Ratgeber10 Tipps für einen umweltfreundlichen Winter Gerade in der kalten Jahreszeit kann unser ökologischer Fußabdruck schnell ansteigen. Von der Heizung, über die Mobilität bis hin zum Lebensmitteleinkauf – es gibt viele Aspekte, die wir in Betracht ziehen können, um nachhaltiger durch den Winter zu kommen. Folgende Tipps helfen dabei. Hintergrundwissen Warum vergrößert sich unser ökologischer Fußabdruck im Winter? Heizen: Im Schnitt fallen 70% der gesamten Energie in einem Haushalt auf das Heizen. Der Wärmebedarf steigt im Winter natürlich beträchtlich, wodurch auch die Emissionen, die dadurch entstehen, ansteigen. Ernährung: Auf unseren Feldern wachsen im Winter weniger Lebensmittel. In den Supermärkten findet man noch mehr Exportware als sonst. Österreichische Glashäuser müssen beheizt werden. Der Wintertourismus greift in die Natur ein und lässt den Individualverkehr ansteigen. An- und Abreise zu Wintersportorten verursachen bei Winterurlauben den größten Teil der CO2-Emissionen. In der dunklen Jahreszeit benötigen wir mehr Strom. Gleichzeitig ist die Verfügbarkeit von erneuerbaren Energien geringer. 1. Heize effizient Im Schnitt fallen 70% der gesamten Energeie in einem Haushalt auf das Heizen. (klimaaktiv.at) Der Wärmebedarf steigt im Winter natürlich beträchtlich. Achte darauf, dass deine Fenster bzw. Außen-Türen möglichst gut isoliert sind, um den Energieverbrauch zu reduzieren. Kurzes Stoßlüften sorgt für frische Luft; vermeide aber dauerhaft gekippte Fenster, damit nicht zu viel Wärme bei kalten Temperaturen verloren geht. Schließe Türen zu kühleren Räumen, insbesondere zu Dachböden oder Kellern. Achte darauf, dass dein Heizkörper nicht von Gegenständen verstellt ist, um die Wärme besser zu nutzen und entlüfte deine Heizkörper regelmäßig, um Heizkosten zu sparen. Rollos, Rollläden oder zugezogene Gardinen nach Einbruch der Dunkelheit helfen, die Kälte draußen zu halten und die Wärme drinnen zu bewahren. Investiere längerfristig in erneuerbare Energiequellen, sofern das für dich und deine Wohnsituation möglich ist. Hier findest du noch mehr Tipps zum richtigen Heizen. Mit ein paar einfachen Tricks, wie effizientes Lüften, die Verwendung von Rolläden und dem Freiräumen von Heizkörpern kannst du Heizkosten sparen. 2. Wähle regionale und saisonale Lebensmittel Grüne Bohnen, Kiwis oder Weintrauben werden im Winter oft eingeflogen und belasten das Klima. Setze auf Lebensmittel, die in der Region angebaut werden und der Saison entsprechen, wie zum Beispiel Kohlarten und Wurzelgemüse, eingelagerte Äpfel und Birnen. Dies verringert nicht nur den CO2-Fußabdruck durch den Transport, sondern unterstützt auch lokale Landwirt:innen. Im Saisonkalender erfährst du, was gerade bei uns im Angebot ist. 3. Probiere sanfte Wintersportarten aus Unser Wintertourismus kann die Umwelt belasten: Der Betrieb von Liftanlagen benötigt viel Energie. Die Geräte, die bei der Pistenpräparation verwendet werden, werden werden hauptsächlich mit fossilen Kraftstoffen betrieben. Für die künstliche Beschneiung werden in einer Saison 50 Millionen Kubikmeter Wasser benötigt, das entspricht 300 Millionen vollen Badewannen. Die Energie, die für den Betrieb der Schneekanonen in einer Saison benötigt wird, entspricht dem jährlichen Energeiverbrauch von 67.500 Einfamilienhäusern. (wasseraktiv.at) Für die perfekte Piste und den Bau von Liftanlagen wird in die Natur eingegriffen – Wälder werden gerodet. Durch den Lärm und die Lichtverschmutzung wird in den Lebensraum von Wildtieren eingegriffen. (wwf.at) Der größte Teil der CO2-Emissionen eines Winterurlaubes – nämlich 75% – fällt bei der An- und Abreise zu den Wintersportorten an. (klimaaktiv.at) Es gibt aber zahlreiche Wintersportarten, für die du nicht weit anreisen musst und die weniger in die Natur eingreifen. Winteraktivitäten wie Walken, Schneeschuhwandern, eine Fackelwanderung, Langlaufen oder Rodeln sind sanftere Alternativen. Statt einem Ski-Urlaub kannst du deinen Winter auch bei Spaziergängen, Schneeschuhwanderungen oder beim Rodeln genießen. 