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Start-ups aus Österreich

greenstart: TOP-10 der nachhaltigen Business-Ideen

Der Klima- und Energiefonds bietet mit greenstart zehn Start-ups mit klimaschonenden Lösungen in den Bereichen Energie, Mobilität und Landwirtschaft professionelle Begleitung bei der Weiterentwicklung ihrer CO2-sparenden Geschäftsmodelle.

Fisch aus 3D-Produktion, ein klimafreundliches Bahnreisebüro oder eine App für nachhaltiges Einkaufen: Das sind drei von zehn Geschäftsideen, die von einer Fachjury für den fünften Durchgang von greenstart (Start-up-Initiative des Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Bundesministerium für Klimaschutz) ausgewählt wurden.

Digitaler Kick-off

Die diesjährigen TOP-10 von greenstart haben sich im Rahmen von zwei Online-Kick-off „Roundtable Sessions“ erstmals offiziell präsentiert. Ihre Pitches und wie sie mit ihren Business-Ideen dem Klimawandel entgegenwirken möchten, gibt es online zum Nachsehen:

Roundtable Sessions #1 (mit den Start-ups: GemüseGepard, Green Sentinel, Hex, Campfire Solutions, Legendary Vish)
Roundtable Sessions #2 (mit den Start-ups: Rebel Meat, Inoqo, SolOcean, Temprify, Traivelling)

Beim mittlerweile fünften greenstart Durchgang sind u.a. mit dabei: 

GemüseGepard (in Gründung)

GemüseGepard entwickelt eine Internet-Plattform an der Schnittstelle zwischen Lebensmittelproduzent*innen, Lebensmittelindustrie und Gastronomiebetrieben. Auf dem digitalen Marktplatz können Landwirte Obst und Gemüse aus Überproduktion inserieren. Die Angebote werden anschließend anhand verschiedener Qualitätskriterien bewertet, Gastronom*innen zum Kauf angeboten und geliefert. Dadurch können Landwirte für verloren geglaubte Ware doch noch Gewinn erzielen und die Kund*innen erhalten die Ware unter dem Marktpreis. Zudem erhalten sie ein Zertifikat, aus dem Rückverfolgbarkeit und CO2-Abdruck hervorgehen.

Hex 

Hex bietet mit der Software-as-a-Service-Lösung „hex.drive“ ein System für die Buchung und den Betrieb von Mikro-Öffentlichen Verkehr („Mikro-ÖV“)-Flotten. Damit wird das Mobilitätsangebot in ländlichen Gebieten erhöht und auf individuelle Nachfrage reagiert. Die Hex-Algorithmen schaffen dabei aufgrund komplexer mathematischer Berechnungen Einsparungen, die sich neben einer Kostenreduktion insbesondere in einer verminderten CO2-Belastung sowie einem niedrigeren Energieverbrauch widerspiegeln. Dank diesem bedarfsorientierten Mobilitätsangebot können Buchungen in Echtzeit ressourcenoptimal und umweltverträglich durchgeführt werden.

Legendary Vish (in Gründung)

Legendary Vish hat sich auf die 3D-Produktion von pflanzenbasierten Fisch wie Lachsfilet oder Thunfisch fokussiert. Im Gegensatz zu untexturierten Konkurrenzprodukten (wie z. B. Fischstäbchen oder Thunfisch aus der Dose), wird es durch die Methode des 3D-Printings ermöglicht, die Konsistenz und das Aussehen von verschiedenen Fischarten detailgetreu nachzustellen. Legendary Vish gibt Fisch-Liebhaber*innen eine vegetarische Alternative und bedient zugleich den noch wenig entwickelten aber zukunftsträchtigen Markt von pflanzenbasierten Fischersatzprodukten. Die Verwendung von pflanzenbasierten 5/7 Inhaltsstoffen erlaubt zudem eine deutlich klimaschonendere Produktion gegenüber der konventionellen Fischindustrie.

Rebel Meat 

Rebel Meat entwickelt regionale Bio-Fleischprodukte, die zu 100 % nach Fleisch schmecken, dazu aber nur 50 % Fleisch benötigen – der Rest sind hochwertige Pilze, Hirse und Gewürze. Gesundheits- und umweltbewusste Konsument*innen können so ihren Fleischkonsum reduzieren, ohne auf das Fleischerlebnis zu verzichten. Das Produkt wird aktuell an ausgewählte Gastronomiebetriebe vertrieben und soll in Zukunft auch über den Einzelhandel erhältlich sein. Zudem werden laufend neue fleischreduzierte Produkte entwickelt, um möglichst viele Fleischkategorien abzudecken und eine noch größere Konsument*innengruppe zu erreichen.

inoqo

Inoqo entwickelt eine mobile Applikation, die Konsument*innen in ihrem Einkaufsverhalten mehr Transparenz, Informationen und Guidance zu nachhaltigkeitsrelevanten Themen bietet. Auf Basis individuell definierter Werte und Prioritäten erhalten User*innen durch passives tracken ihrer Lebensmitteleinkäufe für sie relevante Nachhaltigkeitsinformationen, -warnungen und -empfehlungen. Außerdem werden Nutzer*innen über Gamification und gezieltes Ausspielen von Informationen zusätzlich motiviert, kontinuierlich noch nachhaltiger zu konsumieren. Dadurch soll nachhaltiges Einkaufsverhalten erleichtert und zugleich ein Wettbewerb für mehr Transparenz und nachhaltigere Produktionsbedingungen (oder -methoden) bei den Hersteller*innen entfacht werden.

Traivelling e.U.

Traivelling ist das allererste konsequent klimafreundliche Bahnreisebüro und bietet eine Alternative zum Reisen per Flugzeug. Dabei werden vorab geschnürte Ticketpakete für Reisen in Europa bis nach Asien oder aber auf individuelle Anfrage hin angeboten. Als offizieller Vertriebspartner der ÖBB und der DB steht günstiges, verlässliches und einfaches Reisen im Fokus. Zudem wird die Entwicklung eines innovativen Buchungstools vorangetrieben, wodurch es der Branche erstmals möglich sein wird, internationale Zugreisen weitgehend automatisiert (fast) so einfach zu planen und zu buchen wie Flugreisen. 

So geht es weiter

greenstart bietet den zehn ausgewählten Start-ups nun ein halbes Jahr lang Workshops, Coachings, Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit und ExpertInnen-Betreuung durch das Netzwerk des „Impact Hub Vienna“. Anschließend stellen sich die zehn Start-ups erneut der Fachjury – und der Öffentlichkeit, die mittels Online-Voting ihre Favoriten wählt. Im Herbst 2020 werden aus den TOP-10 jene drei Jungunternehmen präsentiert, die weitere 15.000 Euro Unterstützung für die Umsetzung ihres Business-Plans erhalten. Mehr Infos gibt’s unter www.greenstart.at

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