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Ratgeber12 Tipps für den Einkauf von Spielzeug

Mit allem was leuchtet, rattert oder singt liegt man bei der Auswahl von Spielwaren meist richtig. Doch beim Einkauf sollten noch mehr Aspekte berücksichtigt werden. Denn der Großteil der Spielwaren, der in der EU verkauft wird, wurde außerhalb der EU hergestellt. Rund 85 % sind „made in china“, das macht es schwieriger nachzuvollziehen, welche Inhaltsstoffe in den Spielwaren sind und unter welchen Bedingungen sie hergestellt werden. Richtlinien, Gütezeichen und 12 einfache Tipps helfen bei der richtigen Wahl.

Hintergrundwissen

  • EU-Richtlinien für Spielzeug

    In der EU gelten gewisse Mindeststandards: Die EU-Richtlinien zur Sicherheit von Spielzeug regeln die Produktanforderungen, die Spielzeug erfüllen muss, damit es als gesundheitlich unbedenklich eingestuft werden kann. Dabei wird der Begriff Spielzeug für Produkte verwendet, die von Kindern unter 14 Jahren zum Spielen verwendet werden. Diese Richtlinien fokussieren sich jedoch primär auf die gesundheitlichen Aspekte und beziehen keine ökologischen und sozialen Aspekte mit ein. Tatsächlich werden 85 % des Spielzeugs in der EU aus China importiert, einem der größten CO2-Emittenten weltweit, wo arbeitsrechtliche Bestimmungen laut Berichten von Menschenrechtsorganisationen oft nicht eingehalten werden.

    Die europäische Spielzeugrichtlinie ist in Österreich durch die Spielzeugverordnung im Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz (LMSVG) umgesetzt. Sie stellt sicher, dass gesundheitsschädliche Produkte und Gegenstände, die für den vorgesehenen Gebrauch nicht geeignet sind, verboten sind. Amtliche Kontrollen stellen sicher, dass die Richtlinie eingehalten wird. Werden trotzdem Produkte entdeckt, die gesundheitsschädlich sind oder die Richtlinie nicht erfüllen, treten sofort Schutzmaßnahmen in Kraft (z.B. durch eine Rückholaktion).

    Gemäß Spielzeugverordnung muss Spielzeug, das in den österreichischen Handel kommt:

    • wesentliche Sicherheitsanforderungen erfüllen.
    • mit Gefahrenhinweisen und Gebrauchsvorschriften versehen sein.
    • die CE-Konformitätskennzeichnung tragen.
    • die Gesundheit oder Sicherheit von Kindern oder Dritten nicht gefährden.
    • der Weichmacher-, Azofarbstoff- und Magnetspielzeugverordnung entsprechen.

Nachhaltiges Spielzeug zeichnet sich dadurch aus, dass es langlebig und robust, recycelbar oder biologisch abbaubar, nicht gesundheitsgefährdend ist, die kognitive als auch die körperliche Entwicklung fördert und aus nachhaltigen Quellen stammt.

Hier hast du ein paar Tipps um das Richtige zu finden:

1. Miete oder nutze gebrauchtes Spielzeug

Das nachhaltigste Spielzeug ist immer das Spielzeug, das es bereits gibt. Greife also gerne zum gebrauchten oder gemieteten Spielzeug oder tausche es mit anderen Eltern. Gebrauchte Spielwaren sind schon ausgedämpft, falls flüchtige Schadstoffe enthalten waren. Gehe dazu in Second-Hand-Läden, zu Tauschflohmärkten oder auf Onlinetauschplattformen. Wenn dein Kind sich dann satt-gespielt hat, kannst du es über dieselben Möglichkeiten wieder weiterverkaufen.

Wenn du merkst, dein Kind spielt immer nur wenige Tage mit einem Spielzeug, ist die beste Option für dich wahrscheinlich das Mieten von Spielzeug. Zum Beispiel unter toddle.at kann man sich Spielzeugkisten ausborgen, unter babyrella.at oder nomadi.de findet man einzelne Spielsachen und  unter stressfrei-spielraum.com ganze Spielgeräte und zahlt dafür jeweils Monatsmiete.