4. Wähle nachhaltige Fortbewegungsmittel Fahrrad fahren im Winter kann angesichts von Glätte und kalten Temperaturen eine Herausforderung sein. Öffentliche Verkehrsmittel, Fahrgemeinschaften oder Carsharing sind umweltfreundliche Alternativen zum Auto. Wähle, wenn möglich das Fahrrad für kurze Strecken und rüste es mit winterfesten Reifen aus. Du planst einen Winterurlaub? Checke vorab ob der Urlaubsort auch mit dem Zug erreichbar ist. Bei einer Anreise mit dem Zug werden weniger als die Hälfte der CO2-Emissionen im Vergleich zu einer Anreise mit dem eigenen Auto ausgestoßen. (klimaaktiv.at) Viele Hotels bieten mittlerweile einen Shuttleservice vom Bahnhof an. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird immer einfacher und ist sehr komfortabel. Genieße die vorbeiziehende Landschaft und komme entspannt an deinem Zielort an. 5. Achte bei Winterkleidung auf Nachhaltigkeits-Labels Kunstpelze sind eine gute Alternative zu echten Pelzen, die mit Tierleid und umweltschädlichen Chemikalien verbunden sind. Entscheide dich für hochwertige, langlebige Winterkleidung aus fairer und umweltfreundlicher Produktion, erkennbar an Labels wie GOTS, Naturtextil IVN zertifiziert Best, dem EU-ECO-Label oder dem Fairtrade Certified Cotton-Zeichen. Second-Hand-Läden bieten eine umweltfreundliche Alternative, um dem schnellen Modetrend zu entkommen und einzigartige Stücke zu finden. Weitere Tipps findest du hier. 6. Verwende umweltfreundliche Streumittel Bei starkem Schneefall oder Temperaturen unter null Grad besteht die Gefahr von Glatteis im Freien. Verwende statt Streusalz lieber Schneeschieber und Besen, um die Umwelt zu schonen oder greife zu umweltfreundlichen Streumitteln erkennbar am „Blauen Engel“, die salzfrei sind und somit Pflanzen sowie Gewässer nicht belasten. Mit umweltfreundlichen Streumitteln sorgst du nicht nur für Sicherheit, sondern vermeidest auch die Belastung von Pflanzen und Gewässern. 7. Gehe sparsam mit Wasser um Achte darauf, dass du Wasser nicht unnötig laufen lässt und behebe undichte Leitungen. Verwende warmes Wasser sparsam, um den Energieverbrauch zu minimieren. In unserem Ratgeber findest du noch mehr Tipps zum Wassersparen. 8. Starte kreative Upcycling und DIY-Projekte Aus Alt mach neu – nutze die Winterzeit für kreative Projekte. Hauche ausgemusterten Kleidungsstücken als Accessoires neues Leben ein oder verarbeite sie zu Stoffrollen, die du als Abdichtung für undichte Fenster und Türen verwenden kannst. Gestalte dein zu Hause winterlich mit umweltfreundlicher Dekoration aus Naturmaterialen wie zum Beispiel Zweigen und Zapfen. Schaffe dir ein gemütliches zu Hause mit Dekoration aus Naturmaterialien, wie Holz, Zapfen oder Kastanien. 9. Verwende elektronische Geräte effizient Schalte Elektrogeräte aus, wenn du sie nicht benötigst, und ziehe Ladegeräte aus der Steckdose, um den Standby-Verbrauch zu minimieren. Schalte Lichterketten vor dem Schlafen-Gehen aus, nutze die Timer-Funktion oder eine Zeitschaltuhr. Überlege, ob du elektrische Heizungen und Decken durch umweltfreundlichere Alternativen wie Wolldecken oder warme Kleidung ersetzen kannst. 10. Greife zu einer energieeffizienten Beleuchtung In der dunklen Jahreszeit brauchen wir viel Licht. LED-Lampen anstelle von Glühbirnen verbrauchen viel weniger Energie und haben eine längere Lebensdauer. Setze zudem auf natürliche Lichtquellen, um tagsüber Energie zu sparen. Mit LED-Lampen kannst du Energie sparen. teilen teilen teilen E-Mail Was dich noch interessieren könnte Zurück Wissenswert Nachhaltiger Winterurlaub - Die Natur genießen und schützen Wissenswert Garten winterfit machen - eine Checkliste Wissenswert Merinowolle - nachhaltig und ohne Tierleid Fokusthema „Vegan for future“? Pflanzlicher Start ins Jahr und darüber hinaus Ratgeber Heizen und Warmwasser Inspiration Familien-Neujahrsvorsätze mit Spaßfaktor: 12 nachhaltige Ziele für jedes Monat des Jahres Wissenswert Inspirierende Neujahrsvorsätze für einen klimafreundlichen Lebensstil Weiter