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Fair Wear Foundation

Die Fair Wear Foundation (FWF) zeichnet Textilfirmen aus, die sich an die Richtlinien für Arbeitsbedingungen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) halten. Die FWF arbeitet international mit verschiedenen Kooperationspartnern zusammen, in Österreich ist das die Clean Cloth Campaign.

Wofür das Label steht

Kleidung & Textilien

Schuhe

Sportbekleidung

Beschreibung

Bei der Fair Wear Foundation (FWF) handelt es sich um ein soziales Managementlabel, welches Arbeitsbedingungen und soziale Kriterien für den Firmenstandort festlegt.

Die Fair Wear Foundation (FWF) ist eine aus den Niederlanden stammende „Multistakeholder Initative“ mit dem Ziel, die Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie in den Produktionsländern zu verbessern. Diese  Initiative zeichnet Textilfirmen aus, die sich an die Richtlinien für Arbeitsbedingungen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) halten. Daraus hat die FWF den Arbeitsverhaltenskodex der Fair Wear Foundation entwickelt.

Es wird mit diesem Label das Unternehmen bewertet und nicht das Produkt. Es handelt sich um ein anspruchsvolles Label, das wesentlich zu Verbesserungen der fairen Produktionsbedingungen von Textilien beiträgt. Mitglieder sind etwa 80 Textilunternehmen, die etwa 130 Marken vertreten. Die Fair Wear Foundation (FWF) ist in 15 Produktionsländern innerhalb von Europa, Afrika und Asien aktiv.

Die Kriterien für die Vergabe des Labels werden von unabhängigen Stellen mitentwickelt .

Eingehaltene Kriterien

  • Soziale Verantwortung: Dieser Kodex umfasst soziale Mindeststandards von der Zulieferkette bis hin zum Endprodukt.
    • Freie Wahl des Arbeitsplatzes, keine Zwangsarbeit.
    • Keine Diskriminierung von Arbeitskräften.
    • Keine Kinderarbeit. Arbeiterinnen müssen mindestens das Pflichtschulalter überschreiten und dürfen in keinem Fall jünger als 15 sein.
    • Die Möglichkeit zur Gründung und zum Beitritt von Gewerkschaften sowie die Durchführung von Kollektivvertragsverhandlungen.
    • Bezahlung eines existenzsichernden Lohns. Die Mitarbeiter sollen in der Lage sein, von ihrer Arbeit leben zu können, die Bezahlung darf nicht unter dem gesetzlichen Mindestlohn liegen.
    • Angemessene Arbeitszeiten. Wöchentliche Arbeitszeit von maximal 48 Stunden und ein freier Tag pro Woche.
    • Sichere Arbeitsbedingungen, die die Gesundheit nicht gefährden. Physische oder sexuelle Gewalt in jeder Form ist streng verboten.
    • Rechtlich bindende Arbeitsverträge, in denen alle wichtigen Punkte des Arbeitsverhältnisses geregelt sind.

 

Kontrolle

Externe Kontrollen durch von Fair Wear eingesetzte lokale Prüfer. Umfassende und regelmäßige Kontrollen machen das Label glaubwürdig.

Der Kontrollprozess der unabhängigen Organisation ist dreigeteilt. Er besteht aus Kontrollen in den Fabriken vor Ort, der Einrichtung eines Beschwerdemanagements in den Produktionsländern sowie einer Prüfung des Mitgliedsunternehmens selbst.

Die Kontrollen finden routinemäßig einmal jährlich als Performance-Checks statt. Wenn ein Unternehmen die Mindeststandards nicht erfüllt oder zwei Jahre in Folge „Verbesserungsbedarf“ bescheinigt bekommt, wird es suspendiert. Schneidet es im Jahr darauf nicht besser ab, wird die Marke aus der Fair Wear Foundation ausgeschlossen.

Details

Dieses Gütesigel trifft keine Aussage darüber, dass bereits die oben genannten Sozialstandards entlang der gesamten Lieferkette erfüllt sind. Nach wie vor gelten in der Textilbranche ausufernde Arbeitszeiten und zu niedrige Löhne als Standard der gesamten Branche.

Gütezeichen-Typ

Managementlabel

Vergabestelle

Fair Wear Foundation
P.O. Box 69253
NL-1060 CH Amsterdam

http://en.fairwear.nl

info@fairwear.nl

Kontrollstelle

Von Fair Wear eingesetzte lokale Prüfer

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