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KategorienWissenswertWandern im Einklang mit der Natur – Do’s & Don’ts

Wandern ist Auszeit, Abenteuer und Naturerlebnis in einem – wie das Draußen-sein gelingt, ohne die Umwelt zu belasten, erfährst du anhand der folgenden Do’s & Don’ts.

Do‘s

Umweltfreundlich an- und abreisen

Ein nachhaltiges Wandererlebnis beginnt eigentlich schon, bevor man überhaupt beim Berg bzw. beim Ausgangspunkt der Wanderung ist. Denn bereits bei der Anreise kannst du dem Klima etwas Gutes tun und deinen CO2-Fußabdruck reduzieren, indem du auf eine umweltfreundliche an- und Abreise setzt, anstatt mit dem Auto zu fahren. Viele Wandergebiete sind bereits gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Zug erreichbar – auch die Kombination aus Zug und Rad stellt eine Alternative zur Anreise mit dem Auto dar. Vielleicht müssen es auch nicht immer weit entfernte Wandergebiete sein und du erkundest Destinationen in der Nähe, die zum Beispiel mit dem Rad gut erreichbar sind, ohne dass du viele Autokilometer zurücklegen müsstest. Warum sich eine umweltfreundliche Anreise neben dem Klimagedanken noch lohnt? Die Parkplatzsuche am Zielort entfällt und man kann die Fahrtzeit in Zug und Bus z.B. auch noch für letzte Tourvorbereitungen oder andere Aktivitäten nutzen.

Tipp: Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Berg von unterschiedlichen österreichischen Städten aus kannst du dir auf www.bahn-zum-berg.at anzeigen lassen.

Zuggleise
Viele Wandergebiete lassen sich bereits umweltfreundlich erreichen© Unsplash

Nachhaltige Ausrüstung mitnehmen

Gute Wanderschuhe sind ein Muss vor allem auf langen Wandertouren – hier lohnt sich z.B. eine Reparatur mit neuen Sohlen, wenn deine bestehenden schon in die Jahre gekommen sind oder eine Neuanschaffung, wenn du noch keine hast. Bei guter Pflege kannst du sie dann viele Jahre tragen. Wanderschuhe sind zwar oft aus Leder, aber es gibt auch vegane Modelle, die ganz ohne tierische Produkte auskommen. Bei Kleidung, Rucksack oder auch Wanderstöcken ist neu aber nicht automatisch besser – hier kannst du Ressourcen sparen, indem du auf deine bestehende Kleidung zurückgreifst, auf Second-Hand setzt oder Wanderstöcke ausleihst, wenn du sie z.B. nur für einen Wochenendausflug brauchst. Wenn doch ein Neukauf ansteht, setz lieber auf Qualität, anstelle auf Quantität und achte auf nachhaltige Labels, dann hast du länger Freude und auch der Umwelt ist geholfen.

Vater mit Kind beim Wandern
Wanderstöcke oder Kindertragesitz müssen nicht immer neu gekauft werden – Secondhand oder Leihen spart Ressourcen.© Pexels

Anwohner:innen respektieren

Gerade beliebte und stark frequentierte Regionen müssen einen enormen Ansturm von Besucher:innen aushalten, was nicht nur die Ursprünglichkeit zerstören und das Naturerlebnis trüben kann, sondern auch zur Belastung für Anwohner:innen wird. Deshalb gilt: Verhalte dich respektvoll deinen Mitmenschen gegenüber. Besonders im Sommer oder am Wochenende lieber auch mal ein unbekannteres Gebiet aufsuchen, anstatt den einen bekannten Hauptwanderweg zu wählen. Unbekanntere Pfade entdecken, dabei noch mehr über Fauna, Flora und die Tierwelt erfahren und dabei gleichzeitig auch die lokale Wertschöpfung erhöhen kann man z.B. auch auf geführten Wandertouren mit lokalen Wanderführer:innen oder Naturparkranger:innen.  

Wegweiser
Am besten schon bei der Reiseplanung mitbedenken, wie stark frequentiert ein Gebiet ist© Pexels

Don’ts

„Leave nothing but footprints, take nothing but pictures, kill nothing but time“!

Müll hinterlassen

Plastikflasche, Sackerl oder Müsliriegelpapier – vieles von dem Müll, der sich entlang beliebter Wanderrouten ansammelt, hat mit der Konsumation unterwegs zu tun. Unnötiger Plastik- und Verpackungsmüll lässt sich aber schon vorab vermeiden: Brot lässt sich gut in ein Wachstuch einpacken, Obst und Gemüse in Jausendosen verstauen und Getränke am besten in einer wiederverwertbaren Trinkflasche unterbringen, die unterwegs immer wieder aufgefüllt werden kann. Snacks wie Müsliriegel lassen sich zum Beispiel auch selbst herstellen, was zusätzlichen Verpackungsmüll einspart. Nicht immer lässt sich Müll aber ganz vermeiden – deshalb solltest du diesen jedenfalls wieder vom Berg mitbringen und richtig entsorgen und nicht einfach unterwegs am Wegesrand fallenlassen. Das gilt übrigens auch für Zigarettenstummel, Obstschalen oder Taschentücher, denn auch die brauchen viel länger zum Verrotten, als man gemeinhin denkt.

Zigarettenstummel
Zigarettenstummel können bis zu 7 Jahre brauchen, bis sie verrotten© Pixabay


Unter dem Motto „Sauberer Berg“ sensibilisiert der Alpenverein bereits für einen verantwortungsvollen Umgang beim Wandern – wusstest du eigentlich, wie lange es dauert bis ein Zigarettenstummel oder eine Windel verrottet?

Verrottungszeiten:

  • Bananen- oder Orangenschale 1-3 Jahre
  • Papiertaschentuch 1-5 Jahre
  • Zigarettenstummel 2-7 Jahre (+ Chemikalien, Schwermetalle)
  • Kaugummi 5 Jahre
  • Blechdose 50-500 Jahre
  • Plastikflasche 100-5.000 Jahre
  • Plastiksack 120-1.000 Jahre
  • Aluminiumpapier 200-400 Jahre
  • Aludose 400-600 Jahre
  • Babywindel, Damenbinde 500-800 Jahre
  • Glasflasche (ganz) 4.000-50.000 Jahre – nicht messbar
  • Styropor 6.000 Jahre – nicht messbar
  • Batterie 100-1.000 Jahre (+ Chemikalien, Schwermetalle)

In die Natur eingreifen

Blumen, Äste, Steine oder Insekten als Mitbringsel von der Wandertour? Ein klares Don’t. Du solltest die Natur so zurücklassen, wie du sie vorgefunden hast und sie nicht als Andenken mit nach Hause nehmen – da ist ein Foto ein nachhaltigeres Erinnerungsstück.

Alpenpanorma mit Blumen
Lieber ein Foto, als gepflückte Blumen mit nach Hause nehmen© Pixabay

Tiere stören

Unmarkierte bzw. nicht als Wanderwege ausgewiesene Wege solltest du meiden, um Natur und Tiere nicht zu (zer)stören. Vielleicht ist gerade Balz- oder Brutzeit und die Tiere geraten durch deine Anwesenheit in Stress. Deshalb beachte besonders auch in Schutzgebieten alle Hinweise und vermeide Lärm. Hunde sollten außerdem an der Leine gehen, wenn du sie zum Wandern mitnimmst.

Rehkitz
Tiere reagieren empfindlich auf Lärm und „Überraschungsgäste“© Pixabay
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