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Ratgeber

Bier

  • 105 l

    jährlicher Pro-Kopf-Verbrauch Bier in Österreich

  • mehr als 300

    Braustätten in Österreich

  • über 1.000

    verschiedene Biere aus Österreich

Es gibt fast nirgends auf der Welt Menschen, die so viel Bier konsumieren wie die Österreicherinnen und Österreicher - vieles davon wird auch im Inland produziert. Auch das zunehmende Bewusstsein der Käuferinnen und Käufer für nachhaltig produzierte Erzeugnisse und biologisch angebaute Ausgangsprodukte formt den Markt. Zunehmend werden Bio-Biere angeboten, die in vielerlei Hinsicht gut für die Umwelt sind.

Worauf Sie achten sollten

  • Mehrweggebinde
    • Greifen Sie bei Bier zu Mehrweggebinden, statt zu Dosen und Einwegflaschen. Eine Bierdose verursacht beispielsweise dreimal so hohe klimaschädliche CO2-Emissionen wie eine Mehrweg-Glasflasche.
  • Biologische Produktion
    • Achten Sie auf Bio-Siegel wie das AMA-Biozeichen, Austria Bio-Garantie, Demeter oder Bio-Austria.
    • Damit zertifizierte Biere werden unter Verwendung von biologisch angebauten Rohstoffen produziert.
  • Österreichische Herkunft
    • In Österreich gibt es mehr als 300 Braustätten mit über 1.000 verschiedenen Bieren.
    • Heimische Rohstoffe garantiert das AMA-Gütesiegel, das Sie derzeit z. B. auf den Bieren der Ottakringer, Gösser und Murauer Brauerei sowie der Brauerei Schloß Eggenberg finden.
  • Umweltstandards und nachhaltige Braumethoden
    • Informieren Sie sich auf der Website Ihrer Lieblingsbrauerei über Umweltstandards und nachhaltige Methoden, die zum Einsatz kommen.
Bier wird aus einer Flasche in ein Glas gefüllt
© Unsplash

Brauwirtschaft in Österreich

Seit Jahren bleibt der durchschnittliche Konsum von Bier in Österreich stabil. Pro Jahr trinkt hierzulande jede Person etwa 105 Liter. Diesen Wert übertrifft weltweit nur Tschechien. Das macht Österreich zu einer der führenden Biernationen auch in Bezug auf die Produktion.

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In über 300 Braustätten werden mehr als 1.000 unterschiedliche Biere gebraut und es werden immer mehr: Es gibt einen klaren Trend zu Klein-und Kleinstbrauereien, die sich auf die Produktion von neuartigen Bieren spezialisieren.

Mehr als 75 Prozent der Bierproduktion finden jedoch immer noch in Großbrauereien statt, wo vor allem Lager, Märzbier und Vollbier hergestellt werden. Davon ist ein Großteil für den heimischen Markt bestimmt, da Österreicherinnen und Österreicher überwiegend österreichisches Bier trinken. Das wichtigste Abnehmerland in der EU für österreichisches Bier ist Deutschland.

Mehrere Gläser mit unterschiedlichen Biersorten
© Unsplash

Den Überblick behalten: Biersorten und Inhaltsstoffe

Die grundlegenden Inhaltsstoffe für Bier sind Getreide, Hopfen, Hefe und Wasser. Daraus werden weltweit etwa 150 Biersorten hergestellt. Für den speziellen Eigengeschmack einer Biersorte sind viele unterschiedliche Faktoren verantwortlich. Eine grobe Unterscheidung lässt sich anhand des Alkoholgehalts, des Stammwürzegehalts, der Farbe und der Getreideart durchführen.

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  • Alkoholfreies Bier bezeichnet Bier mit nicht mehr als 0,5 Volumenprozent Alkohol.
  • Alkoholarmes Bier ist solches mit nicht mehr als 1,9 Volumenprozent Alkohol.
  • Leichtbier hat nicht mehr als 3,7 Volumenprozent Alkohol.

Abhängig vom Stammwürzegehalt lässt sich Bier in Schankbier (9 bis < 11 Grad), Vollbier (11 bis < 16 Grad) und Stark- bzw. Bockbier (mindestens 16 Grad) unterscheiden. Die Stammwürze bezeichnet dabei den Anteil der Stoffe, der vor der Gärung aus dem Malz und dem Hopfen herausgelöst wird.

In Österreich wird weiter in Lager- bzw. Märzen (ausgewogen malzig, mild hopfenbitter, untergäriges Vollbier) und Pils (hellfärbig, stärker gehopft, untergäriges Vollbier) unterschieden.

