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Ratgeber

Energie sparen

Ein Fünftel unserer jährlichen Stromkosten entsteht durch übermäßiges Heizen oder den Einsatz von Haushaltsgroßgeräten. Durch den bewussten Umgang mit dem Thermostat und der richtigen Wahl von Großgeräten, Lampen und einfachen Verhaltensweisen, lassen sich Verbrauch und Kosten stark reduzieren. Sind alle Einsparungen schon getroffen, lässt sich durch eine gute Wahl des Stromanbieters das Klima auch noch weiter schützen. In Österreich gibt es inzwischen viele Optionen Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Wasser-, Sonnen- oder Windkraft zu beziehen.

Wie Sie Energie sparen können

  • Effiziente Geräte in der richtigen Größe
    • Wählen Sie die Gerätegröße nach ihren tatsächlichen Bedürfnissen und Anzahl an Personen im Haushalt aus.
    • Achten Sie – wenn vorhanden – auf die höchste Energieeffizienzklasse (A+++), sie verbraucht bis zu 30 % weniger Energie.
    • Altgeräte sollten nicht zu früh ausgetauscht werden, sonst kann die Gesamtökobilanz (inkl. Produktions- und Entsorgungsaufwände) negativ ausfallen.
  • Elektrogeräte richtig abschalten
    • Schalten Sie TV-Geräte, Computer und andere elektronische Geräte vollständig aus, wenn sie nicht benötigt werden statt sie in den Standby Modus zu versetzen.
  • Waschen und Spülen: Voll beladen im Eco-Programm
    • Verwenden Sie die richtige Waschtemperatur und Eco-Programme.
    • Wählen Sie beim Geschirrspüler das Spülprogramm und die Temperatur nach Geschirrart und Verschmutzungsgrad aus. Geschirrspüler sind grundsätzlich effizienter als Spülen per Hand.
    • Dank moderner Waschmaschinen und Waschmittel reichen für normal verschmutzte Wäsche 40° C völlig aus. Lassen Sie Ihre Wäsche an der Luft trocknen, das verbessert auch das Raumklima.
    • Nehmen Sie Geschirrspüler und Waschmaschinen nur voll beladen in Betrieb.
  • Beleuchtung: Energiesparlampen und LED
    • Energiesparlampen verbrauchen ca. 80 Prozent und LED 98 Prozent weniger Strom als handelsübliche Glühlampen.
    • Eine einfache Art Strom zu sparen ist alle Lichter ausschalten, wenn Sie sie gerade nicht brauchen.
  • Backen und Kochen: Richtige Temperatur
    • Nutzen Sie zum Wasserkochen einen Wasserkocher.
    • Verzichten Sie beim Backen im Rohr auf das Vorheizen.
    • Achten Sie auf die richtige Temperatur im Kühlschrank. Eine Kühltemperatur von 7 Grad ist ausreichend.
    • Lassen Sie warme Speisen auskühlen, bevor Sie sie in den Kühlschrank stellen.
  • Körperpflege: Duschen statt Baden
    • Duschen verbraucht nur rund ein Drittel so viel Warmwasser (und entsprechende Energieaufwände) wie Baden.
    • Mit einem Sparduschkopf lässt sich der Warmwasserverbrauch ohne merkliche Unterschiede um die Hälfte reduzieren.
  • Heizen und Lüften: Stoßlüften und Thermostate
    • Verwenden Sie Thermostate, um die richtige Heiztemperatur einzustellen.
    • Es lohnt sich, die Temperatur für jedes Zimmer individuell einzustellen, denn jedes Grad weniger spart etwa 6 % Heizenergie
    • Senken Sie nachts und bei längerer Abwesenheit die Heiztemperatur ab.
    • Beim Dauerlüften geht viel Heizenergie verloren. Besser ist es stoßzulüften. Öffnen Sie dazu drei Mal täglich fünf Minuten lang das Fenster ganz und vergessen Sie nicht beim Lüften die Heizung abzudrehen.
Gölühbirne im Gras
© Unsplash

Energie sparen – für die Umwelt und die Geldbörse

Die Vorteile des Energiesparens für die Umwelt liegen auf der Hand. Wird weniger Energie verbraucht, so werden die Ressourcen des Planeten geschont, da weniger Brennstoffe in den Kraftwerken benötigt werden. Besonders fossile Brennstoffe setzen viele Schadstoffe bei der Verbrennung frei.

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Doch Energiesparen bringt auch Vorteile für die Geldbörse: Schon mit kleinen Maßnahmen lassen sich mehrere 100 Euro im Jahr einsparen. Größere Sanierungsarbeiten, wie zum Beispiel der Austausch der Heizanlage oder der Einsatz einer neuen Wärmedämmung lassen diese Ersparnis schnell zu einem vierstelligen Betrag anwachsen.

Gegenüberstellung altes und neues EU-Label
© Österreichische Energieagentur

Neues EU-Label ab dem Jahr 2021

Bisher wurden elektrische Geräte in der EU mit Effizienzklassen von A+++ bis G gekennzeichnet. Dabei verbrauchen Geräte mit der A+++ Kennzeichnung besonders wenig Energie. Da jedoch immer mehr energieeffiziente Produkte angeboten werden, wird es ab Frühjahr 2021 neue Labelklassen geben.

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Sie sollen eine noch genauere Auskunft über die Effizienz des jeweiligen Produkts geben und reichen von A bis G, wobei A wieder Produkte mit dem niedrigsten Energieverbrauch kennzeichnet. Allerdings wird es zum Zeitpunkt der Einführung der neuen Kennzeichnung noch keine A-Klasse-Produkte zum Kauf geben. Die Anforderungen dafür wurden so hoch angesetzt, dass sie erst von zukünftigen Gerätegenerationen erfüllt werden können. So soll sichergestellt werden, dass die neue Skala technologische Fortschritte gut abbildet. Diese Regelungen gelten für Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler, Waschmaschinen und Waschtrockner, Fernseher und Monitore sowie Lichtquellen.

Windräder auf Wiese
© Unsplash

Sauberer Strom aus erneuerbaren Energiequellen

Mit der Wahl des Stromanbieters lässt sich das Klima auch noch weiter schützen. In Österreich gibt es inzwischen viele Optionen Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Wasser-, Sonnen- oder Windkraft zu beziehen. Unter www.durchblicker.at finden sich die Angebote aller Stromanbieter in Österreich. Sie lassen sich nach Primärenergieträger filtern. So kann angegeben werden, dass z.B. nur Energie aus Wasser- oder Windkraft angezeigt werden soll. Das ist besser für die Umwelt als Energie aus Erdgas und meist auch preiswerter.

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Die Richtlinie „Grüner Strom“ des Österreichischen Umweltzeichens zeichnet jene Tarifmodelle bzw. Stromprodukte von Ökostromhändlern aus, die zur Gänze aus erneuerbaren Energieträgern stammen und somit wesentlich zu einer nachhaltigen Energieversorgung beitragen.

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