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KategorienWissenswertSo lagerst du Lebensmittel richtig

Viele Lebensmittel verderben, weil sie falsch gelagert oder vergessen werden – das ist schlecht für die Umwelt und die Geldbörse. Daher lohnt es sich, auf die richtige Aufbewahrung zu achten.

Außerdem zahlt es sich aus, Kühlschrank und Vorratsschränke übersichtlich zu organisieren: Neu gekaufte bzw. länger haltbare Produkte sollten nach hinten geschlichtet, schneller verdebliche Produkte nach vorne gestellt werden. Wichtig ist es auch, Kühlschrank und Vorratsschränke regelmäßig gründlich zu reinigen, um Keimen und Schädlingen vorzubeugen.

Die Wahl des Lagerortes: Ein gut organisierter Kühlschrank ist schon die halbe Miete

Die Wahl des richtigen Lagerortes fängt bei der Entscheidung an, welche Lebensmittel in den Kühlschrank kommen und wo sie sich dort am wohlsten fühlen.

  • Das obere Fach und die Kühlschranktüre sind die wärmsten Orte im Kühlschrank. Dort gehören Lebensmittel hin, die nicht besonders stark gekühlt werden müssen, wie z.B. Marmeladen, vorgekochte Speisen oder Reste von Gerichten, sowie Eier, Butter und Getränke.
  • Im mittleren Fach fühlen sich Milchprodukte wie Joghurt oder Käse wohl (Butter verträgt auch mehr Wärme).
  • Kühler mögen es rohes Fleisch, Fisch oder Wurst, die über dem Gemüsefach gelagert werden sollten.
  • Das unterste Fach ist der kälteste Ort im Kühlschrank und daher besonders geeignet für leicht verderbliche Lebensmittel wie Gemüse und Obst. Dort herrscht eine Temperatur von etwa acht Grad Celsius, die Produkte frisch hält und sie dennoch nicht der Gefahr einer zu großen Kälte aussetzt. Aber nicht jede Obst- bzw. Gemüsesorte sollte in den Kühlschrank:
    • Bei Obst gilt, dass schnell verderbliche Sorten (z.B. Beeren) die Lagerung im Kühlschrank bevorzugen, während Äpfel, Birnen oder exotische Früchte (Mango, Bananen) besser bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden.
    • Tomaten, Kartoffeln, Kürbis, Melanzani, Paprika und Zucchini lagerst du besser außerhalb des Kühlschrankes. Alle anderen Gemüsearten sind in der Gemüselade gut aufgehoben.
    • Achte bei Wurzelgemüse (wie z.B. Karotten) zudem darauf, dass sie nicht in einer Folienpackung gelagert werden, da sie sonst schneller Schimmel bilden können.
Kühlschrank
Ein gut organisierter Kühlschrank beugt Lebensmittelverschwendung vor© Unsplash

Aufbewahrung im Vorratsschrank: kühl, dunkel und trocken

  • Kühl, dunkel und trocken – das sind die idealen Lagerbedingungen für die meisten Lebensmittel, die außerhalb des Kühlschrankes aufbewahrt werden.
  • Mehl, Nudeln, Reis und andere Getreideprodukte solltest du nach dem Öffnen der Packung in luftdichten Gefäßen lagern, um sie vor Feuchtigkeit und Schädlingen zu schützen. Denn werden sie zu viel Feuchtigkeit ausgesetzt, begünstigt das die Tätigkeit von Mehlenzymen, was zu Schimmelbefall führen kann.
  • Brot und Gebäck bleiben bei Zimmertemperatur in Tongefäßen oder Brotkästen aus Holz am längsten frisch.
Geschnittenes Brot
Brot hält länger, wenn es in einem Brotkasten oder Tongefäß aufbewahrt wird.© Pixabay

Gute Nachbarschaft: Reife-Effekt durch Ethylen

Bei der Lagerung von Früchten und Gemüse gilt es, auf die richtige Nachbarschaft zu achten: Viele Sorten sondern das Reifegas Ethylen ab, das in der Nähe gelagertes Obst und Gemüse schneller reifen oder auch verderben lässt. Jede Sorte produziert unterschiedlich stark Ethylen und reagiert unterschiedlich empfindlich darauf.

  • Obstsorten, die viel Ethylen produzieren, sind z. B. Äpfel, Avocados, Bananen, Birnen, Pfirsiche, reife Kiwis, Marillen, Nektarinen und Zwetschken.
  • Zu den Gemüsearten, die viel Ethylen produzieren, zählen unter anderem Brokkoli, Erdäpfel, Gurken, Karfiol, Kohlsprossen, Lauch/Porree, Paprika, Pfefferoni, Pilze, Spinat und Tomaten. Das heißt, Gemüse und Obst, das in ihrer Nähe aufbewahrt wird, reift bzw. verdirbt umso schneller.
  • Sorten, die sehr empfindlich auf Ethylen reagieren, sind Gurken, Karotten, Erdäpfel, Weißkraut und Zwiebeln. Werden Gurken in der Nähe von Paprika, Brokkoli, Spinat oder anderen genannten Gemüsearten gelagert, werden sie rasch runzelig und verderben schneller. Karotten werden in der Nähe von Ethylen produzierenden Lebensmitteln bitter, Weißkraut wird gelb, Erdäpfel und Zwiebel wachsen schneller aus.
  • Den Effekt kann man jedoch auch ausnutzen. Hat man zum Beispiel grüne Bananen gekauft, kann es sich auszahlen sie neben Äpfeln oder Tomaten zu lagern. So werden sie schneller reif. Tipp: Apropos Bananen: lagere sie hängend, dann werden sie nicht so schnell braun und können bis zu zwei Wochen haltbar bleiben.
Bananen
Äpfel, Avocados, Bananen, Birnen, Pfirsiche, reife Kiwis, Marillen, Nektarinen und Zwetschken produzieren viel Ethylen.© Unsplash

Hier geht´s zum „A-Z“ der Obst- und Gemüselagerung.

Tipp: Eine interaktive Grafik zur richtigen Lagerung von Lebensmitteln findest du auch auf esserwissen.at

Screenshot – Die Speis (c) esserwissen.at
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