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KategorienWissenswertMicrogreens – Minigarten auf der Fensterbank

Gemüse selbst ernten – vor allem in der Stadt ist dies für viele Menschen nicht möglich, denn oft fehlt in den Wohnungen der notwendige Garten oder Balkon. Doch sogar in der kleinsten Wohnung ist Platz für ein Minigemüsebeet mit "Microgreens", denn da reicht schon eine Fensterbank.

Der Trend zu Microgreens ist gar kein so neuer – bei uns sind die Minipflänzchen aber erst in den letzten Jahren so richtig populär geworden und auch als sogenanntes Superfood bereits in aller Munde. Der Vorteil des Gemüses in Miniaturform: der unkomplizierte Anbau, die schnelle Ernte und der kurze Weg von der Fensterbank auf das Butterbrot.

Microgreens – was ist das?

Anders als Sprossen dürfen Microgreens ein bisschen länger wachsen und entwickeln so neben den sogenannten Keimblättern bereits zwei bis drei echte Blätter. Sie werden außerdem nicht mitsamt der Wurzel gegessen, sondern ab einer Größe von 5-10 Zentimetern knapp über der Erde abgeschnitten. Ihr intensiver Geschmack, der auch nicht immer dem Geschmack des ausgewachsenen Gemüses entspricht, reicht von nussig-würzig bis zu leicht scharf. Und die Zeit von der Ernte bis zum Verzehr garantiert mehr Frische als gekauftes Gemüse. Als Microgreens eignen sich Gemüsesorten wie Schnittsalate, Brokkoli, Kresse, Pak Choi, Radieschen, Erbsen, Rote Beete oder Kräuter wie Basilikum, Fenchel, Dill, Koriander, Minze oder Kerbel.

Kleines Gemüse – große Wirkung

Das meiste „Minigemüse“ hat auf die Menge gerechnet eine bessere Nährstoffbilanz als ihre ausgewachsenen Counterparts. Aber auch wenn die kleinen Pflanzen vollgepackt sind mit Vitaminen und Mineralien können Sie in anderen Bereichen, wie beispielsweise bei Ballaststoffen, ihrer ausgewachsenen Variante nicht das Wasser reichen. Zur Erhöhung des Rohkostanteils in der Ernährung und zusätzlich zu anderem Gemüse sind Microgreens aber auf jeden Fall eine gesunde und wohlschmeckende Ergänzung auf dem Speiseplan.

Der Weg zum eigenen Minigemüsebeet

Ein eigenes Minigemüsebeet in der Wohnung anzulegen ist denkbar einfach, man braucht ein passendes Pflanzgefäß, Erde – am besten in Bio Qualität und ohne Torf – und Bio-Saatgut nach Geschmack. Bezüglich Licht und Saattiefe beachtet man am besten immer die Angaben auf den Saatpäckchen. Eine kleine Abweichung ist hier aber durchaus erwünscht: Da die Pflänzchen schon in einem viel früheren Stadium geerntet werden, kann man die Samen viel dichter aussäen. Das Gießen erfolgt am besten mit einer Sprühflasche.

Anschließend heißt es nur noch: Warten und den Pflänzchen beim Wachsen zusehen. Nach ungefähr 2 Wochen (je nach Pflanzenart unterschiedlich) können die Minipflanzen über den Wurzeln abgeschnitten werden. Anschließend sollten sie gut gewaschen und am besten bald nach der Ernte verzehrt werden, da sie nicht lange lagerbar sind.

Hinweis zur Pflanzenauswahl: Nicht alle Gemüsesorten eignen sich zum Anbau und Verzehr als Microgreens, so wird davon abgeraten Gartenbohnen- oder Kichererbsenkeimlinge zu essen. Informiere dich daher immer schon im Vorfeld, welche Pflanzen sich für die Aufzucht als Microgreens eigenen.  

Garteln in der Stadt

Durch die unkomplizierte Aufzucht und die kurze Zeit bis zur Ernte, die auch in der Wohnung und im Winter möglich ist, eignen sich Microgreens auch perfekt um mit Kindern gemeinsam ein Miniaturbeet anzulegen.  

Mehr zu der saisonalen Verfügbarkeit von Obst, Gemüse, Kräutern und Nüssen in Österreich gibt’s in unserem Saisonkalender.

Quellen und weitere Informationen:

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