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KategorienStart-ups aus Österreich„greenstars“ 2021: Sonnencreme, Pflanzmodule und Lärmschutzwände für den Klimaschutz

Die diesjährigen Sieger:innen der Start-up Initiative greenstart haben sich hohe Ziele gesetzt: Das Team von „Lignovations“ arbeitet an einem Ersatz für problematische synthetische Inhaltsstoffe in Produkten wie beispielsweise Sonnencreme. Das Start-up „REEDuce“ hat eine 100 % ökologische Lärmschutzwand entwickelt und die Dächer der Stadt mit modularen Pflanzmodulen begrünen will „Plantika“. So konnten sie die Fachjury und Öffentlichkeit überzeugen und den begehrten Titel „greenstar 2021“ mit nach Hause nehmen. Und greenstart geht gleich in die nächste Runde - ab sofort können wieder grüne Business-Projekte unter www.greenstart.at eingereicht werden!

Am 30. November 2021 war es so weit, die TOP-10 Start-ups der Initiative greenstart fieberten der Verkündung der drei Gewinner:innen entgegen. Nachdem sie im Rahmen der Initiative greenstart, dem Start-up-Wettbewerb des Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Bundesministerium für Klimaschutz (BMK), ein halbes Jahr lang Workshops, Coachings, Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit und Expert:innen-Betreuung erhalten haben, wurden nun die Siegerteams gekürt. In diesem Jahr heißen die TOP-3: Lignovations, REEDuce und Plantika. Sie konnten sich über ein Preisgeld von je 20.000 Euro und den Titel „greenstar 2021“ freuen. Aber da der Klimawandel auch keine Pause macht, geht es direkt weiter mit dem nächsten Durchgang: Von heute bis 8. März 2022, 12 Uhr, können wieder nachhaltige Start-ups ihre grünen Business-Projekte unter www.greenstart.at einreichen!

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler: „Der Klimakrise aktiv etwas entgegensetzen – wie das geht, zeigen die TOP-3 Sieger:innen-Teams von greenstart. Sei es durch Ideen zur Klimawandelanpassung oder zur Reduktion von Treibhausgas-Emissionen. Alle TOP-10 nachhaltigen Projektideen sind ein Gewinn: Ein Gewinn für die Umwelt, für die Wirtschaft und für den Standort Österreich.“

Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds: „Auch im mittlerweile sechsten Durchgang von greenstart zeigen die TOP-10 Start-ups wie der Weg in eine klimafreundliche Zukunft aussehen kann. Doch das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft, die nächste greenstart Runde startet jetzt und wir freuen uns auf viele weitere grüne Business-Projekte!“

Der Weg zum greenstar 2021 war auch dieses Jahr für die zehn im Frühjahr ausgewählten Start-ups ein erfahrungsreicher: Workshops, Expert:innen-Coachings und nicht zuletzt auch die finanzielle Unterstützung ermöglichten es ihnen ihre grünen Business-Projekte im letzten Jahr weiter voranzutreiben. Danach stellten sich die TOP-10 wieder einer Fachjury und dem Online-Voting, bei dem die Öffentlichkeit für ihre Favorit:innen abstimmen konnte. Auf das Siegertreppchen schafften es in diesem Jahr:

Das Team von „Lignovations“ bietet mit seinen kolloidalen Ligninpartikeln einen nachhaltigen, biologisch abbaubaren und unbedenklichen Ersatz für problematische synthetische Inhaltsstoffe wie z.B. UV‐Filter. Ganz nach dem Motto „Kopf hoch! Es wird grün“ produziert und entwickelt „Plantika“ Dachbegrünungs-Module zur Verbesserung der Lebensqualität in der Stadt. Einen Beitrag zur Nachhaltigkeit im Lärmschutz und im Straßenbau leistet das Start-up „REEDuce“ mit ihrer 100 % ökologischen Lärmschutzwand, die gleichzeitig auch Insekten ein Zuhause bietet.

Start für neue greenstart Einreichungen!

Auch in der siebenten Runde des Programms „greenstart“ sucht der Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Bundesministerium für Klimaschutz (BMK) wieder mutige Jungunternehmer:innen, die mit ihren innovativen, Treibhausgas-einsparenden Projektideen und Start-up-Konzepten die Jury begeistern. In den Bereichen erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Mobilität, Landwirtschaft / Bioökonomie und Klimawandelanpassung, können nachhaltige Ideen bis zum 8. März 2022 online auf www.greenstart.at eingereicht werden.

Grüne Business-Projekte gesucht!

