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KategorienWissenswertInsekten als neuer „Fleischersatz“

Insekten auf dem Speiseplan hören sich für viele nicht sehr schmackhaft an. Dabei sind Heuschrecke, Grille und Co. nicht nur reich an Protein, sondern auch noch nachhaltig und klimaschonend, denn ihre Aufzucht verbraucht deutlich weniger Ressourcen als beispielsweise die Rinderzucht. Und bei fast 2.000 essbaren Insekten, die alle etwas anders schmecken, könnte auch für Jede:n etwas dabei sein.

In Teilen Asien, Afrika und Lateinamerika werden Insekten als normales Nahrungsmittel wahrgenommen, bei uns ist die Skepsis gegenüber Lebensmitteln, die Insekten enthalten oder auch Gerichten, in denen die Insekten noch vollständig erkennbar sind, deutlich größer. Dabei haben Insekten großes Potenzial als klimaschonende Proteinlieferanten in Zukunft öfter auf unseren Tellern zu landen.

Effiziente Insekten

Insekten haben im Vergleich zu anderen tierischen Nahrungsquellen eine hohe Futterverwertungseffizienz, verbrauchen wenig Wasser und verursachen nur geringe Mengen an Treibhausgasen. Außerdem benötigen sie wenig Platz und als Futter kann auf Überschüsse aus der Landwirtschaft zurückgegriffen werden. Mit den enthaltenen essentiellen Aminosäuren, ungesättigten Fettsäuren und einer Vielzahl an Mineralien und Vitaminen haben sie auch sehr gute Nährwerte.

Insektenburger aus Österreich

Zu den Pionieren bei der Etablierung von Insekten als Nahrungsmittel in Österreich zählt das Startup ZIRP aus Wien, das verschiedene Lebensmittel mit Insektenanteil produziert, unter anderem Fertigmischungen (z.B. für Risotto oder Kornbrot). Diesen Sommer haben sie ihr Sortiment um ein Burger Pattie, das fast zur Hälfte aus Buffalowürmern hergestellt wird, erweitert. Die Buffalowürmer kommen in vermahlener Form in das Pattie und sind daher nicht als solche erkennbar, weitere Zutaten sind Champignons, Erbsenprotein und Zwiebel.

Geschmäcker können sich ändern

Obwohl über 2 Milliarden Menschen auf der Welt Insekten schon jetzt als Lebensmittel konsumieren, stoßen sie in Europa noch auf Skepsis unter Konsument:innen. Dies mag daran liegen, dass bei gewissen Zubereitungsformen das Insekt noch im Ganzen erkennbar ist und es daher einiges an Überwindung kostet hineinzubeißen. Doch Geschmäcker können sich ändern, ein gutes Beispiel dafür ist der heute normal anmutenden Verzehr von rohem Fisch in Form von Sushi.

Vielleicht können Insekten-Alternative auch ein erster Schritt in Richtung Verringerung des Fleischkonsums sein oder eine klimaschonendere und trotzdem proteinreiche Alternative zum Steak?

In unserer Unter der Lupe Reportage „Fleischreduktion: darf’s ein bisschen mehr vom Weniger sein?“ findet ihr übrigens noch mehr Informationen zum Thema Fleischersatzprodukte und vegetarische bzw. vegane Alternativen.

Quellen und weitere Informationen:

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