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KategorienWissenswertEine gute Wahl: heimischer Fisch

Fisch steht bei vielen Österreicherinnen und Österreichern regelmäßig auf dem Speiseplan, bei mehr als 90 % handelt es sich bei den verzehrten Fischen allerdings um importierten Fisch, was wiederum dazu beiträgt, dass die Weltmeere weiterhin stark überfischt werden. Die neue Plattform "Gute Wahl: Fisch!" möchte dem entgegenwirken.

Fisch als Bestandteil ausgewogener Ernährung

Fisch mit Gemüse auf einem Teller
© Unsplash

Ernährungsexperten raten dazu 2x pro Woche Fisch zu essen. Die Gründe liegen auf der Hand: Fisch ist reich an Omega-3 Fettsäuren. Diese Fettsäuren sind lebensnotwendig, können aber vom Körper selbst nicht aufgebaut werden und müssen somit über die Nahrung aufgenommen werden. Fische werden nach ihrem Fettgehalt eingeteilt – je höher dieser ist, desto mehr Omega-3 Fettsäuren sind enthalten. Von den beliebtesten heimischen Fischarten haben Zander und Hecht einen geringen Fettgehalt, Karpfen und Forelle einen mittleren Fettgehalt – der Aal zählt zu den fettreichen Fischarten. Fisch liefert unserem Körper neben den Omega-3 Fettsäuren auch noch Eiweiß, Vitamin A und D sowie Mineralstoffe und Spurenelemente wie Jod und Selen, weshalb Fisch fester Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein sollte.

Bedrohliche Überfischung der Weltmeere

Fischerboot auf See mit ausgelegten Netzen
© Pixabay

2019 lag der jährliche Pro-Kopf-Fischkonsum der Österreicherinnen und Österreich bei rund 8 kg (Statista, 2020). Global gesehen werden pro Jahr pro Kopf 20 kg Fisch gegessen – doppelt so viel wie noch vor 50 Jahren – dagegen sind die Zahlen Österreichs vergleichsweise gering. Dennoch tragen auch wir zur Überfischung der Weltmeere bei, denn mehr als 90 % des in Österreich verzehrten Fischs stammt nicht aus heimischen Gewässern sondern wird importiert. Weltweit ist ein Drittel der Fischbestände überfischt, knapp zwei Drittel der Bestände sind bis an die Grenzen befischt – im Mittelmeer sind sogar 80 % überfischt. Das stellt nicht nur ein großes ökologisches Problem dar, sondern bedroht besonders in Entwicklungsländern jene Menschen, für die Fisch die wichtigste Nahrungs- und Einkommensquelle darstellt.

Neue Informationsplattform „Gute Wahl: Fisch!“

Logo Gute Wahl: Fisch!
© www.gutewahlfisch.at

Nicht selten scheitern Konsumentinnen und Konsumenten auch daran, dass ihnen die nötigen Informationen über heimischen Fisch und wo sie diesen beziehen können, fehlen. Diese Informationen stellt das LFI Steiermark in Zusammenarbeit mit JOANNEUM RESEARCH nun gebündelt auf der Informationsplattform „Gute Wahl: Fisch!“ kostenlos zur Verfügung. Neben allgemeinen Infos zu nachhaltiger Fischerei und Aquakultur bietet vor allem die Suche nach Bezugsquellen in der eigenen Region eine Erleichterung für alle, die nachhaltig produzierten, heimischen Fisch genießen möchten. Aquakultur-und Fischereibetriebe, verabeitende Gastronomen und Handelsunternehmen können sich online registrieren, um so einfacher gefunden zu werden. Ziel der Plattform ist es, das Bewusstsein für nachhaltig produzierten und qualitativ hochwertigen Fisch aus Österreich zu stärken und CO2-Emissionen durch kurze Transportwege beim Kauf von regionalem Fisch einzusparen.

Teichwirtschaft erbringt wichtige Ökosystemdienstleistungen

Zwei Angler auf einem Steg.
© Pixabay

Im Gegensatz zur marinen Fischerei oder Aquakaltur greift die Fischwirtschaft in Binnengewässern vergleichsweise weniger stark in bestehende Ökosysteme ein. Zudem erbringt die Teichwirtschaft eine Reihe von Ökosystemdienstleistungen. Eine naturnahe Bewirtschaftung der Teiche und umgebenden Flächen fördert die Biodiversität und den Erhalt anderer Tierarten wie Vögel und Amphibien, die in den Uferbereichen ihren Lebensraum finden. Teiche mit ausreichend Speicherkapazitäten können bei Hochwasser zur Verhinderung von Überschwemmungen beitragen. Durch die Produktion von Fisch in Aquakulturanlagen kann indirekt der Überfischung der Meere entgegengewirkt werden. Natürliche Teiche können neben der Fischzucht auch als Erholungsgebiete für den Menschen dienen – zum Beispeil als Badeteich oder Angelparadies.

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