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Rainforest Alliance

Die Rainforest Alliance Zertifizierung gibt es für Kaffee, Kakao, Bananen, Zitrusfrüchte, Blumen und Grünpflanzen.

Wofür das Label steht

Blumen & Pflanzen

Kaffee

Obst & Gemüse

Schokolade

Tee

Beschreibung

Bei dem Label Rainforest Alliance handelt es sich um ein soziales Managementlabel, welches Arbeitsbedingungen und soziale Kriterien für den Firmenstandort festlegt. Die Rainforest Alliance ist eine internationale gemeinnützige Umweltschutzorganisation mit Sitz in den USA. Sie vergibt das Siegel mit dem grünen Frosch auf Grundlage des „Rainforest Alliance Sustainable Agriculture Standard“.

Das Rainforest Alliance CertifiedTM-Siegel ist z. B. auf Bananen, Kakao, Kaffee, Palmöl, Rindfleisch und Tee zu finden. Am 1. Januar 2018 hat sich die Rainforest Alliance mit UTZ, einem Siegel und Zertifizierungsprogramm für nachhaltige Landwirtschaft aus den Niederlanden, zusammengeschlossen.

Wenn das Rainforest Alliance-Siegel auf Produkten abgebildet ist, bedeutet dies, dass das Produkt oder eine auf der Verpackung angegebene Zutat von Farmen kommt, die entweder nach dem Rainforest Alliance Standard für nachhaltige Landwirtschaft oder dem UTZ Code of Conduct zertifiziert sind. Für Kräuter und Gewürze wird der Standard der Union for Ethical Biotrade (UEBT) mit zusätzlichen Anforderungen aus dem Rainforest Alliance Standard für nachhaltige Landwirtschaft angewendet.

Die Rainforest-Alliance-Zertifizierung gibt es für Kaffee, Kakao, Bananen, Zitrusfrüchte, Blumen und Grünpflanzen. Zudem bietet die Rainforest Alliance (RFA) das SmartWood-Programm für die Forstwirtschaft an. Die Bezeichnung „Rainforest Alliance Certified and Sustainable“ findet sich auf einer Reihe von Produkten im Lebensmittelhandel und der Gastronomie.

Um das Rainforest Alliance Certified-Zertifikat zu erhalten, müssen sich die Betriebe durch eine unabhängige, international anerkannte Organisation, die Sustainable Farm Certification International, überprüfen lassen. Dabei handelt es sich um ein Tochterunternehmen der Rainforest Alliance. Sie zertifiziert nach den Richtlinien des Sustainable Agriculture Network-Standards.

Dabei wird jährlich vor Ort geprüft, ob die zehn Grundprinzipien des Standards eingehalten werden. Sie enthalten 99 einzelne Kriterien. um zertifiziert zu werden, muss der Betrieb mindestens 50 Prozent der Kriterien eines jeden Prinzips und 80 Prozent aller Kriterien erfüllen.

15 sogenannte kritische Kriterien müssen auf jeden Fall erfüllt werden, zum Beispiel die Rückverfolgbarkeit der Waren oder bestimmte soziale Bedingungen bei der Produktion. Setzt eine Farm die Kriterien des Standard nicht ausreichend um, so werden ihr Sanktionen auferlegt.

Eingehaltene Kriterien

Die RFA-Kriterien zielen vorrangig auf die Verringerung von Umweltschäden in der landwirtschaftlichen Produktion ab bei gleichzeitiger Förderung der Biodiversität und dem Erhalt der Ökosysteme in tropischen Regionen. Verboten sind Agrochemikalien, die von der US-amerikanischen Umweltschutzbehörde und der Europäischen Union verboten sind.

Produkte, die mit dem RFA-Label gekennzeichnet sind, können daher potentiell als „nachhaltiger“ eingestuft werden, als konventionell erzeugte Produkte aus ebendiesen Regionen.

Kontrolle

Um das Label zu erhalten müssen nicht alle Kriterien eingehalten werden:  Auf Produkten darf das Label verwendet werden, wenn sie mindestens 30 Prozent zertifizierte Zutaten enthalten. Bei einem Anteil von 30 bis 90 Prozent muss der prozentuale Anteil zertifizierter Zutaten vermerkt sein. Produkte, die 90 Prozent und mehr zertifizierte Zutaten enthalten, müssen diese Angabe nicht enthalten.

Kritik

  • Rainforest Alliance garantiert den ProduzentInnen keinen Mindestpreis. Wenn der Weltmarktpreis für Kakao fällt, erhalten auch die ProduzentInnen einen geringeren Preis.
  • Hohe Zertifizierungsgebühren, auch wenn ein Teil für die erneute Zertifizierung von Einkäufern übernommen wird
  • Intransparenz: das Siegel wird auch dann vergeben, wenn nur 30% des Kaffees zertifiziert sind. Innerhalb von 5 Jahren muss die Rate zwar auf 100% steigen. Das stellt jedoch eine qualitative Abwertung dar, da zertifizierte und nicht-zertifizierte Bohnen vermischt werden können.
  • Ökologischer Anbau als Schwerpunkt, trotzdem dürfen u.U. Chemikalien eingesetzt werden
  • Prämien sind nicht vorgeschrieben, sondern müssen von den Bäuerinnen und Bauern selbst verhandelt werden.

Gütezeichen-Typ

Managementlabel

Vergabestelle

Rainforest Alliance
Warnford Court
29 Throgmorton Street
London, EC2N 2AT

https://www.rainforest-alliance.org/de/

info@ra.org

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