2. Prüfe mit allen Sinnen

Unterziehe Spielzeug einer Geruchs- und Tastprobe (z.B. durch Reiben, Ziehen, Wackeln…), (Neues) Spielzeug mit starkem „typischen“ Plastikgeruch sollte gemieden werden. Auch Produkte, die stark parfümiert wurden oder scharfe Kanten aufweisen, sind kein ideales Kinderspielzeug. Duftstoffe können Allergien auslösen oder unangenehme Materialgerüche überdecken.

3. Achte auf Umweltsiegel

Prüfsiegel wie „GS-Zeichen“ garantieren die Sicherheit von Spielsachen. Bevorzuge beim Einkaufen Spielzeug, das ökologisch hergestellt und fair produziert wurde. Die Gütezeichen „Österreichisches Umweltzeichen“ oder „Blauer Engel“ geben darauf Rückschluss.

4. Bevorzuge Spielzeug aus Holz

Achte beim Kauf von Holzspielzeug auf Vollholzprodukte mit den Zeichen FSC (100%) und PEFC. Das garantiert eine nachhaltige Wertschöpfung in der Produktion. Sperrholzprodukte enthalten nämlich im Gegensatz zu Vollholzprodukten Leim, der gesundheitsschädliche Stoffe ausdünsten kann. Idealerweise sollte das Holz auch unlackiert sein. Denn oft befinden sich die Schadstoffe im Lack. Kaufe lieber Holzspielzeug, das mit biologischen Ölen oder Bienenwachs behandelt wurde. Wichtig ist, dass das Holz nicht ganz unbehandelt ist. Besonders für Babys ist dies nicht geeignet, da es den optimalen Nährboden für Bakterien bietet.

5. Vermeide batteriebetriebene Spielwaren

Batterien sind Problemstoffe und in Spielwaren nicht immer kindersicher eingebaut. Wähle lieber Spielzeug, das mit handbetriebenen Mechanismen oder erneuerbarer Energie betrieben wird.

6. Vermeide Kunststoff

Setze bei Spielezeug wenn möglich auf nachhaltige, natürliche Materialien wie Holz, Kork, Bambus, Pappe, Wolle oder Hanf. Lässt sich Plastik nicht vermeiden, greife bei Plastikspielzeug aus hartem Kunststoff lieber zu Polypropylen (PP) oder Polyethylen (PE) statt zu PVC. Das bannt die Gefahr, dass gefährliche Weichmacher im Spiel waren. PVC erkennst du am Recyclingdreieck mit der Ziffer 03 und der Kennzeichnung PVC.

7. Wasche nach dem Kauf

Stoff- und Plüschtiere bei niedrigen Temperaturen in der Waschmaschine waschen reicht, um Rückstände von Chemikalien zu entfernen oder kaufe gebrauchte Stofftiere, wo die potentiellen Schadstoffe nicht mehr am Material haften.

8. Schaue auf Robustheit und Reparierfähigkeit

Gutes Spielzeug ist robust und hält der Beanspruchung beim Spielen stand. Sollte etwas kaputt gehen, kann es repariert werden z.B. beim „Puppendoktor“. Dann kann es auch noch an die nächste Generation vererbt oder an die Nachbarskinder weitergegeben werden.

9. Kaufe erweiterbare und kombinierbare Spielwaren

Ein Baukastensystem, das sich ergänzen lässt, oder eine Puppe mit vielen Kleidern erhält nachhaltig das Interesse der Kinder.

10. Kreatives und pädagogisches Spielzeug

Entscheide dich für Spielzeug, das die Kreativität und geistige Entwicklung deines Kindes fördert, wie Puzzles, Bausteine und Bastelmaterialien. Fördere die Verbindung deines Kindes zur Natur, indem du Spielzeug wählst, das von der Natur inspiriert ist, wie Tierfiguren, Pflanzensets oder Naturforscherkits.

11. Achte auf die Sicherheit

Stelle sicher, dass das Spielzeug den geltenden Sicherheitsstandards entspricht und keine verschluckbaren Kleinteile enthält, die für kleine Kinder gefährlich sein könnten. Dies erkennst du an Gütesiegeln wie dem GS-Zeichen und der CE-Kennzeichnung.

