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Heumilch

Bewertung der Redaktion: empfehlenswert

  • Umweltlabel: ja
  • Soziallabel: nein
  • Themenlabel: nein

Das Heumilch Logo kennzeichnet Milch- und Milchprodukte. Heumilch garantiert den Kühen im Sommer Grünfutter auf Wiesen, Weiden und Almen und im Winter Heu und Getreideschrot. Untersagt sind auch Futtermittel tierischen Ursprungs sowie als verändert gekennzeichnete Futtermittel.

Wofür das Label steht

Milch & Milchprodukte

Verbesserungsvorschläge

  • Haltung der Tiere
    • Es gibt keine signifikant über das Gesetz hinausgehenden verpflichtenden Vorgaben zur Haltung der Tiere.

Beschreibung

Heumilch betrifft die Nahrung der Milchkühe. Die Kennzeichnung gewährleistet eine Fütterung mit frischen Gräsern, Hülsenfrüchten, Kräutern (im Sommer) sowie Heu (im Winter), denen anderes Futter (Getreide, Mais …) nur in geringeren Anteilen beigemengt sein darf. Verboten sind Silage und Feuchtheu sowie das Verfüttern von Nebenprodukten aus Brauereien, Mostereien und Brennereien. Untersagt sind auch Futtermittel tierischen Ursprungs (Ausnahme: Milch und Molke für Jungvieh) sowie als gentechnisch verändert gekennzeichnete Futtermittel.

Die besonders schonende und extensive Wirtschaftsweise der Heumilchbauern wirkt sich außerdem positiv auf die Natur aus und trägt entscheidend zum Schutz der Umwelt und zum Erhalt der Artenvielfalt bei.

Die ARGE Heumilch vereinigt ca. 8.000 Heumilchbauern und rund 80 Verarbeiter. Folgende Ziele werden dabei verfolgt:

  • Erhalt der silofreien Bewirtschaftung: Vergorene Futtermittel wie Silage sind strengstens verboten. Eine silagefreie Fütterung wirkt sich positiv auf den Geschmack der Milch und ihre Eignung zur Herstellung von Hartkäse aus.
  • Produktion von hochwertigen Produkten: Laut einer Studie der Universität für Bodenkultur hat Heumilch rund doppelt so hohe Werte an Omega-3-Fettsäuren und konjugierten Linolsäuren wie Standardmilch. Omega-3-Fettsäuren können u.a. vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen.

In Österreich liegt der Heumilch-Anteil bei 15 % der gesamten angelieferten Milchmenge. Europaweit erfüllen weniger als 3 % der erzeugten Milch die Kriterien der Heumilch.

Die Heumilchregionen befinden sich vorwiegend in den Alpen, wo Heuwirtschaft seit Jahrhunderten Tradition hat. Hauptproduktionsgebiete sind Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich, die Steiermark sowie das Allgäu und die Ost- und Zentralschweiz.

Österreichische Heumilch darf zustätzlich das EU-Gütesiegel g.t.S. – garantiert traditionelle Spezialität – führen. Das Siegel gewährleistet eine traditionelle Zusammensetzung bzw. ein traditionelles Herstellungsverfahren eines Lebensmittels.

Kontrolle

Heumilch ist durch unabhängige Kontrollstellen zertifiziert.

Details

  • Heumilchkühe, -ziegen und -schafe bekommen ausschließlich frische Gräser und Kräuter, Heu sowie als Ergänzung mineralstoffreichen Getreideschrot.
  • Vergorene Futtermittel sind strengstens verboten: Die Verfütterung von Silofutter, Feucht- oder Gärheu sowie Nebenprodukten und Rückständen aus der Lebensmittelindustrie, Harnstoff und Futtermitteln, denen Antibiotika oder Hormone zugesetzt wurden, ist verboten.
  • Insgesamt muss der Raufutteranteil in der Jahresration 75 % betragen. Raufutter ist z. B. Grün- und Saftfutter wie Rüben bzw. Heu oder Stroh.
  • Die traditionelle Wirtschaftsweise der Heumilchbauern trägt zum Schutz der Umwelt und zur Artenvielfahrt bei.
  • Das artenreiche Futter erhöht die Qualität und das Aroma der Heumilch.
  • Für Heumilch ist eine gentechnikfreie Erzeugung gewährleistet.

Gütezeichen-Typ

Kontrollzeichen

Vergabestelle

ARGE Heumilch Österreich
Grabenweg 68, 1.OG (SOHO 2)
A-6020 Innsbruck


https://www.heumilch.com/

office@heumilch.at

Kontrollstelle

Austria Bio Garantie GmbH, Austria Bio Garantie – Landwirtschaft GmbH, agroVet GmbH, BIOS – Biokontrollservice Österreich, LACON GmbH Österreich, LKV Austria Qualitätsmanagement GmbH, SGS Austria Controll-Co GmbH, SLK GesmbH

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