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KategorienWissenswertUngefärbte Mode

Die Verwendung von Chemikalien zum Färben von Kleidung und der damit verbundene hohe Wasserverbrauch sind eines der größten Probleme der Bekleidungsindustrie, wenn es um nachhaltig und fair produzierte Mode geht. „Undyed fashion“ also Mode bei der auf den Färbeprozess verzichtet wird und die bestenfalls auch ansonsten unbehandelt ist, wird inzwischen von einigen Modemarken angeboten.

Das Problem mit den Chemikalien

Das Färben von Kleidung gilt als einer der Hauptverursacher von Wasserverschmutzung, tausende verschiedene Chemikalien kommen bei der Produktion von Textilien zum Einsatz –viele davon sind in Europa verboten. Durch den Kauf der Kleidungsstücke gelangen einige davon auch in unsere Kleidungsschränke.

Die Auswirkungen, die die Färbe- und Veredelungsprozesse in der Textilindustrie auf die Umwelt haben sind dabei enorm – laut dem Europäischen Parlament werden durch „die Färbung und Veredelung von Textilien im Rahmen ihrer Herstellung […] schätzungsweise rund 20 Prozent der weltweiten Wasserverschmutzung verursacht.“

Undyed Fashion – nachhaltig und energiesparend

Wenn das Färben wegfällt, die Kleidung ihre natürliche Farbe behält und sie auch ansonsten nicht speziell behandelt wird, reduziert sich dadurch nicht nur die Verschmutzung und der Verbrauch von Wasser, sondern auch der Energieverbrauch.

Bewusster Konsum und Second Hand Mode

Wie bei den meisten Konsumgütern empfiehlt es sich beim Kauf von Kleidungsstücken auf die Qualität und Herstellungsbedingungen zu achten, und bei farbiger Mode auf die Verwendung von unbedenklichen Pflanzenfarben zu setzen. Auch ein Blick auf Labels und Zertifizierungen gibt Aufschluss. Das Österreichische Umweltzeichen für Textilien verwendet übrigens beim Thema Nachhaltigkeit von Kleidung einen gesamtheitlichen Ansatz und inkludiert auch soziale Kriterien, so werden umwelt-, gesundheits- und sozialverträgliche Standards in der gesamten Wertschöpfungkette garantiert.

Doch nicht nur der Färbeprozess ist bei Fast Fashion problematisch, oft kommen auch minderwertige Materialien zum Einsatz, wodurch die Qualität und Lebensdauer der Kleidungsstücke gemindert wird. Außerdem werden durch die schnelle Abfolge an neuen Trends einmal gekaufte Kleidungsstücke schnell durch Neukäufe ersetzt.
Wer sich dagegen für Second Hand Mode statt Fast Fashion entscheidet, kauft trägt zur Ressourcenschonung bei, denn der Kauf aus zweiter Hand ist nachhaltiger als neuproduzierte Mode zu erstehen. Außerdem sind Second Hand Kleidungsstücke aus dem Laden oder auch aus dem Internet oft günstiger (oder sogar gratis) und man kann sich seinen ganz individuellen und zeitlosen Kleidungsstil zusammenstellen.
Eine weitere Möglichkeit Fast Fashion zu umgehen und sicherzustellen, dass die Verarbeitungs- und Färbeprozesse nicht zum Schaden von Mensch und Natur gehen, ist einerseits der bewusste Kauf von qualitativ hochwertiger und regional produzierte Kleidung und andereseits der Verzicht auf Kleidungsstücke im Sinne einer minimalistischeren Garderobe.

Noch mehr Anregungen und Informationen zum Thema nachhaltige Mode findet ihr außerdem auch in unserem Ratgeber „Kleidung“.

Quellen und weitere Informationen:

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