12. Schaue auf wenig Verpackung

Bevorzuge Spielzeug mit minimaler Verpackung und wähle Produkte, die in umweltfreundlichen Verpackungen angeboten werden. Achte danach auf die umweltgerechte Entsorgung der verschiedenen Materialien.

Kind spielt mit Spielzeugautos
© Unsplash

Wichtiger Wirtschaftszweig: Spielwaren aus dem Supermarkt

Der Umsatz auf dem Spielzeugmarkt wächst weltweit. Mit 104 Milliarden Dollar ist die Spielwarenindustrie ein wichtiger Wirtschaftszweig geworden (2021), der von wenigen Großkonzernen dominiert wird.

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Im Jahr 2023 geben Österreicher:innen etwa € 83,29 pro Jahr für Spielwaren aus, wobei ein großer Teil davon in Elektrospielzeug, Videospiele und Spielcomputer investiert wird. Besonders schwer haben es Händler:innen, die sich auf Spielzeug spezialisieren. Die heutigen Kund:innen kaufen nämlich verstärkt in den Spielwarenabteilungen großer Supermarktketten ein oder bestellen einfach gleich im Internet. Dennoch ist der Markt wachsend, unter anderem weil die Nachfrage nach umweltfreundlichem und hochwertigem Spielzeug steigt.

bunte Plastik-Bauklötze
© unsplash

Umweltauswirkungen von Kinder-Spielzeugen: Kunststoff als Hauptverursacher

Die Ergebnisse des Artikels „A life cycle assessment of the environmental impact of children’s toys

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(2022) zeigen, dass das Lego Star Wars-Set die höchsten Treibhausgasemissionen aller untersuchten Spielzeuge aufweist. Dies liegt hauptsächlich daran, dass das gesamte Spielzeug aus ABS-Kunststoff besteht, was 64,38 % der Gesamtmasse ausmacht und 78,5 % der Gesamtemissionen ausmacht. Der Plüschhund mit Batterie hat die zweithöchsten Emissionen, wobei ein Großteil auf das Nylongranulat im Batteriepack zurückzuführen ist. Jenga hingegen hat die niedrigsten Emissionen, obwohl es das schwerste Spielzeug ist. Kunststoff erwies sich als das Material mit den höchsten Emissionen pro Kilogramm, gefolgt von Nylongranulat und PET. Polyethylen hatte die dritthöchsten Emissionen.

Plastikenten im Badezimmer
© Unsplash

Spielzeug und Gesundheit: Problematische Inhaltsstoffe

Jede fünfte Spielzeugprobe hat Sicherheitsmängel. Obwohl Spielzeug nicht als Lebensmittel einzustufen ist, sollte hier genauso streng auf die Inhaltsstoffe geschaut werden. Denn Spielzeug wird von Kindern nicht nur in die Hand, sondern auch oft in den Mund genommen. Die Produkte sollten daher schadstofffrei sein, um das Kind keinen gesundheitlichen Risiken auszusetzen.

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Vor allem buntes Kunststoffspielzeug kann oft solche Risiken bergen. Viele Kunststoffe enthalten nämlich Chlor sowie andere Stoffe, die Kinder nicht in den Mund nehmen sollten. Wenn also unbedingt Kunststoffspielzeug gekauft werden muss, sollte die Wahl auf Produkte aus chlorfreien Kunststoffen fallen, wie z.B. Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP). Diese enthalten weniger schädliche Inhaltstoffe als PVC. Im Zweifel fragen Sie den Fachhändler nach der verarbeiteten Kunststoffart.

Bunte Spielbälle aus Plastik
© Unsplash

Spielzeug aus PVC

Im Allgemeinen sollte Spielzeug vermieden werden, das PVC enthält. Oft ist es in aufblasbarem Wasserspielzeug, Bällen und Puppen enthalten. PVC ist ein Umweltgift und verursacht im gesamten Lebenszyklus (Produktion bis Entsorgung) eine Reihe schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt. Außerdem ist PVC ein harter Kunststoff, der häufig mit Weichmachern (Phthalaten) versetzt wird, um ihm Plastizität zu verleihen. Diese können sich jedoch durch Speichel aus dem Kunststoff lösen und in den Körper gelangen wo sie langfristig gesundheitsschädlich wirken.

