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KategorienWissenswert5 Tipps für naturnahes Garteln für mehr Artenvielfalt

Der April läutet die Gartensaison ein – die Natur erwacht zum Leben und der Garten oder Balkon kann für das laufende Jahr vorbereitet und bepflanzt werden. Vögel, Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten profitieren von naturnaher Bepflanzung und von ein bisschen Wildwuchs im Garten, denn diese „wilden“ Plätze dienen als Lebensraum und Nahrungsquelle. Wir geben euch Tipps, wie ihr beim Garteln zu mehr Artenvielfalt beitragen könnt.

Schwindender naturnaher Lebensraum und der Einsatz von Pestiziden tragen zum Insektensterben bei, was wiederum zum Verlust von Biodiversität führt und Ökosysteme aus dem Gleichgewicht bringt. Um dem entgegen zu wirken, können auch Hausgärten und Balkone einen Beitrag leisten, indem wir Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge und Co schaffen.

1. Naturnahe Hecken

Hecken aus Thujen, Bambus oder Scheinzypressen dienen zwar als Sichtschutz, haben aber für Vögel oder Schmetterlinge keinen Mehrwert – anders gemischte Wildstrauchhecken wie Liguster, Feld-Ahorn, Roter Hartriegel oder eine Schneeballhecke, die Tieren wertvolle Rückzugsorte und Futter bieten.

2. Wilde Inseln

Insekten mögen es „wild“, daher am besten in Teilen des Gartens der Natur ihren Lauf lassen oder wilde Inseln oder Blühstreifen stehen lassen, die nicht gemäht oder bearbeitet werden und wo Wildblumen, Kräuter, Klee, Sträucher oder auch Totholzhaufen ihren Platz haben. Auf motorisierte Geräte wie Laubsauger oder Laubbläser besser grundsätzlich im Garten verzichten, denn diese sind die Feinde von Insekten und Nützlingen. Das gilt besonders auch für Mähroboter, denn diese verstümmeln und töten Tiere wie zum Beispiel Igel.

3. Blühende Pracht und duftende Kräuter

Eine heimische Wildblumenwiese und duftende Kräuter locken mit ihrer Farbenpracht und ihrem Duft Schmetterlinge, Bienen, Hummeln und andere Insekten an – was die Monokultur eines Rasens nicht kann. Am besten gleich zu Frühlingsbeginn Schneeglöckchen, Narzissen und Krokusse pflanzen, denn diese dienen als Frühblüher Insekten als erste Nahrungsquelle. Die Raupen von Schmetterlingen wiederum mögen zum Beispiel Brennnesseln, Disteln und ähnliche „Un“Kräuter und fühlen sich am Apfelbaum, auf Schlehe, Weißdorn, Weide oder Kreuzdorn wohl. Bienen lieben zum Beispiel Flieder, Schafgarbe, Verbene, Löwenmäulchen, Fetthenne und Lavendel.

4. Willkommen im „Insektenhotel“

Wer einen eher „geordneten“ Garten hat, aber trotzdem zur Artenvielfalt beitragen will, kann das auch mit einem sogenannten „Insektenhotel“, das als Nistplatz, Nahrungsort, Unterschlupf und Überwinterungsplatz dient. Es gibt diese bereits fertig im Baumarkt oder man baut sich selbst eines. Flache Wasserschalen dienen Vögeln und Insekten als Trink- und Badestelle.

5. Ökologisch Garteln und auf chemische Dünger verzichten

Wer seinen Haus- oder Kleingarten ökologisch bewirtschaftet, leistet nicht nur einen Beitrag für Artenvielfalt, sondern auch für Naturschutz durch den Verzicht auf Pestizide und Kunstdünger. Mit dem Rückgriff auf heimische Pflanzenarten, Biosaatgut und torffreie Erde oder noch besser selbst hergestellten Kompost tun wir der Umwelt und der Tierwelt etwas Gutes. Und wenn es doch einmal Planzenschutz- oder pflegemittel braucht, dann am besten Produkte mit dem Österreichischen Umweltzeichen verwenden.

Mitmachen bei der Aktion „Nationalpark Garten“

Du willst mit deinem Garten oder Balkon zu Artenvielfalt beitragen? Dann kannst du dich bei der Global2000-Aktion „Nationalpark Garten“ eintragen. Du verpflichtest dich dazu, folgendes zu berücksichtigen:

  • Fördere die Pflanzenvielfalt & schaffe Lebensraum für Tiere
  • Verzichte auf Pestizide und Kunstdünger
  • Verwende torffreie Garten- & Blumenerde

Quellen & weiterführende Links:

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