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FSC®-Recycled

Bewertung der Redaktion: empfehlenswert

  • Umweltlabel: ja
  • Soziallabel: ja
  • Themenlabel: nein

Das FSC-Siegel kennzeichnet Holz, Holzprodukte und Holzfasern aus nachhaltiger Waldwirtschaft. FSC Recycling kennzeichnet Produkte, die aus Gebraucht- oder Restholz hergestellt wurden. Ziel ist es, vorhandene, schon geschlagene Holzressourcen zu nutzen an Stelle von Frischholz.

Wofür das Label steht

Holzmöbel

Holzwerkstoffe

Papierwaren

Beschreibung

Bei dem Label „FSC®-Recycled“ handelt es sich um ein Managementlabel, welches Arbeitsbedingungen und soziale Kriterien für den Firmenstandort festlegt, aber vor allem ökologische Kriterien beinhaltet. Das „FSC®-Recycled“ Label garantiert nicht, dass das Holz ursprünglich aus FSC-zertifizierten Wäldern stammt, sondern konzentriert sich auf den Recycling-Status und seine Authentizität. Das „FSC®-Recycled“-Label kennzeichnet Papier, das zu 100 Prozent aus Altpapier besteht. Es enthält einen hohen Post-Consumer-Anteil, also Altpapier, das durch den Endverbraucher entstanden ist.

Um ein Produkt mit dem FSC-Zeichen auszeichnen zu können, müssen alle beteiligten verarbeitenden Betriebe die Anforderungen des FSC für die Produktionskette erfüllen. Dies soll die Rückverfolgbarkeit des gekennzeichneten Produkts zu seinem Ursprung gewährleisten. Die Vergabekriterien sind in zehn weltweit gültigen Prinzipien für eine nachhaltige Waldwirtschaft festgelegt, die Ökologie, soziale Belange und ökonomische Ansprüche berücksichtigen. Auf dieser Grundlage entwickeln die nationalen FSC-Arbeitsgruppen Standards auf nationaler Ebene, angepasst an die wirtschaftlichen, sozialen und naturräumlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes.

Erfüllte Kriterien

  • Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend: „FSC®-Recycled“ kennzeichnet Produkte, die ausschließlich Recyclingmaterial beinhalten. Mind. 85 % des Holzes müssen Holzfasern sein, die schon genutzt wurden („post-consumer wood material“), restliche Holzmenge kann aus Holzfasern, die für die eigentliche Bestimmung nicht genutzt werden konnten („pre-consumer wood material“) stammen. Keine Verwendung von Frischholzfasern; betriebliches Qualitätsmanagement, Materialbeschaffung (z. B. Auflistung aller Lieferanten und Prüfung ihres FSC-Zertifikats), Handhabung der Wareneingänge (z. B. getrennte Lagerung von zertifiziertem und nichtzertifiziertem Material), Mengenkontrolle (z. B. Materialbilanzen über zertifzierte und nichtzertifizierte Wareneingänge und -ausgänge).
  • Soziale Verantwortung: Besitzansprüche, Landnutzungsrechte und Verantwortlichkeiten (z. B. Anerkennung von Waldnutzungsrechten), Rechte indigener Völker (in Europa nicht anwendbar); soziales und ökonomisches Wohlergehen der Arbeitnehmer und lokalen Bevölkerung langfristig erhalten/vergrößern (z. B. Berücksichtigung lokaler Unternehmen bei der Auftragsvergabe, möglichst ganzjährige Beschäftigung der Arbeitnehmer)

Die Kriterien für die Vergabe des Labels werden von unabhängigen Stellen mitentwickelt. Der FSC verpflichtet die Labelnehmer, ihre Zulieferer selbst zu kontrollieren, was die Unabhängigkeit zwischen Prüfer und Labelnehmer einschränkt.

Es gibt drei Varianten des FSC-Siegels:

  • FSC 100%: Produkte bestehen vollständig aus Holz aus FSC-zertifizierten Wäldern.
  • FSC Mix: Mindestens 70 Prozent der Holzanteile des Produktes müssen FSC-zertifiziert oder sogenanntes Post-Consumer-Recycling-Material (d.h. keine Abfälle aus dem Produktionsprozess) sein, die restliche Menge stammt aus kontrollierten Quellen.
  • FSC Recycled: 100 Prozent des Produktes bestehen aus Recyclingmaterial, mindestens 85 Prozent davon aus sogenanntem Post-Consumer-Material.

Das FSC-Siegel wird von den großen Umweltverbänden wie WWF unterstützt.

Kontrolle

Der FSC steht für eine einzelbetriebliche Zertifizierung und Überprüfung von Forstbetrieben. Die Herkunft der eingesetzten Materialen wird im Rahmen einer FSC-Produktkettenzertifizierung (Chain-of-custody, COC) kontrolliert. Die Zertifizierung der Zeichennehmer erfolgt durch vom FSC akkreditierte, internationale und unabhängige Zertifizierungsorganisationen.

Zertifikate werden ausschließlich nach vorheriger Vor-Ort-Prüfung an den Forstbetrieb bzw. an eine Gruppenvertretung vergeben. Jeder Forstbetrieb/Jede Gruppe wird durch den Zertifzierer mindestens einmal jährlich vor Ort kontrolliert. Die Einhaltung des FSC-Standards innerhalb der Gruppe wird durch einen Gruppenvertreter mit Hilfe eines internen Monitoringsystems sichergestellt. Der Zertifizierer prüft in diesem Fall jährlich die Gruppenvertretung bzw. die Umsetzung des internen Monitoringsystems und macht Stichproben in einzelnen Forstbetrieben vor Ort. Diese Regelung ist weltweit einheitlich.

Details

Das Siegel wird vom Forest Stewardship Council (FSC) vergeben mit dem Ziel, Wälder zu erhalten. Der FSC ist eine 1993 gegründete internationale, gemeinnützige Organisation. Er besteht aus Vertreterinnen und Vertretern von Umweltorganisationen, Sozialverbänden und Unternehmen. Intern ist die Organisation in Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftskammer organisiert.

Jede Kammer hat bei Entscheidungen die gleiche Stimmenzahl. Die 10 Prinzipien und 56 Kriterien des FSC International sind weltweit gültig und für jedes FSC-Zertifikat verbindlich. Um ein Produkt mit dem FSC-Zeichen auszeichnen zu können, müssen alle beteiligten verarbeitenden Betriebe die Prinzipien und Kriterien des FSC für die Produktionskette erfüllen. Dies soll die Rückverfolgbarkeit des gekennzeichneten Produkts zu seinem Ursprung gewährleisten.

Gütezeichen-Typ

Managementlabel

Vergabestelle

Forest Stewardship Council (FSC)
In Österreich:
WWF Österreich
Ottakringer Straße 114-116
A-1160 Wien
http://www.wwf.at

https://www.fsc-deutschland.de/de-de

info@fsc-deutschland.de

Kontrollstelle

Von FSC akkreditierte Zertifizierungsfirmen („Zertifizierer“) stellen regelmäßig sicher, dass alle zertifizierten Betriebe die Anforderungen der entsprechenden FSC-Standards erfüllen. Alle Zertifizierer operieren unabhängig (z.B: SGS, Quality Austria)

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