Einkaufsratgeber. Tipps zum nachhaltig Shoppen.
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Teppiche Ratgeber

In allen Größen, Farben und Formen verschönern und gestalten Teppiche unsere Wohnräume und sorgen für ein angenehmes Wohngefühl. Fairer Handel ist beim Kauf von Teppichen ein ganz wichtiges Stichwort, durch die Nähe und den Kontakt im Wohnraum haben aber auch gesundheitliche Aspekte große Bedeutung.

 


Einkaufstipps:

  • Achte Sie auf fair gehandelte Teppiche und Gütesiegel, die soziale Aspekte berücksichtigen und gegen ausbeuterische Kinderarbeit stehen (z.B. FAIRTRADE, STEP, RUGMARK/GoodWeave)!

  • Verwenden Sie alternative Methoden beim Verlegen und Verkleben von Teppichböden. Erkundigen Sie sich beim Fachverkäufer nach unterschiedlichen Möglichkeiten!

  • Wählen Sie Produkte, die langlebig und wiederverwendbar sind! Achten Sie auch darauf, dass Ihre alten Teppiche und Teppichböden fachgerecht entsorgt werden!

 

Gesundheitstipp:

  • Teppichkleber können flüchtige Schadstoffe enthalten, die langsam an die Raumluft gelangen, das Wohnklima beeinflussen und die Gesundheit schädigen können. Erkundigen Sie sich nach alternativen Möglichkeiten beim Verlegen von großflächigen Teppichen.

 

 

Fair gehandelte Teppiche


Handgeknüpfte Teppiche entstehen in traditioneller Handwerksarbeit und sind in den Herstellungsländern (z. B. Pakistan, Indien, Afghanistan, Iran, China, Nepal) eine wichtige Einnahmequelle. Arbeitszeiten von bis zu 16 Stunden am Tag, kleine Kinder die in Fabriken unter körperlicher und psychischer Überanstrengung arbeiten, fehlende Schulbildung und unfreie Arbeit unter gefährlichen Arbeitsbedingungen - in vielen Ländern werden Teppiche in ausbeuterischer Kinderarbeit hergestellt.
Die Organisationen hinter Labels wie FAIRTADE, STEP und GoodWeave (ehemals RUGMARK) setzen sich für kontrollierte, bessere Arbeits- und Lebensbedingungen der ArbeiterInnen in den Produktionsländern ein. Sie fördern ökologisch verträgliche Herstellungsverfahren und kämpfen gegen ausbeuterische und illegale Kinderarbeit. Die ProduzentInnen erhalten faire Preise, unabhängig von stark schwankenden Weltmarktpreisen. So können sie eigenverantwortlich wirtschaften, ihre Existenz weitgehend sichern und menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen schaffen.

 

Gesundes Raumklima mit Naturfaser


Im Gegensatz zu importierten, handgeknüpften Teppichen, werden textile Teppichböden industriell hergestellt.
Naturfaserteppiche haben verglichen mit Kunstfaserteppichen eine Reihe an Vorteilen:

 

  • Sie sind antistatisch, weisen Schmutz ab und sind atmungsaktiv.

  • Sie enthalten keine Weichmacher, Kohlenwasserstoffe oder Dispersionsstoffe die gesundheitsschädliche Auswirkungen (z.B. Allergien) haben können.

  • Naturfaserteppiche sind geruchsarm - viele Kunstfaserprodukte riechen auffällig stark, der Geruch lässt oft erst lange Zeit nach dem Kauf nach. Durchdringende Gerüche sind oft ein Hinweis auf entweichende Schadstoffe. Die Folge können Kopfschmerzen, Allergien, Müdigkeit, Atemnot, Übelkeit und Konzentrationsstörungen sein.

Bei Untersuchung auf mögliche enthaltene Schadstoffe wurden in verschiedenen Teppichen gesundheits- und umweltschädliche Schwermetalle (z.B. Blei) oder auch hormonell wirkende zinnorganische Verbindungen nachgewiesen. Wie in der Textilherstellung üblich, werden auch bei der Produktion von Teppichen bei gewissen Arbeitsschritten Chemikalien eingesetzt. Diese Risiken können mit einer Entscheidung für Teppiche aus unbehandelten Naturfasern minimiert werden.

 


Noch mehr Einkaufstipps zum Thema Bauen, Wohnen und Einrichten finden Sie in den Ratgebern Holzmöbel, Bodenbeläge und Heimtextilien.

 

 

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