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KategorienWissenswertSommer, Sonne, Sonnenschutz

Den ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr folgt im Sommer bald die erste Hitzewelle. Besonders wenn man viele Treffen und Aktivitäten nach draußen verlegt, stellt sich die Frage des richtigen Sonnenschutzes. Denn so gut uns der Aufenthalt an der frischen Luft auch tut, unserer Haut setzt die Sonne zu und sie sollte entsprechend geschützt werden. Am besten mit Sonnencreme, entsprechender Kleidung und einem vermehrten Aufsuchen von schattigen Plätzen.

Anziehen gegen den Sonnenbrand

Auch wenn man bei steigenden Temperaturen das Gefühl hat möglichst wenig anziehen zu wollen, so bieten Textilien doch den besten Schutz vor Sonne, wenn auch keinen vollständigen: Während ein nasses Baumwollshirt noch 20 Prozent des Lichtes durchlässt, so lässt es in trockenem Zustand nur 6 Prozent durch und schwarze Kleidung absorbiert das Licht beinahe vollständig, ist aber im Sommer eher unangenehm zu tragen. Normale Kleidung schützt im Allgemeinen sehr gut und man muss sich kaum Sorgen wegen Sonnenbrand machen. Wichtig ist dabei aber auch den Kopf zu bedecken – optimal ist ein leichter Sonnenhut aus Naturmaterialien – und sonnenexponierte Haustellen, wie beispielsweise den Hals oder die Arme ausreichend mit Sonnencreme zu versorgen.

Übrigens: Eigene Sonnenschutzkleidung aus High-Tech Fasern ist meistens nicht nötig und außerdem wegen der Herstellung aus Polyester, Lycra oder Nylon nicht unproblematisch und Kleidung mit chemischen UV-Filtern oder Waschmittel mit UV-Schutz sollten jedenfalls gemieden werden.

Sonnencreme – oft und reichlich

Bei Sonnencreme gilt: Viel hilft viel. Aber nicht nur die Menge machts – empfohlen werden 25 Milliliter für den ganzen Körper, das entspricht ungefähr der Menge, die in ein Schnapsglas passt – sondern auch das wiederholte Eincremen ist wichtig. Besonders nach dem Schwimmen, da auch wasserfeste Marken je nach Badedauer ihre Schutzwirkung verlieren.

Ausgedehntes Sonnenbaden ist aber auch gut eingecremt nicht zu empfehlen – und je nach Hauttyp und aufgetragenem Lichtschutzfaktor sollte man nach einiger Zeit wieder den Schatten aufsuchen um die Haut nicht zu sehr zu strapazieren. Dies gilt besonders nach den dunkleren Wintermonaten, denn die Haut muss sich erst wieder langsam an die Sonne gewöhnen und die Gefahr einen Sonnenbrand zu bekommen ist in dieser Zeit besonders hoch.

Übrigens: Auch bereits stark gebräunte Haut besitzt selbst nur einen Lichtschutzfaktor von 6 und ist damit bei längerer Sonnenexposition noch anfällig für Sonnenbrand.

Konventionelle vs. mineralische Sonnencreme

Konventionelle Sonnencremen verwenden chemische Wirkstoffe um die Haut vor der Sonne zu schützen, diese sind aber nicht immer unproblematisch, sowohl für den Menschen, denn einige Inhaltsstoffe stehen im Verdacht Allergien auszulösen oder hormonell zu wirken, als auch für die Umwelt, beispielsweise wenn sie beim Schwimmen in Gewässer kommen.

Mineralische Sonnencremen dagegen verwenden mineralische Filter, diese wirken physikalisch und bilden eine (meist weißliche) Schutzschicht auf der Haut, welche die UV-Strahlung zurückwirft. Damit diese Schutzwirkung erreicht wird ziehen mineralische Mittel aber nicht so tief in die Haut ein wie dies bei chemischen UV-Filtern der Fall ist – das wird nicht von allen Menschen als angenehm empfunden. Manchmal werden auch Nanopartikel verwendet, deren Auswirkungen auf Mensch und Umwelt noch nicht ausreichend erforscht ist.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, hält sich an Natur- bzw. Biokosmetik, denn viele umweltbelastende Stoffe, etwa Silikone oder chemische hormonell wirksame UV-Filter, sind in Naturkosmetik verboten. Bei der Auswahl der passenden Produkte sollte außerdem unbedingt auf anerkannte Gütezeichen geachtet werden – mehr Informationen dazu haben wir in unserem Ratgeber Kosmetische Produkte zusammenfasst. Ökotest hat im Juni 2021 Sonnencremen unter die Lupe genommen und vier Testsieger benannt.

Hohe Lichtschutzfaktoren sind übrigens bei mineralischen UV-Filtern eher schwer zu erreichen, andererseits können die bei konventionellen Produkten möglichen sehr hohe Lichtschutzfaktoren auch dazu führen, dass man sich in falscher Sicherheit wiegt und mehr Zeit in der Sonne verbringt als der Haut guttut.

Ein Blick in die Zukunft der Sonnencreme: Das niederösterreichische Start-up Lignovations arbeitet gerade an einem Ersatz für problematische synthetische Inhaltsstoffe in Produkten wie beispielsweise Sonnencreme und hat es damit dieses Jahr unter die TOP-10 der Start-up Initiative greenstart geschafft.

Augen zu oder Brille drauf

Zwar lassen sich die oben genannten Empfehlungen schon gut mit der Vier-H-Regel (Hut, Hose, Hemd, Hoher Lichtschutzfaktor) zusammenfassen, eine weiterer Punkt sollte aber nicht vernachlässigt werden, denn nicht nur unsere Haut will im Sommer geschützt werden. Auch unseren Augen tut die UV-Strahlung nicht gut und es können im schlimmsten Fall sogar Netzhautschäden entstehen. Dagegen helfen Sonnenbrillen, im Sinne von nachhaltigem Konsum sollte man dabei auf Billigangebote ohne Siegel verzichten und im besten Fall einen Optiker aufsuchen um das für sich perfekte Modell zu finden. Trotzdem wichtig: Auch mit Sonnenbrille nie direkt in die Sonne schauen!

Quellen und weitere Informationen:

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