabhängige Berater und Prüfer.

Details

Die Anforderungen an ein Produkt mit Umweltzeichen sind umfassend: in über 50 Richtlinien werden Standards und Kriterien von Fachleuten aus Umwelt, Wirtschaft und Konsumentenschutz erarbeitet und laufend aktualisiert. Die Leitung hat der Verein für Konsumenteninformation inne. Betriebe oder Händler können ihre Produkte oder Dienstleistungen mit dem Österreichischen Umweltzeichen auszeichnen lassen.

Produktkennzeichnung ist ein wichtiges Element, um erreichte Produktverbesserungen erfolgreich zu kommunizieren und am Markt zu bewerben. Die Nutzung des Umweltzeichens wird mittels Lizenzierungsverfahren geregelt und sind im Umweltzeichen-Vertrag festgelegt, den die Zeichennutzer mit dem Lebensministerium abschließen.

Das Österreichische Umweltzeichen liefert der Öffentlichkeit Informationen über die Umweltbelastung bei Herstellung, Gebrauch und Entsorgung von Verbrauchsgütern. Den KonsumentInnen und BeschafferInnen zeigt es umweltfreundliche Produktalternativen auf.

Das Umweltzeichen motiviert Hersteller und Handel, weniger umweltbelastende Produkte zu entwickeln und anzubieten. Am Markt wird dadurch ein dynamischer Prozess ausgelöst, der das Angebot in Richtung umweltfreundlichere Produkte und Dienstleistungen prägt. Produkte mit dem Umweltzeichen müssen eine Reihe von Umweltkriterien erfüllen und deren Einhaltung durch ein unabhängiges Gutachten nachweisen.

Ausgezeichnet werden nur jene nachgewiesen umweltschonenden Produkte, die auch eine hohe Qualität und Gebrauchstauglichkeit aufweisen. Auf diese Weise kombiniert das Umweltzeichen hohen Umweltstandard mit Qualität und Produktsicherheit.

Gütezeichen-Typ

Gütezeichen

Vergabestelle

Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK)
Abt. V/7 Betrieblicher Umweltschutz und Technologie
1010 Wien, Stubenbastei 5
Tel.: 43(0)1 711 00 611656
info@umweltzeichen.at
www.bmk.gv.at

https://www.umweltzeichen.at/de/f%C3%BCr-interessierte/der-weg-zum-umweltzeichen

info@umweltzeichen.at

Kontrollstelle

Stichprobenartige Kontrollen durch den Verein für Konsumenteninformation (VKI) und unabhängige Berater und Prüfer

https://www.umweltzeichen.at/de/home/start

info@umweltzeichen.at

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