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KategorienWissenswertSchuhe neu gedacht – Barfußschuhe

Im Sommer barfuß am Strand oder über eine Wiese gehen ist für viele ein befreiendes Gefühl. In der Stadt oder bei spitzen Steinen hingegen will man dann doch nicht auf das schützende Schuhwerk verzichten. Barfußschuhe wollen mit ihrer speziellen Form und Verarbeitung genau da ansetzen, sie sollen den natürlichen Bewegungsablauf unterstützen und die Fußmuskulatur stärken, gleichzeitig aber auch alle Vorteile von Schuhen bieten – nämlich vor Kälte, Schmutz und Feuchtigkeit schützen und die Verletzungsgefahr minimieren.

Gehen ohne Schuhe hat viele Vorteile: die Sensomotorik der Füßen wird gefördert, das Gleichgewicht sowie die Fußmuskulatur werden gestärkt und die Blutzirkulation angeregt. Außerdem belastet man barfuß automatisch den Vorderfuß inklusive den Zehen mehr und die Ferse weniger. Belege, ob diese Vorteile des Barfußgehens sich auch beim Tragen von Barfußschuhen ergeben, gibt es nicht. Ob sie die richtige Wahl für einen selbst sind, muss daher individuell entschieden werden.

Wie unterscheiden sich Barfußschuhe von anderen Schuhen?

Was ist eigentlich er Unterschied zwischen einem normalen Schuh und einem Barfuß- oder Minimalschuh? Von außen ist oft gar kein großer Unterschied erkennbar, denn inzwischen gibt es Barfußschuhe in den verschiedensten Ausführungen, sogar Stiefel und Wanderschuhe findet man in den Sortimenten – mit einer Ausnahme: Schuhe mit hohen Absätzen wird man vergeblich suchen.

Ansonsten sind die beiden größten Unterschiede zu konventionellen Schuhen:

  • Wahrnehmung des Bodens
    Auch wenn Barfußschuhe vielleicht nicht die gleichen Vorteile für den Körper haben, wie das Barfußgehen ohne Schuhe, so können sie gegenüber anderen Schuhen doch mit ihrer dünnen Sohle und damit verbunden dem aktiven Spüren des Untergrunds punkten. Vor allem am Anfang nimmt man diese Veränderung stark wahr und viele empfinden dieses aktive „Fühlen“ des Bodens und die sich daraus ergebende Achtsamkeit beim Gehen als angenehm.
  • Mehr Platz für den Fuß
    Barfußschuhe sind so geschnitten, dass sie den Fuß nicht einengen, sie sind deshalb meist am Vorfuß deutlich breiter geschnitten, damit die Zehen und vor allem die große Zehe genügend Platz haben und ein stabiler Stand gewährleistet wird.

Langsam beginnen

Wer sich entschließt Barfußschuhe auszuprobieren, sollte aber nicht gleich übertreiben, denn der Fuß und die Fuß- bzw. Beinmuskulatur brauchen einige Zeit um sich an das neue Gehgefühl zu gewöhnen. Dies gilt besonders für Laufschuhe, denn da hier die Umstellung und Belastung größer sind, kann es schnell zu Muskelkater und im schlimmsten Fall auch Verletzungen kommen.

Nachhaltige Barfußschuhe

Auch bei Barfußschuhen ist Nachhaltigkeit nicht immer selbstverständlich, einige Hersteller, denen umweltfreundliche und wenn möglich regionale Materialien wichtig sind, die auch Schuhe aus veganem Leder anbieten und faire Arbeitsbedingungen in den Produktionsketten gewährleisten sind unter anderem Wildling, Vivobarefoot, Senmotic und Zaqq. Wer sich gerne handwerklich betätigt, kann Barfußschuhe auch selbst nähen, im Internet findet man dazu Anleitungen in verschiedenen Schwierigkeitsstufen und für verschiedene Modelle.

In unserem Ratgeber „Schuhe“ findet ihr übrigens noch mehr Informationen zum Thema nachhaltige Schuhe. Beim Schuhkauf ist es außerdem empfehlenswert auf das Österreichische Umweltzeichen für Schuhe zu achten.

Quellen und weitere Informationen:

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