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KategorienWissenswertDer Wohnung einen neuen Anstrich geben – nachhaltige Wandfarben

Der ganzen Wohnung einen neuen Anstrich geben oder durch einzelne farbige Wände Akzente setzen: Mit den richtigen Farben lassen sich Räume in kurzer Zeit verändern. Bei der Farbauswahl kommt es aber nicht nur auf den richtigen Farbton an, sondern auch darum das Raumklima nicht durch Schadstoffe zu belasten.

Die Zeiten als Farben Spuren von Asbest enthielten sind glücklicherweise vorbei und die Europäische Union hat strengere Gesetze beschlossen, damit solche giftigen Schadstoffe nicht mehr in Farben und in weiterer Folge in unseren Wohnung vorkommen. Erlaubt und daher in manchen Wandfarben enthalten, sind weiterhin Konservierungsstoffe, diese sollen verhindern, dass die Farbe im Kübel eintrocknet. Auch Bindemittel und Füllstoffe sind problematisch, denn diese führen dazu, dass Farben nicht sehr atmungsaktiv sind und so zu Schimmel oder einem Feuchtigkeitsstau führen können. Die enthaltenene Stoffe können außerdem Allergien, Hautreizungen oder Atemprobleme hervorrufen. Eine Alternative sind natürlich Wandfarben, die es ebenfalls in verschiedenen Farbtönen zu kaufen gibt.

Natürliche Wandfarben

Vielleicht nicht in jedem Baumarkt auf den ersten Blick zu finden, sind natürliche Wandfarben. Es gibt aber eine durchaus umfangreiche Auswahl:

  • Kalkfarbe: Ein großer Vorteil bei der Verwendung von Kalkfarbe ist nicht nur, dass sie ohne Konservierungsstoffe auskommt, sondern sie ist auch noch atmungsaktiv – das kann Schimmel vorbeugen. Dadurch ist sie beispielsweise auch im Badezimmer einsetzbar.
  • Lehmfarbe: Schadstofffrei und entweder als Pulver oder bereits angerührt im Farbkübel erhältlich, ist Lehmfarbe. Die aufgetragene Farbe ist außerdem geruchsabsorbierend und atmungsaktiv.
  • Kaseinfarbe: Wie der Name schon vermuten lässt enthält diese Farbe das Milcheiweiß Kasein – sie ist ebenfalls entweder in Pulverform oder bereits angerührt im Farbkübel erhältlich.
  • Silikatfarbe: Diese schadstofffreie Mineralfarbe ist sehr langlebig, allerdings ist hier die reine Silikatfarbe von der im Handel oft erhältlichen Dispersionssilikatfarbe zu unterscheiden, welche durch die beigemischte Kunstharzdispersion flüchtige organische Verbindungen ausdünsten kann.
  • Dispersionsfarbe ohne Lösungsmittel: Diese Farben sind frei von Lösungs- und Konservierungsmitteln und auch bekanntere Hersteller haben diese auf Wasserbasis hergestellten Wandfarben in ihrem Sortiment. Aber Achtung: Dispersionsfaren sind nur dann eine nachhaltige Wahl, wenn sie auf Naturharz basieren. Häufig bestehen sie nämlich auch aus Kunstharzen oder Acryl, die wiederum synthetisch hergestellt werden (z.B. auf Basis von Erdöl) und so der Umwelt schaden können.

Je nach Untergrund und Ausgangsfarbe können natürliche Wandfarben manchmal etwas schwieriger aufzutragen sein, deshalb empfiehlt sich eine Grundierung damit die Farbe besser hält.

Gesunde Raumluft

Wenn man also den eigenen vier Wände einen möglichst schadstoffarmen neuen Anstrich verleihen möchte sollte man besonders auf die Inhaltsstoffe schauen. Beim Kauf von Farbe ist es außerdem empfehlenswert auf das Österreichische Umweltzeichen für „Wandfarbe“ zu achten, denn dieses stellt sicher, dass es durch die verwendete Wandfarbe im Innenraum „keine oder nur geringfügige Schadstoffbelastung“ gibt. Während und nach dem Ausmalen sollte aber trotzdem immer gelüftet werden und zwar unabhängig von der verwendeten Farbe.

Quellen und weitere Informationen: