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Ratgeber

Papierwaren, Schul- und Bürobedarf

  • 40 %

    der österreichischen Papierproduktion für Verpackungen

  • 218 kg

    pro-Kopf-Papierverbrauch pro Jahr in Österreich

  • 50 %

    der Papierprodukte in Österreich werden recycelt

Bei vielen Papier- und Bürowaren handelt es sich um kurzlebige Produkte. Daher ist es besonders wichtig auf recyclinggerechte und umweltfreundliche Inhaltsstoffe zu achten. So kann der Rohstoff- und Energieverbrauch gesenkt werden. Produkte, die für Kinder gedacht sind, sollten auf ihre Schadstofffreiheit geprüft sein. Um zusätzliche den ökologischen Fußabdruck unterschiedlicher Produkte zu minimieren, lohnt es sich hochwertige und langlebige Artikel zu kaufen. Sie zeichnen sich durch eine stabile Konstruktion, Nachfüllbarkeit, hohe Füllmengen und einfache Reparierbarkeit aus.

Papier- und Bürowaren

Worauf Sie achten sollten

  • Chlorfreiheit
    • Halten Sie Ausschau nach chlorfrei gebleichten Artikeln. Damit minimieren Sie die Verschmutzung von Gewässern mit schädlichen Bleichmitteln.
  • Hoher Altpapieranteil
    • Wählen Sie Produkte, die einen hohen Anteil an Altpapier enthalten. Sie haben dieselbe Qualität wie Frischpapier, schonen aber die Umwelt.
  • Zertifizierte Forstwirtschaft
    • Achten Sie bei Papier aus Holzstoff darauf, dass die Holzfasern aus zertifizierter Waldwirtschaft (FSC oder PEFC-Siegel) oder aus der Holzverwertung stammen.
  • Sparsamer Umgang
    • Drucken Sie möglichst häufig beidseitig. So lassen sich große Papiermengen einsparen.
    • Eine weitere Möglichkeit zur Einsparung bieten die Druckoptionen „Verkleinern“ oder „Broschürendruck“. Dabei wird der Seiteninhalt verkleinert gedruckt.
    • Sollten Sie doch mal einseitig drucken, ist es ratsam die leeren Rückseiten anschließend als Notizpapier zu verwenden.
  • Umweltfreundliche Produkte
    • Vermeiden Sie jegliches Büromaterial aus PVC oder Polystyrol (PS). Besser ist es Produkte aus Holz, Pappe oder Polyethylen (PE) zu kaufen.
    • Beim Kauf von Büroklammern ist darauf zu achten, dass sie unbehandelt oder verzinkt sind. Beschichtete oder lackierte Klammern enthalten nämlich oft PVC.
    • Anerkannte Umweltzeichen wie das Österreichische Umweltzeichen zertifizieren umweltfreundliche Produkte eindeutig und bieten beim Kauf eine gute Entscheidungshilfe.
  • Gesundheitlich unbedenkliche Kleber
    • Vermeiden Sie Klebstoffe auf Polyurethan- oder Epoxidbasis. Sie enthalten gesundheitsschädliche Komponenten. Zu bevorzugen sind lösungsmittelfreie Produkte.
Gefaltetes Papier
© Unsplash

Recyclingpapier: nachhaltig und hochwertig

Etwa 80 Prozent aller Papierprodukte in Österreich werden nur sehr kurz genutzt, bevor sie dem Recycling zugeführt werden. Dabei handelt es sich zu großem Teil um Verpackungsmaterial und Druckerpapier. Um den Zellstoff dennoch länger zu nutzen, werden inzwischen 50 Prozent der Papierwaren in der EU recycelt. Dabei wird Altpapier zur Herstellung von neuen Papierwaren genutzt. Sie sind dem nicht-recycelten Papier qualitativ gleichzusetzen.

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Außerdem wird das Abwasser bei der Herstellung von Recyclingpapier  weniger belastet als bei chloriertem Papier aus Primärfasern. Besonders umweltfreundlich ist Recyclingpapier aus Zellstoff, das im Gegensatz zu Papier aus Holzfasern, sehr viel weniger Lignin beinhaltet. Daher vergilbt es auch nicht mit der Zeit.

Person packt ein Paket
© Unsplash

Papier für Pakete

Die Erzeugnisse der Papierindustrie sind vielfältig einsetzbar. Ein großer Anteil der österreichischen Papierproduktion wird für Verpackungen verwendet. Inzwischen sind es 40 Prozent, wobei die Tendenz stark steigend ist. Das liegt vor allem an der großen Menge an Produkten, die über den Onlinehandel gekauft werden, und gut verpackt verschickt werden müssen.

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Etwa 30 Prozent der Papierproduktion entfällt auf Druckpapier und nur etwa 10 Prozent werden zu Hygienepapier. Somit werden etwa 80 Prozent aller Papierprodukte in Österreich nur sehr kurz verwendet, bevor sie dem Recycling zugeführt werden. Die kurze Nutzungsdauer bedingt einen hohen ökologischen Fußabdruck. Außerdem zu beachten ist die Tatsache, dass etwa 60 Prozent der Papierwaren in Österreich importiert werden. Die Rohstoffe für die weltweite Zellstoffindustrie werden nämlich aus den Wäldern Kanadas, Finnlands und Portugals bezogen. Der Transportweg erhöht den ökologischen Fußabdruck weiter. Während man bei Papierwaren, die in der EU produziert wurden, eine nachhaltige Waldwirtschaft in den meisten Fällen voraussetzen kann, ist das bei Papier aus dem EU-Ausland nicht immer der Fall. Daher ist es besonders wichtig auf entsprechende Gütezeichen zu achten.

Eine Vielzahl an Umweltschutzorganisationen weist schon seit Jahren auf die zunehmend schlechte Entwicklung der Wälder dieser Welt hin. Jede Minute werden hohe Mengen abgeholzt, unter anderem auch, um schnellwachsende Bäume wie Eukalyptus oder Akazien anzubauen. Daraus lässt sich besonders kosteneffizient Zellstoff für die Papierproduktion herstellen. Die österreichischen Wälder folgen diesem Trend jedoch nicht. Jährlich werden nur etwa zwei Drittel des Holzzuwachses industriell genutzt.

Klebstoff
© Shutterstock

Klebstoffe und Klebebänder

Bei Klebstoffen können bis zu 60% des Gewichtes aus Lösungsmitteln bestehen, die die Schleimhäute reizen können. Sie sind somit vor allem für Kinder gesundheitsschädigend. Die enthaltenen Lösungsmittel sind leicht flüchtig und werden beim Kleben eingeatmet, was zu Schleimhautreizungen, Kopfschmerzen und Schwindel führen kann.

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Der sogenannte „tropffreie & saubere“ Kleber enthält statt Wasser als Lösungsmittel organische Lösungsmittel wie Ethanol und Methylacetat. Diese Klebstoffe erkennt man an dem aufgedruckten Gefahrensymbol mit der Flamme und dem Hinweis „leicht entzündlich“. Um diesen Lösungsmitteln auszuweichen, sollte darauf geachtet werden lösungsmittelfreie Alles- oder Vielzweck – Kleber zu verwenden.

Erhältlich sind sie in flüssiger Form oder pastös als Klebestift. Hier werden beim Gebrauch keine Lösungsmitteldämpfe frei. Auch Alleskleber gibt es in lösungsmittelfreier Form. Diese trocknen zwar etwas langsamer als lösungsmittelhaltige Klebstoffe, sind aber dafür gesundheits- und umweltfreundlicher.