Aus allen Einreichungen werden die TOP-10 Start-ups durch eine Jury ausgewählt. Diese bekommen ein halbes Jahr begleitende Öffentlichkeitsarbeit, finanzielle Unterstützung (jeweils 10.000 EUR) sowie organisiertes Coaching und Networking zur Verfügung gestellt, um ihr Projektweiterzuentwickeln. Ein Online Voting und nochmalige Bewertung durch die Jury entscheiden dann schlussendlich darüber, wer als TOP-3 greenstar prämiert wird und eine zusätzliche Unterstützung in der Höhe von jeweils 20.000 EUR bekommt.

Förderprogramm „greenstart“

Das Antragsformular zum Förderprogramm steht auf www.greenstart.at und www.klimafonds.gv.at/greenstart zur Verfügung. Der Antrag kann ausschließlich online abgegeben werden. Auf Wunsch kann jede Einreichung in der Online-Projektdatenbank gelistet werden. Denn „greenstart“ ist auch eine Informations- und Vernetzungsinitiative, um die Energiewende mit neuen Geschäftsmodellen für Technologie- und Dienstleistungsinnovationen voranzutreiben.

Save The Date: Der „greenstart Ideen Workshop“ findet am 3. Februar 2022 statt: https://www.klimafonds.gv.at/veranstaltungen/greenstart-ideen-workshop/

TOP-3 “greenstars 2021”

Das Team von Lignovations (v.li Victor Tibo, Angela Miltner, Martin Miltner, Stefan Beisl) arbeitet mit kolloidalen Ligninpartikeln an einem Ersatz für synthetische Inhaltsstoffe z.B. in Sonnencreme.© Lignovations

Lignovations

Lignovations bietet mit seinen kolloidalen Ligninpartikeln einen nachhaltigen, biologisch abbaubaren und unbedenklichen Ersatz für problematische synthetische Inhaltsstoffe wie UV‐Filter, Emulgatoren, Antioxidantien oder antimikrobielle Inhaltsstoffe. Das Lignin wird aus verholzter Biomasse gewonnen und mit einem patentierten Prozess in multifunktionelle, industrietaugliche kolloidale Partikel umgewandelt, die in einer Vielzahl an Endprodukten wie z.B. Sonnencremen, Lacken, Anstrichen, Holzschutz, Verpackungen und funktionellen Textilien eingesetzt werden können. Der Einsatz von nachhaltigen kolloidalen Ligninpartikeln verringert den Verbrauch fossiler Ressourcen und ersetzt Stoffe mit schädlichen Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Umwelt.

Kontakt: Lignovations GmbH, info@lignovations.com

Das Team von Plantika (v.li.: Mathieu Lebranchu, Sophie Kaltner, Theresa Matzinger) entwickelt Dachbegrünungs-Module zur Verbesserung der Lebensqualität in der Stadt.© Plantika

Plantika

Ganz nach dem Motto „Kopf hoch! Es wird grün“ produziert und entwickelt Plantika Dachbegrünungs-Module zur Verbesserung der Lebensqualität in der Stadt. Für die Produktion der Module werden ausschließlich recycelbare oder natürliche und kompostierbare Materialien verwendet. Das patentierte Konzept ermöglicht auch die Begrünung von Blech- und Ziegeldächern. Diese bilden zwar den größten Teil der Dächer, sind aber mit den heutigen Methoden nicht begrünbar. Zudem bietet Plantika auch vertikale Fassadenbegrünung und modulare Einheiten zur Begrünung von Fensterblechen.

Kontakt: Plantika, team@plantika.info

Birgit und ihr Team von REEDuce haben eine 100 % ökologische Lärmschutzwand entwickelt.© REEDuce

REEDuce – noise protection technologies

Mit dem steigenden Ausbau des Straßennetzes und der wachsenden Besiedelung von verkehrsnahen Gebieten wächst auch das Bedürfnis nach Ruhe und die Notwendigkeit für Lärmschutzmaßnahmen. Um einen Beitrag zur Nachhaltigkeit im Lärmschutz und im Straßenbau zu leisten hat REEDuce eine 100 % ökologische Lärmschutzwand aus Schilf (engl.: reed), Thermoholz und Lehm entwickelt. Die REEDuce ökologische Lärmschutzwand bietet gegenüber konventionellen Produkten (aus Beton, Aluminium oder chemisch imprägniertem Holz) zahlreiche nachhaltige Vorteile: sie besteht aus erneuerbaren, regionalen Ressourcen, ist rückbaubar im Sinne der Kreislaufwirtschaft, senkt CO2-Emissionen und bietet ein wertvolles Zuhause für Insekten.

Kontakt: REEDuce, info@reeduce-noise.com

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