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KategorienWissenswertUrban Jungle: Darauf solltest du bei Zimmerpflanzen achten

Zimmerpflanzen machen Büro und Zuhause wohnlicher, wirken sich positiv auf unsere Stimmung aus und liegen unter dem Motto #urbanjungle auch voll im Trend. Gerade in der kalten Jahreszeit, wo Heizen die Luft austrocknet, verbessern Pflanzen durch höhere Luftfeuchtigkeit das Raumklima; zudem absorbieren sie Staub und produzieren Sauerstoff. Doch wie ökologisch und nachhaltig sind Zimmerpflanzen eigentlich? Anders als bei Saatgut oder Gemüse- und Obstpflanzen erfahren wir bei den meisten Zierpflanzen beim Kauf wenig bis nichts über Herkunft, Produktionsbedingungen oder potenziellen Pestizideinsatz beim Anbau – das Bio-Angebot bei Zierpflanzen ist noch eine Nische. In diesem Beitrag informieren wir, wie man zur Nachhaltigkeit bei Zimmerpflanzen beitragen kann.

Zierpflanzen verbessern die Stimmung und das Raumklima

Wir verbringen einen großen Teil unseres Lebens in Innenräumen – sei es am Arbeitsplatz oder in den eigenen vier Wänden, zum Beispiel im Schlaf. Untersuchungen zeigen, dass wir uns in Räumen mit Pflanzen wohler fühlen, weniger Stress empfinden und der Blick auf Grün am Arbeitsplatz sogar die Konzentration fördern kann. Pflanzen sorgen aber nicht nur für eine angenehme Atmosphäre oder dienen der Zierde – sie verbessern auch das Raumklima. Auch wenn eine Studie zeigt, dass die Luft-reinigende Wirkung von Zimmerpflanzen nicht so groß ist, wie bisher angenommen, tragen Topfpflanzen dennoch zu einem besseren Raumklima bei, alleine indem sie CO2 in Sauerstoff umwandeln, Staub binden und die Luftfeuchtigkeit erhöhen. Grazer Forscher:innen untersuchen zudem gerade, wie das Mikrobiom in deren Pflanzenerde auch im Gesundheitsbereich der Entstehung von resistenten Keimen entgegenwirken kann. Regelmäßiges Lüften können Pflanzen aber nicht ersetzen.

Topfpflanzen in Tontöpfen
Grün macht glücklich© Unsplash

Zimmerpflanzen für Einsteiger:innen

Allergiker:innen sollten auf Arten verzichten, deren Pflanzensaft giftig ist (z.B. Ficus-Arten), da diese allergische Reaktionen auslösen können.

Efeutute im Wasserglas
Unkomplizierte Sorten wie die Efeutute, die Grünlilie oder der Geldbaum lassen sich auch ohne Vorwissen einfach vermehren.© Unsplash

Grün im doppelten Sinn – wie nachhaltig sind Zimmerpflanzen?

Ein Großteil der Zimmerpflanzen, der zum Verkauf angeboten wird, wird konventionell produziert, unter Einsatz von Insektiziden, Pestiziden und Düngemitteln. Vor allem exotische Pflanzen, die auf anderen Kontinenten produziert werden, unterliegen nicht den strengeren EU-Richtlinien beim Einsatz von Pestiziden im Pflanzenbau – wie die aktuell sehr beliebten Arten Monstera oder Calathea –  und haben zudem lange Transportwege hinter sich. Um den ökologischen Fußabdruck bei Zimmerpflanzen zu verringern, kann man auf heimische Pflanzen aus Bioanbau zurückgreifen, auf torffreie Pflanzenerde achten, um die Moorvorkommen zu schonen und statt des Kaufens auf Tauschen bzw. Teilen setzen und Pflanzen aus Ablegern ziehen. In Tauschgruppen auf Facebook (z.B. „Pflanzentauschbörse Österreich“) oder bei Pflanzentauschevents (z.B. via Pflanzentauschregal der Gebietsbetreuung Wien) werden Pflanzenfreunde fündig. Positiver Nebeneffekt: Man stößt mitunter auf Raritäten und Inspirationen wie – diesen Wandschmuck aus Pflanzenablegern.

Adventkalender mit Pflanzen
Kreative Idee für einen „grünen“ Wandkalender aus Pflanzenablegern © Facebook

Label für Pflanzen

  • Das österreichische Umweltzeichen für Zierpflanzen zeichnet Pflanzen aus, die umweltschonend und ohne Anwendung von Umweltgiften produziert wurden.
  • Siegel für Bio-Pflanzen wie das EU-Biosiegel oder Bioland
  • Das Fairtrade-Siegel kommt mittlerweile auch bei Zimmerpflanzen, häufiger aber noch bei Schnittblumen, zum Einsatz.

Worauf du beim Pflanzenkauf sonst noch achten solltest, erklären wir in unserem Ratgeber „Blumen und Garten“.

Quellen und weitere Infos:

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