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Seit 1999 ist die Verwendung von Phthalaten in Spielzeug für Kinder bis zum Alter von 36 Monaten europaweit verboten. Trotzdem muss die Verwendung von PVC auf der Verpackung nicht gekennzeichnet werden, weshalb es auf Importprodukten oft als „Vinyl“ getarnt wird.

Kind spielt mit bunten Bauklötzen
© Unsplash

Soziale Aspekte: Fairplay in der Spielzeugproduktion

Der Großteil aller Spielwaren in der EU werden aus China importiert, da viele große Spielwarenhersteller Teile ihrer Produktion in die Billiglohnländer Asiens ausgelagert haben. Das mag die Effizienz steigern und schafft auch Arbeitsplätze vor Ort, ist jedoch trotzdem kritisch zu sehen.

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Durch eine verdeckte Recherche der Organisationen Solidar Suisse, China Labor Watch (CLW) und Christliche Initiative Romero (CIR) konnten in chinesischen Spielzeugfabriken grobe Missstände aufgedeckt werden. Fabriken, die Spielzeug für Großkonzerne wie Walmart, Disney, Hasbro und andere produzieren, zeigten miserable Arbeitsbedingungen. Arbeiter:innen schliefen auf dem Fabrikboden, die sanitären Anlagen waren verdreckt, und Überstunden von 80 bis 140 Stunden pro Monat seinen an der Tagesordnung. Die Arbeitsbedingungen haben bereits zu Suiziden geführt. Trotz Versprechen der Konzerne, Arbeitsrechte einzuhalten, wurden diese in den Zulieferfabriken verletzt. Die niedrigen Löhne und schlechten Arbeitsbedingungen sind auf Verträge mit großen internationalen Konzernen zurückzuführen. Während Verbesserungen festgestellt wurden, sind die Bedingungen nach wie vor inakzeptabel. Der Toys Report 2017 unterstreicht die Notwendigkeit für mehr Transparenz und die Verantwortung der Spielzeugkonzerne, menschenunwürdige Arbeitsbedingungen zu beenden.

Ethical Toy Program

Einige große Spielzeughersteller bekennen sich im Rahmen des Ethical Toy Program zur Einhaltung eines Verhaltenskodex. Dieser soll die Wahrung von Menschen- und Arbeitsrechten in der globalen Lieferkette sicherstellen. In der praktischen Umsetzung des Kodex gibt es allerdings noch deutlichen Nachbesserungsbedarf, etwa die Etablierung unangekündigter Fabrikkontrollen.


Achte auf diese Gütezeichen

Österreichisches Umweltzeichen

Das Österreichische Umweltzeichen bietet Konsument:innen eine Informationsgrundlage für umweltfreundliche Kaufentscheidungen. Es ist das offizielle, vom Bundesministerium für Klimaschutz (BMK) vergebene Gütesiegel, das im Vergleich umweltverträglichere Produkte und Dienstleistungen kennzeichnet. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) ist für die Entwicklung der Anforderungen und für die Organisation der Überprüfungen verantwortlich. 2017 wurde erstmals ein Spielzeug mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet. Es handelt sich dabei um Bioblo, ein neuartiges Bausteinset aus ökologischen Materialien.

Blauer Engel

Das deutsche Umweltzeichen Blauer Engel gibt es für Spielzeug aus Holz und für textiles Spielzeug. Das Umweltzeichen stellt strenge Anforderungen an die verwendeten Materialien, Verarbeitung und zugesetzte Stoffe, die im Produktionsprozess verwendet werden.

„spiel gut“

Die rote Plakette kennzeichnet pädagogisch sinnvolles Spielzeug, das von Fachleuten getestet und gemeinsam mit Kindern erprobt wurde. Spielsachen aus PVC werden nicht zertifiziert, da PVC ein sehr umstrittener Kunststoff ist. Herausgeber des „spiel-gut“ Zeichens ist der deutsche „spiel gut – Arbeitsausschuss Kinderspiel und Spielzeug e.V.. Jährlich werden etwa 250 Spielwaren mit dem Siegel ausgezeichnet. Hinsichtlich der Umweltverträglichkeit werden folgende Kriterien bewertet: Verwendetes Material, Produktion, Gebrauch und Entsorgung, Langlebigkeit, Wiederverwendbarkeit und Sicherheit (Einhaltung der EU Normen).