Schreibwaren

Worauf Sie achten sollten

  • Lackfreiheit
    • Kaufen Sie unlackierte Stifte oder solche, die umweltfreundlichem „Wasserlack“ beschichtet wurden.
    • Bei Stiften mit Holzschaft ist es ratsam gänzlich unbehandelte Produkte zu kaufen, die das FSC oder PEFC Gütesiegel für Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft tragen.
  • Kindergerecht
    • Produkte, die für Kinder gedacht sind, sollten das „Spiel gut“-Siegel tragen. Es garantiert die Einhaltung der Spielzeugnorm CE EN 71.
    • Das ist auch für Schreibwaren für Schulkinder zu beachten, da Kinder stärker in Kontakt mit den Inhaltsstoffen kommen. Durch Speichel können sich diese lösen und so in den Körper gelangen. Es sollte also sichergestellt werden, dass sich keine gesundheitsschädlichen Stoffe daraus lösen.
    • Weiche PVC-Radiergummis und flexible Lineale, an denen Kinder gern knabbern, können große Mengen an fortpflanzungsgefährdender Weichmacher enthalten. Daher sollte hier auf Alternativen zurückgegriffen werden. Angeboten werden beispielsweise Radiergummis aus Kautschuk und Lineale aus Holz.
  • Langlebigkeit
    • Kaufen Sie robuste, langlebige Produkte. Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass sie nachgefüllt werden können und kaufen Sie Blei- und Buntstifte mit dicken Minen, die eine höhere Ergiebigkeit aufweisen.
Buntstifte aufgereiht
© Unsplash

Schreibgeräte und Stifte

Farbstifte können neben Lösungsmitteln auch Schwermetalle und Schwermetallverbindungen enthalten, die als Verunreinigungen z.B. von Farbpigmenten oder mineralischen Rohstoffen in die Produkte gelangen. Kinder kommen bei der Verwendung von Schreibwaren häufig stärker in Kontakt mit derartigen Inhaltsstoffen (z.B. auf der Haut). Durch Speichel können sich diese lösen und so in den Körper gelangen. Grundsätzlich gilt es Filzstifte mit Lösungsmitteln zu vermeiden. Eine gute Alternative sind Stifte auf Wasserbasis.

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Trockene Schreibgeräte erfüllen vielfach auch den Zweck. Bei Schreibgeräten, die mit Tinten in flüssiger oder pastöser Form arbeiten, kann davon ausgegangen werden, dass diese Produkte mehr Chemikalien enthalten als ihre „trockenen Verwandten“. Ein Holzschaft mit einer eingeleimten Miene zum Spitzen produziert auch noch weniger Abfall.

Kinder mit Schultaschen
© Unsplash

Schultaschen und Ranzentrolleys

Schultaschen sollen leicht, formstabil, stark belastbar, signalwirksam erkennbar und orthopädisch geformt sein. Kostengünstige Schultaschen erfüllen diese Anforderungen selten und haben meist nur eine kurze Lebensdauer. Hochqualitative Produkte sollten eine lange Garantiezeit (bis zu 30 Jahre) mit Reparaturservice aufweisen können.

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Grundsätzlich gilt es die Entscheidung zu treffen, ob ein Schulrucksack oder ein Schulranzen gekauft werden soll. Beim Schulranzen handelt es sich um eine Tasche mit Grundgestell, die vor allem von Kindern in der Volksschule getragen wird. Sie ist ergonomisch optimal gestaltet und stellt sicher, dass das Gewicht gut verteilt ist. Inzwischen gibt es jedoch auch Schulrucksäcke aus flexiblerem Material, die genauso ergonomisch gestaltet sind. Achten Sie beim Kauf von Schulranzen unbedingt darauf, dass die wesentlichen Mindestanforderungen der Deutschen Schulranzen-Norm eingehalten werden. Sie ist in Bezug auf die Sicherheitsausstattung (genug retroreflektierende und fluoreszierende Flächen) noch strenger als die österreichische Norm. Für Schulrucksäcke wurde in Österreich noch keine Norm erarbeitet. Laut deutscher Schultaschennorm DIN 58124 gilt ein Produkt erst dann als sicher, wenn es über genug retroreflektierende und fluoreszierende Flächen verfügt. Retroreflektierend heißt, dass in der Dunkelheit das Licht der Scheinwerfer wie bei Katzenaugen zurückgeworfen wird.


Clever einkaufen für Büro & Schule

Mehr Informationen und Hilfe bei der Auswahl der richtigen Papier-, Schul- und Bürowaren finden Sie auf www.schuleinkauf.at und www.bueroeinkauf.at.

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