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Ratgeber

Wasch- und Reinigungsmittel

Ob Abfluss, Sanitäranlagen, Boden, Glas - für jeden Bereich und jede Oberfläche im Haushalt gibt es spezielle Reinigungsmittel. Eine so große Auswahl führt nicht zwangsläufig zu mehr Sauberkeit und Hygiene, sondern belastet durch den hohen Verbrauch von Reinigern die Umwelt und kann auch die Gesundheit schädigen. Um Umwelt, Gewässer und auch die eigene Gesundheit zu schützen, sollte man auch beim Reinigen und Waschen auf nachhaltige Produkte setzen. Mit der richtigen Dosierung und korrekten Anwendung, das heißt auch sparsamen Umgang von Haushaltreinigern, leisten Sie aktiven Umweltschutz.

Worauf Sie achten sollten

  • Natürliche Inhaltsstoffe
    • Das Label ECOGARANTIE garantiert, dass nur rein natürliche, pflanzliche und mineralische Inhaltsstoffe verwendet werden und auf gentechnische Veränderungen und Tierversuche verzichtet wird.
    • Das Österreichische Umweltzeichen und das EU Eco Label stellen höchste Anforderungen an die verwendeten Inhaltsstoffe und das Verpackungsmaterial.
    • Für Produkte mit Austria Bio Garantie dürfen keine synthetischen Stoffe oder Gemische (inklusive Nanopartikel) in der Rezeptur verwendet werden. Somit sind Mikroplastik, synthetische Polymere und Nanoverbindungen in den Produkten nicht enthalten.
  • Gesundheitsschonende Produkte
    • Werfen Sie vor dem Kauf einen Blick in die Öko-Rein Datenbank für umwelt- und gesundheitsschonende Wasch- und Reinigungsmittel. Damit können Sie die besonders empfehlenswerte Produkte ausfindig machen.
  • Effizienz
    • Wählen Sie Waschmittel, die auch bei niedrigen Temperaturen effektiv waschen.
    • So senken Sie den Energieverbrauch und sparen Strom.
    • Durch moderne Waschmaschinen und die stete Weiterentwicklung von Waschmitteln, wird Wäsche auch bei niedrigen Temperaturen zwischen 20 und 40°C sauber.
    • Bei den meisten Waschmitteln ist auf der Verpackung angegeben, für welche Temperaturen das Waschmittel geeignet ist.
  • Biologische Abbaubarkeit
    • Achten Sie auf die biologische Abbaubarkeit von Wasch- und Reinigungsmitteln.
    • Die Herstellung von synthetischen Tensiden für die Produktion von Waschmitteln verbraucht nämlich fossile Rohstoffe (wie Erdöl). Wenn diese in Gewässer gelangen, schädigen sie Fische und andere Wasserlebewesen.
  • Hochkonzentrierte Waschmittel
    • Hochkonzentrierte Waschmittel sind umweltfreundlicher und enthalten weniger Chemie.
    • Bei normaler Verschmutzung müssen so pro Waschgang maximal 70 Gramm Waschmittel verwendet werden.
  • Geringer Chemikalienanteil
    • Kaufen Sie Produkte, die nur zu geringen Anteilen aus gefährlichen oder bedenklichen Chemikalien, wie ätzenden Säuren, Duftstoffen, Konservierungsstoffen, Desinfektionswirkstoffen oder Phosphaten bestehen.
    • Orange Quadrate auf der Rückseite (z. B. schwarzes X in orangem Quadrat) weisen auf gefährliche oder reizende Inhaltstoffe hin.
  • Richtiger Gebrauch
    • Beachten Sie die Hinweise des Herstellers für einen sicheren, effektiven und effizienten Gebrauch.
    • Beigelegte oder aufgedruckte Dosierungsanleitungen garantieren einen effizienten Verbrauch, reduzieren die Umweltbelastung und verhindern Überdosierung.
    • Kaufen Sie für den täglichen Gebrauch keine Reiniger mit der Aufschrift „desinfizierend“, „bakterizid“, „biozid“, „antibakteriell“, „mit Aktivchlor“ oder „reinigt hygienisch“. Der Einsatz von solchen starken Reinigern ist in Privathaushalt nur in Sonderfällen notwendig (z.B. bei Infektionskrankheiten).
  • Umweltschonende Verpackung
    • Wählen Sie Produkte, mit umweltschonenden und recyclebaren Verpackungen.
    • Werfen Sie leere Produktverpackungen auch nicht gleich weg. Viele Hersteller bieten praktische Nachfüllpackungen an.
  • Korrekte Entsorgung
    • Achten Sie auf eine korrekte Entsorgung.
    • Haushaltsreiniger mit hohem Anteil an Chemikalien gehören in den Sondermüll oder ins Abfallsammelzentrum.
Waschpulver
© Pixabay

Waschmittel: Flüssig oder Pulver

Waschmittel wird vorrangig als Flüssigwaschmittel angeboten, doch vermehrt kommen auch sogenannte Pulverwaschmittel zum Einsatz. Sie haben einen niedrigeren ökologischen Fußabdruck, da sie weniger CO2 im Transport verbrauchen. Es handelt sich dabei nämlich um reines Pulver, das nicht mit Wasser vermischt ist und somit ein niedrigeres Gewicht hat.