WFTO Fair Trade Standard

Im Gegensatz zum Fairtrade-Label ist das WFTO-Label kein reines Produktsiegel. Es soll stattdessen Organisationen auszeichnen, deren Kerngeschäft der Faire Handel ist. Das WFTO Fair Trade Standard Siegel ist ein internationales Gütesiegel, das auf Fair-Trade-Prinzipien basiert. Dieses Siegel dient dazu, Verbraucher:innen die Gewissheit zu geben, dass die Produkte nach sozialen und ökologischen Kriterien hergestellt wurden und die Rechte der Arbeiter:innen respektiert werden.

FAIRTRADE

Wie auch bei Lebensmitteln und Kleidung, steht das Gütezeichen für faire Produktionsbedingungen, wobei die Einhaltung unabhängig kontrolliert wird. Dieses Label gibt es z.B. für Fußbälle, die ohne Einsatz von Kinderarbeit produziert wurden.

Fair Toys Siegel

2020 wurde die Fair Toys Organisation als Multi-Stakeholder-Initiative mit Mitgliedern aus der Spielwarenbranche und der Zivilgesellschaft gegründet. Sie setzt sich für die Einhaltung von Arbeits- und Menschenrechten sowie die Verringerung der Umweltauswirkungen in der Spielzeugproduktion ein und möchte mehr Transparenz in die Lieferketten bringen.

2023 wurde erstmals das Fair Toys Gütesiegel vergeben! Diese soll fair und umweltfreundlich produziertes Spielzeug besser erkennbar machen.

CE- Konformitätszeichen

Dieses Zeichen findet sich auf jedem Spielzeug, das innerhalb der EU verkauft wird. Der Hersteller oder Händler erklärt damit, dass das Produkt die gültige Europa-Norm EN 71 einhält. Die Einhaltung der Kriterien muss aber nicht überprüft werden, daher ist das CE Zeichen kein Qualitätssiegel, sondern lediglich ein Konformitätszeichen, das noch keine Garantie für gutes und sicheres Spielzeug bietet.

GS-Zeichen (geprüfte Sicherheit)

Das GS-Zeichen ist auf Spielzeug zu finden, das der Hersteller entsprechend den festgelegten Sicherheitsanforderungen freiwillig hat überprüfen lassen. Die Prüfung nimmt eine unabhängige zugelassene GS-Stelle vor. Produkte mit dem nationalen GS-Zeichen erfüllen die grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen. Oft ist auf zertifizierten Spielwaren auch die Prüfstelle angegeben (z.B. TÜV, DEKRA, ÖVE, etc.).

„Nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet“

Spielzeug für Kinder unter 36 Monaten muss strengere Auflagen erfüllen als für ältere Kinder. Hier geht es vor allem um drei Aspekte: Die Farben müssen speichelecht sein, das Spielzeug muss speziell bruchfest sein und es muss eine gewisse Größe haben, damit Kleinteile nicht verschluckt oder eingeatmet werden können. Der Warnhinweis „Nicht geeignet für Kinder unter 3 Jahren (bzw. 36 Monaten)“ sollte daher unbedingt beachtet werden.

Überprüfungen durch AGES

Es wird immer wieder Spielzeug auf dem Markt gefunden, das die Gesundheit der Kinder gefährden kann. Um die Sicherheit von Spielzeug zu überprüfen, führt die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) regelmäßig Untersuchungen durch und prüft Spielzeug auf ihre Inhaltsstoffe und physikalischen Eigenschaften. Wenn Sie einen Verdacht auf unsicheres Spielzeug haben, können Sie die Agentur kontaktieren, sodass hier nähere Untersuchungen durchgeführt werden. Mehr Informationen finden Sie unter www.ages.at.

Weiterführende Links:
Österreichisches Umweltzeichen – Spielzeug
Blauer Engel – Spielzeug
Statista – Spielwaren Statistik und Spielzeug&Spiele Österreich
AGES – Infos&Empfehlungen über Spielzeug
WKO – CE-Kennzeichnung von Spielzeug
Verbrauchergesundheit – Spielzeug
AK – Gütesiegel für sicheres und nachhaltiges Spielzeug