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KategorienWissenswertSchwimmteich & Naturpool – ökologischere Alternativen zum Chlorpool

Die Sommer werden heißer und die Sehnsucht nach Abkühlung ist groß. Österreich bietet eine Vielzahl an öffentlichen Badeplätzen und Bädern. Dennoch steigt die Nachfrage nach Wasserstellen am eigenen Grund – Pools sind dabei die am wenigsten klima- bzw. umweltfreundliche Wahl. Wer mit einer privaten Bademöglichkeit liebäugelt, hat neben Chlorpools aber auch andere, ökologischere Alternativen zur Wahl wie Schwimmteiche oder Naturpools, die ohne Chemie auskommen und auch nicht jährlich neu befüllt werden müssen.

Worin sich Chlorpools von Naturpools und Schwimmteichen unterscheiden

  1. Schwimmteiche sind im Vergleich zu anderen künstlich angelegten Badestellen (wie Natur- oder Chlorpools) am naturnahesten und umweltfreundlichsten – sie kommen gänzlich ohne Chemie und Technik aus. Bei Schwimmteichen wird ein bepflanzter Regenerationsbereich mitangelegt, der in etwa so groß ist wie die Schwimmfläche, und in dem Pflanzen auf natürliche Art und Weise das Wasser reinigen. Dadurch bieten sie neben dem Naturerlebnis auch Pflanzenvielfalt und Lebensraum für Tiere und es fallen keine zusätzlichen (Energie-)Kosten für die Wartung an.
  2. Der Naturpool ist eine Art „Hybrid“ aus Chlorpool und Schwimmteich und verfügt über klares Wasser. Naturpools sind durchströmte Gewässer, Schwimmteiche sind stehende. Naturpools reinigen sich über einen biologischen Filter – hier ist aber noch immer die regelmäßige Wartung des Filters notwendig. Wasserorganismen wie Plankton-Krebschen, Wasserkäfer oder auch Molche, Frösche und Kröten finden sich nur vereinzelt. Auch Kombianlagen aus Schwimmteich und Naturpool werden angeboten.
  3. Während in klassischen Swimming Pools das Wasser mit Chemikalien (Chlor, Algenvernichter) oder UV-Licht aufbereitet und über Skimmer (Oberflächenabsauger), Einströmdüsen und einen Sandfilter laufend gereinigt werden muss, kommen Schwimmteiche und Naturpools ganz ohne Chemikalien aus.
  4. Das Schwimmbecken in Pools muss zudem einmal im Jahr gründlich gereinigt und das Wasser getauscht werden – diese erhöhten Verbrauchsspitzen beim Trinkwasser stellt Gemeinden bzw. Wasserversorger zunehmend vor Herausforderungen. Das fällt bei Naturpools und Schwimmteichen weg.
  5. Gerade bei heißen Temperaturen werden viele Amphibien, aber auch andere kleine Lebewesen, zu Wasserquellen in Gärten gelockt – chlorhältige Pools bzw. Pools mit glatten Außenwänden werden dabei zu Todesfallen für die Tiere. Schwimmteiche wiederum tragen zur Artenvielfalt bei, indem sie auch selten gewordenen Tierarten – wie Fröschen, Molchen oder Libellen – Lebensraum bieten, was gerade angesichts der zunehmenden Verbauung und geringer werdender Naturflächen ein ökologischer Mehrwert ist.


Wusstest du eigentlich?
In manchen Gebieten in Österreich wird an den Wochenenden vor Sommerbeginn durch die Poolbefüllung der Wasserbedarf um das 23-Fache erhöht, was zu Versorgungsengpässen mit Trinkwasser führen kann. Viele Gemeinden bitten deshalb um eine Vorabinfo, wann Privateigentümer:innen die Befüllung planen.

Schätzungen zufolge gibt es in Österreich um die 130.000 Pools – die tatsächliche Zahl dürfte aber noch höher liegen. Im Schnitt sind diese rund 21 Quadratmeter groß und die Nachfrage ist in den letzten Jahren trotz hoher Investitionskosten (von ein paar Tausend bis zu 30.000 Euro) gestiegen.

Zertifizierung für Anbieter von Schwimmteichen und Naturpools

Bis vor einiger Zeit gab es für naturnahe, künstlich angelegte Badegewässer keine klaren Definitionen bzw. Begriffsabgrenzungen – seit 2013 wird zwischen „Schwimmteich“ und „Naturpool“ unterschieden und deren Anforderungen mittels Ö-NORM festgeschrieben.

Mitgliedsbetriebe im Verband Österreichischer Schwimmteich- & Naturpoolbau (VÖSN) haben sich zur Einhaltung bestimmer Qualitätsstandards bezüglich Beratung, Planung, Bau und Pflege verpflichtet.

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