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KategorienWissenswertSommer ohne Mikroplastik: Tipps für deine umweltfreundliche Pflegeroutine

Sommer bedeutet Sonne, Natur und Leichtigkeit. Damit wir unterwegs bestens gerüstet sind, greifen wir schnell zu unterschiedlichen Kosmetikprodukten, wie zum Beispiel kleinen Sonnencremes, Duschgels oder Bodylotions. Diese Pflegeprodukte enthalten jedoch Kunststoffe, die in unsere Umwelt gelangen – beim Duschen nach dem Badetag, beim Eincremen am See oder auf Reisen mit praktischen Mini-Produkten. Wir zeigen dir, wie du das lästige Mikroplastik vermeiden kannst.

Warum Mikroplastik in Kosmetikprodukten problematisch ist

  • Was ist Mikroplastik eigentlich?

    Wenn wir von Mikroplastik sprechen, meinen wir winzige Kunststoffpartikel, die nur schwer abbaubar sind. In Kosmetikprodukten übernehmen sie unterschiedliche Funktionen – etwa als Bindemittel, Filmbildner oder Peelingkörper.

  • Welche Auswirkungen hat Mikroplastik auf die Umwelt und uns Menschen?

    Meist gelangt das Mikroplastik von Kosmetika über das Abwasser in Flüsse und Meere und baut sich dort nur sehr langsam ab.

    Die Auswirkungen von Mikroplastik auf unsere Gesundheit sind noch nicht ausreichend erforscht. Sicher ist, dass es auch in unseren Körper gelangt. In welchen Mengen wir Mikroplastik aufnehmen und von wo genau (z.B. über Lebensmittelverpackungen oder über die Luft) ist jedoch unklar. Die Umweltberatung empfiehlt vorbeugend zu handeln und Plastik so gut wie möglich zu vermeiden (umweltberatung.at).

Pflegeprodukte ohne Mikroplastik

Ein einfacher Weg, Mikroplastik zu vermeiden, ist der Griff zu zertifizierter Naturkosmetik. Sie verzichtet auf erdölbasierte Kunststoffe und setzt stattdessen auf natürliche, biologisch abbaubare Inhaltsstoffe. Orientierung bieten Siegel wie:

  • NATRUE   
  • Ecocert COSMOS oder BDIH Cosmos
  • Österreichisches Umweltzeichen
  • Blauer Engel
  • EU Ecolabel

In unserem Ratgeber „10 Tipps für nachhaltige Kosmetik“ findest du weitere Tipps und Labels.

Feste Shampoos und Seifen: Weniger Verpackung, weniger Plastik

Feste Shampoos und Seifen sind ideale Begleiter für den Sommerurlaub. Prüfe aber auch hier die Inhaltsstoffe und achte auf Zertifizierungen. Ihre Vorteile:

  • Sie kommen meist ohne Plastikverpackung aus.
  • Sie sind ergiebig und leicht zu transportieren.
  • Sie enthalten oft weniger synthetische Zusatzstoffe.
  • Im Handgepäck gelten sie nicht als Flüssigkeit.

Mineralische Sonnencremes als umweltfreundliche Alternative

  • Sonnencreme gehört im Sommer unbedingt dazu. In herkömmlichen Sonnenschutzmitteln befinden sich aber oft Nanopartikel – und das nicht nur in Produkten mit chemischem UV-Filter. Als Alternative werden daher mineralische Sonnencremes mit Zinkoxid oder Titandioxid empfohlen. Aber auch diese Inhaltsstoffe stehen in der Kritik, die Gesundheit zu gefährden. Wir empfehlen zu zertifizierter Naturkosmetik zu greifen.
  • Nach dem Sonnenbaden ist eine Abkühlung im Wasser immer willkommen. Beim Sprung ins kalte Nass gelangt aber auch die Creme ins Wasser und belastet dort die See-, Fluss- oder Meereswelt, insbesondere Korallenriffe. Laut der Stiftung Meeresschutz gelangen jährlich bis zu 14.000 Tonnen Sonnencreme in die Riffe
    (stiftung-meeresschutz.org). Daher gibt es mittlerweile auch viele Cremes, die laut den Herstellern korallenfreundlich sind. Meist wird dabei auf die Inhaltsstoffe Octinoxat und Oxybenzon verzichtet. Diese können die Korallen ausbleichen und dazu führen, dass sie absterben. In einigen Urlaubsländern sind diese Stoffe daher auch verboten. Das Verbot ist zum Beispiel im Hawaii-Riffgesetz verankert. 

Tipp: Wähle lieber eine Sonnenmilch, statt einem Spray. So vermeidest du das Einatmen von feinen Partikeln.

Was du neben der Verwendung von Sonnencremes noch tun kannst, um dich vor einem Sonnenbrand zu schützen, erfährst du in unserem Beitrag zum Thema: Sommer, Sonne Sonnenschutz.

Plastikfreie Reisegrößen clever ersetzen

Statt Mini-Fläschchen aus Kunststoff kannst du auf folgende Alternativen setzen. Das spart Platz, Verpackung und unnötigen Abfall.

  • Feste Pflegeprodukte
  • Wiederbefüllbare Behälter aus Glas oder Aluminium – einfach umfüllen
  • Multifunktionale Produkte, z. B. Seife für Haare, Körper und Hände

Mikroplastik erkennen: Diese Begriffe solltest du kennen

Mikroplastik ist nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Apps wie CodeCheck oder ToxFox helfen dir beim schnellen Produktcheck. In unserem Beitrag findest du weitere Apps, die einen nachhaltigen Lebensstil erleichtern.

Kritische Inhaltsstoffe sind unter anderem:

  • Polyethylene (PE)
  • Polypropylene (PP)
  • Acrylates Copolymer
  • Polyquaternium
  • Nylon-12
  • Polymethyl Methacrylate (PMMA)

Weniger Plastik, mehr Sommergefühl

Ein Sommer ohne Mikroplastik bedeutet nicht Verzicht, sondern bewusstere Entscheidungen. Mit festen Pflegeprodukten, korallenfreundlicher Sonnencreme und zertifizierter Naturkosmetik schützt du nicht nur deine Haut, sondern auch Gewässer, Meere und die Natur.