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KategorienWissenswertUmweltfreundliche Lebensmittel

Die Umwelt- und Klimabilanz von Lebensmitteln hängt von vielen Faktoren ab – und zwar vor allem wo und wie sie angebaut und danach transportiert und verpackt wurden. Apfel, Erdbeere oder Pfirsich saisonal und regional im Supermarktregal zählen zu den klimafreundlichsten Lebensmitteln, während sie als Neuseeland-Apfel, Winter-Erdbeere oder Dosen-Pfirsich eine miserable Klimabilanz haben.

Zu diesem Schluss kommt das ifeu (Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg), das in einer Studie den ökologischen Fußabdruck von 200 alltäglichen Lebensmitteln ermittelt hat.

Platz 1: Karotten und Weißkohl

Der erste Platz der klimafreundlichsten Lebensmittel geht an Karotte und Weißkohl. Frisch und unverpackt haben sie den niedrigsten CO2-Fußabdruck von allen 200 untersuchten Lebensmitteln: Bei der Produktion von einem Kilo des jeweiligen Gemüses entstehen nur 0,1 Kilo CO2. (Im Folgenden bezieht sich die Angabe an Kilo CO2 immer auf ein Kilo des genannten Lebensmittels)

Platz 2: Weitere Obst- und Gemüsesorten

Wer weder Weißkohl noch Möhren mag, kann bedenkenlos bei vielen anderen heimischen Obst- und Gemüsesorten zugreifen. Ob Apfel oder Erdbeere, Brokkoli oder Lauch, Zucchini oder Spinat, Kartoffeln oder Kürbis: Frisch haben alle einen CO2-Fußabdruck von höchstens 0,3 Kilo CO2. Auch Blattsalat und Rucola schneiden zum Beispiel gut ab.

Platz 3: Milchersatzdrinks

Bei der Herstellung von Pflanzenmilch aus Hafer, Dinkel oder Mandeln (0,3 Kilo CO2) wird deutlich weniger CO2 freigesetzt als bei der Produktion von Kuhmilch (durchschnittlich 1,5 Kilo CO2). Achtung bei der Mandelmilch: Die Herstellung verschlingt oft Unmengen an zusätzlichem Wasser, da Mandeln meist in ohnehin trockenen Regionen wie Kalifornien angebaut werden.

Platz 4: Brot und Getreideprodukte

Mit 0,6 Kilo CO2 zählt auch Brot zu den klimafreundlichen Lebensmitteln. Gleiches gilt für andere Getreideprodukte wie Nudeln oder Bulgur. Übrigens: Landen tierische Produkte wie Butter (etwa 10 Kilo CO2) oder Käse (im Schnitt 7,2 Kilo CO2) auf der Stulle, sieht es direkt deutlich schlechter aus.

Platz 5: Pflanzliche Proteinquellen

Soja, Linsen oder Nüsse zählen zu beliebtesten pflanzlichen Proteinlieferanten. In der Klimabilanz sind sie tierischen Produkten weit überlegen. Bei der Produktion von getrockneten Linsen fallen pro Kilo beispielsweise 1,3 Kilo CO2 an, bei Erdnüssen nur 0,8 Kilo.

Schlusslicht: Tierische Produkte und Flugzeugware

Am Ende des Rankings findet man neben der bereits aufgezählten Butter und dem Käse auch Produkte wie Rindfleisch (13,6 Kilo CO2 bei durchschnittlichem/ 21,7 Kilo CO2 bei Bio), gefrorene Garnelen (12,5 Kilo CO2) und Ananas, die per Flugzeug importiert wird (15,1 Kilo CO2).

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