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Doch es hat auch viele weitere Vorteile. Es benötigt keine Konservierungsstoffe und enthält Bleichmittel, das bleichbare Flecken entfernt. Bei höheren Temperaturen wirken Bleichmittel auch gegen Keime. Allerdings können Rückstände auf der Wäsche bleiben. Durch die enthaltenen Bleichmittel werden die Farben der Kleidung beeinträchtigt.

Daher werden immer noch verstärkt Flüssigwaschmittel eingesetzt. Sie hinterlassen keine Waschmittelrückstände auf den Textilien und sind schonender zu farbigen Textilien. Allerdings enthalten Flüssigwaschmittel Konservierungsmittel, die die Umwelt belasten und Allergien auslösen können. Außerdem enthalten Flüssigwaschmittel keine Bleichmittel, was die Waschwirkung bei Flecken reduziert.

Waschmittel dosieren
© Shutterstock

Richtige Dosierung des Waschmittels

Das Wäsche waschen folgt meist einer langjährigen Routine. Eine falsche Verwendung und Dosierung des Waschmittels führt jedoch zu schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt. Informieren Sie sich bei Ihrem Wasserversorger, wie hart Ihr Wasser ist und achten Sie auch darauf, wie stark verschmutzt die Wäsche ist. Dosieren Sie dann nach der Empfehlung des Herstellers und verwenden Sie beigelegte Dosierhilfen – so vermeiden Sie eine Überdosierung, sparen Kosten für Waschmittel ein und schonen zugleich die Umwelt.

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Zu hoch dosierte Waschmittel können mitunter sogar Ihrer Wäsche schaden. Stimmen Sie das Waschmittel auch auf die Stoffart (Farbe, Material, Beschaffenheit) und die Waschtemperatur ab, um ein optimales Waschergebnis zu erzielen und Ihre Kleidung zu schonen. Pulver-Waschmittel sollten am besten direkt in die Trommel gegeben werden, um dem durch Bakterien bedingten Geruch aus der Waschmittel-Lade und Zuleitung entgegen zu wirken.

Baukasten-System

Eine weitere Möglichkeit bietet das Waschen mit einem Baukasten-Waschmittel. Diese Sets bestehen aus einem Basiswaschmittel, einem Wasserenthärter und einem Bleichmittel. Die Komponenten können Sie dann selbst anhand Ihrer Bedürfnisse (Wäschemenge, Wasserqualität etc.) mischen und dosieren. So kann auf viele zusätzliche Chemikalien verzichtet und die Umweltbelastung verringert werden.

Putzkübel
© Pixabay

Umweltschädliche Inhaltsstoffe in Haushaltsreinigern

Haushaltsreiniger bestehen hauptsächlich aus waschaktiven Substanzen, sogenannten Tensiden. Durch sie wird die Oberflächenspannung des Wassers reduziert und der Schmutz kann zersetzt werden. Tenside können chemisch hergestellt werden oder aber in der Natur vorkommen. Aus diesem Grund unterscheidet man natürliche von synthetisch bzw. industriell hergestellten Tensiden.

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  • Natürliche Tenside werden aus natürlichen Rohstoffen wie tierischen und pflanzlichen Fetten oder Zucker hergestellt.
  • Synthetische Tenside basieren hingegen auf synthetischen Rohstoffen wie Benzol, Olefinen oder Ethylenoxid. Die Herstellung von synthetischen Tensiden verbraucht fossile Rohstoffe (Erdöl). Gelangen sie in Gewässer, schädigen sie Fische und andere Wasserlebewesen.

Von aggressiven Reinigungsmitteln, Biozidprodukten und anderen Haushaltschemikalien gehen zum Teil erhebliche Gefahren aus, vor allem dann, wenn sie über den Abfluss oder den Hausmüll entsorgt werden. Gefährliche Produkte dürfen keinesfalls im Abwasser oder auf der Mülldeponie landen, sondern gehören in den Sondermüll. Viele Firmen und Abfallsammelzentren sowie Verkaufsstellen nehmen Reste oder verbrauchte Chemikalien zurück.

  • Gelangen gefährliche Chemikalien über den Abfluss in die Kläranlage, kann die Reinigungsleistung der Kläranlage erheblich gestört werden. Desinfektionsmittel töten beispielsweise die Bakterienkulturen, die für die für die Reinigung des Abwassers zuständig sind.
  • Gelangen sie über den Hausmüll auf die Mülldeponie, können sie in tiefere Bodenschichten versickern und damit in das Grundwasser gelangen oder bei der Müllverbrennung verdampfen und so in die Atmosphäre gelangen.

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