Hopfen
© Unsplash

Bio-Bier gewinnt höheren Stellenwert am Markt

Ökologische Problemfelder sind bei der konventionellen Bierherstellung sowohl beim Anbau der Rohstoffe als auch im Herstellungsprozess zu finden. Die Umweltauswirkungen können durch den biologischen Anbau von Rohstoffen aber verringert werden. In den letzten Jahren lässt sich eine vermehrte Nachfrage nach Bio-Bieren beobachten. Dabei stammen die wesentlichen Rohstoffe Getreide und Hopfen aus kontrolliert biologischem Anbau.

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Bio-Getreide bedeutet in erster Linie Verzicht auf chemisch-synthetischen Pflanzenschutz. Es kommen also keine Herbizide, Pestizide und Fungizide zum Einsatz und auch Kunstdünger sind nicht erlaubt. Ebenso verboten sind Wachstumsbeschleuniger und Schwefel. Beim Anbau ohne Kunstdünger und synthetische Pflanzenschutzmittel verringert sich im Vergleich zum konventionellen Anbau der Energiebedarf in der Landwirtschaft. Die Emissionen von ozonzerstörenden Stoffen und Treibhausgasen werden ebenfalls reduziert.

Bei Bio-Bier ist die Gentechnik auf allen Produktionsstufen ausgeschlossen. Das ist nicht selbstverständlich, denn in der Bierherstellung besteht grundsätzlich die Gefahr, dass genetisch veränderte Organismen (GVO) zum Einsatz kommen. Diese können als Rohstoffe, Hefen oder Enzyme in den Herstellungsprozess gelangen, wobei gentechnisch verwendete Hefe, Malz oder Hopfen in Österreich nie zum Einsatz gekommen ist. Österreich gehört nämlich zu den wenigen Ländern die sich für die GVO-Freiheit entschieden hat.

Gentechnisch veränderte Rohstoffe

Der Anbau und die Vermehrung von gentechnisch veränderten Pflanzen sind in Österreich bereits verboten, nicht jedoch der Import und die Verwendung. Bier aus gentechnisch veränderter Hefe ist kennzeichnungspflichtig, wenn die gentechnisch veränderten Organismen noch im Lebensmittel vorhanden sind. Nicht kennzeichnungspflichtig sind Produkte wie Bier, wenn sie mit gentechnisch veränderter Hefe hergestellt wurden, die aber vollständig aus dem Produkt entfernt wurde oder nicht mehr nachweisbar ist.

Bei vielen ausländischen Bieren werden Enzyme zum Brauen verwendet, um biochemische Prozesse zu optimieren. Sie werden oft mit Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen hergestellt. Für den Verkauf gilt inzwischen europaweit eine Zulassungspflicht, jedoch keine Deklarationspflicht. Es gibt auch keine besondere Kennzeichnung von Enzymen, die mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt wurden.

Glas wird mit Bier gefüllt
© Unsplash

Der nachhaltigste Griff ist zum regionalen Bier

Transportbedingte Umweltauswirkungen der Bierherstellung lassen sich durch den Kauf von regionalen Bieren bzw. Bieren aus regionalen Rohstoffen vermindern. Zusätzlich wird die Einkommenssicherheit bei regionalen Produzenten und Verarbeitern erhöht. Der Kauf von regionalen Produkten bringt somit eine Menge Vorteile. Durch den Kauf unterstützen Sie die Erhaltung der Infrastruktur, der Betriebe und Arbeitsplätze in der Region und sichern die regionale Wertschöpfung. Traditionelle Kenntnisse, regionaltypische Rezepte und handwerkliche Fähigkeiten für die Bierherstellung bleiben erhalten.

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Sie unterstützen durch den Kauf von regionalem Bier außerdem die österreichische Landwirtschaft. Denn die verwendete Braugerste stammt größtenteils aus heimischem Anbau und auch der gesamte Hopfen aus dem Mühl- und Waldviertel sowie dem Leutschacher Gebiet wird in österreichischen Brauereien verarbeitet.

Bier in Glasflasche
© Unsplash

Richtig verpackt: Bier in Glasflaschen

Um die Umwelt möglichst zu schonen, sollten Konsumentinnen und Konsumenten beim Biereinkauf auf die richtige Verpackung achten. Die beste Entscheidung sind Mehrweg-Glasflaschen, die in jeder Hinsicht umweltfreundlich sind.

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Als problematisch sind vor allem Alu-Dosen zu sehen, da die Herstellung des Metalls einen enormen Energiebedarf sowie große Abfallmengen und Emissionen verursacht. Verglichen mit neu produzierten Dosen, werden beim Recycling von Aludosen nur etwa fünf Prozent der ursprünglichen Energie verbraucht und es werden weniger Schadstoffe ausgestoßen. Aus gebrauchten Aludosen werden jedoch keine neuen Dosen hergestellt, sondern Gussaluminium von minderer Qualität erzeugt.

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