Papierwaren, Schul- und Bürobedarf Ratgeber
Der weltweite Papierverbrauch steigt jährlich deutlich an, so betrug der Papierverbrauch pro Kopf und Jahr Anfang der 50er Jahre in Österreich noch 30 kg, Ende der 80er Jahre bereits 150 kg und zur Jahrtausendwende schon 200 kg.
Jährlich werden weltweit rund 338 Mio. Tonnen Papier verbraucht - Tendenz steigend! Als A4-Blätter aneinandergereiht, ergäbe diese Menge 50 Mal den Weg zur Sonne und wieder zurück (Papier & Umwelt, 9/2008).
Tipps für den sparsamen Umgang mit Papier
Die entscheidenden Aspekte bei der Papierherstellung sind einerseits die Beschaffung der Rohstoffe bzw. der Ausgangsstoffe, andererseits eine umweltgerechte Verarbeitung.
Zellstoff und Papier werden weltweit produziert und gehandelt. In Österreich werden 60% der verbrauchten Papierwaren importiert. Nicht alle Produktionsstandorte im Ausland, die ihre Produkte nach Österreich exportieren, erreichen die in Österreich und anderen EU-Ländern üblichen Standards. Innerhalb der EU werden die Wälder weitgehend nachhaltig bewirtschaftet, sodass der Fortbestand gesichert ist. In zahlreichen Holz exportierenden Ländern gibt es diese Qualitätsstandards nicht, das Anlegen von Holzplantagen und illegaler Raubbau an den Waldbeständen ist weit verbreitet.
(Quelle: oekoeinkauf.at)
Die weltweite Zellstoffindustrie versorgt sich zum großen Teil aus den Wäldern Kanadas, Finnlands und Sibiriens. Ein weiterer Teil kommt aus den Eukalyptusplantagen in Spanien und Portugal. Internationale Organisationen wie FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) und UNEP (United Nations System-Wide Earthwatch) aber auch zahlreiche Kampagnen von Umweltschutzorganisationen weisen in ihren Arbeiten seit Jahren auf die dramatische Entwicklung der weltweiten Waldbestände hin. Derzeit verliert die Erde pro Minute Wald in der Größenordnung von 35 Fußballfeldern (WWF). Als einer der Gründe wird auch der Kahlschlag zur Landgewinnung für Holzplantagen aus schnellwachsenden Bäumen wie Eukalyptus oder Akazien für die Zellstoff- und Papiererzeugung genannt. In Österreich hingegen wächst der Wald jährlich um rund 7.700 Hektar, nur rund zwei Drittel des jährlichen Holzzuwachses werden genutzt.
Der wichtigste Faktor, mit dem sich der Einsatz von Holz regulieren und verringern lässt, ist die Verwendung von Altpapier. In Österreich wird Dank des hohen Sammelbewusstseins eine Altpapierrücklaufquote von rund 70% erreicht (Austropapier 2011). Weltweit bestehen bereits 40% des in der Papierindustrie eingesetzten Faserrohstoffs aus Altpapier.
Durch den Einsatz von verschiedenen Chemikalien (z.B. Chlor und Chlorverbindungen) verursacht die Papierherstellung und -Verarbeitung große Umweltbelastungen. Bei Behandlungsprozessen wie Bleichen, Leimen, Beschichten und Färben wird enorm viel Wasser verbraucht. Bei der Herstellung von Recyclingpapier sind der Energieaufwand und die Abwasserbelastung deutlich geringer als bei der Herstellung von Papier aus Primärfasern, also aus Holz). Geringere Umweltbelastungen verursacht auch Papier, das aus Holzstoff anstatt Zellstoff hergestellt wurde. (Holzstoff wird aus Holz gewonnen, enthält aber, anders als Zellstoff, viel Lignin. Das führt bei Papier zum Vergilben, Holzstoff ist daher nicht für hochwertige Papiere geeignet). Labels und Gütezeichen, die umweltschonende und nachhaltig produzierte Papierwaren auszeichnen, orientieren sich daher an den verwendeten Rohstoffen und am Herstellungsprozess.
Der Markt für Papier umfasst mittlerweile ein großes Sortiment an umweltfreundlich hergestellten Produkten, so dass für jede Anforderung - ohne Qualitätseinbußen - das passende Papier gefunden werden kann.. So ist für viele Anwendungen kein hochweißes oder weißes Papier notwendig, auch die Oberflächenbeschaffenheit kann je nach Verwendungszweck verschieden sein. Denn ein besonders hoher Weißegrad lässt generell auf geringere Umweltfreundlichkeit des Papiers schließen. Durch eine Tonne Recyclingpapier kann die Menge an CO2 eingespart werden, die ein durchschnittliches Auto auf rund 1000 km ausstößt (IFEU Heidelberg).
Für ein so ressourcen- und energieintensives Produkt wie Papier ist daher in erster Linie ein effizienter und sparsamer Umgang zu empfehlen.
Tipps für den sparsamen Umgang mit Papier:
- Arbeiten Sie, wenn möglich, mit Kontrollsoftware (Rechtschreibprogramme, Layoutprogramme, Druckvorschau). Dadurch können Sie unnötige Ausdrucke einsparen.
- Versenden Sie Post per Email oder elektronischem Fax, das spart neben Papier auch CO2, das bei der Post beim Transport und Versand entsteht.
- Kopieren und drucken Sie nach Möglichkeit doppelseitig. Druckoptionen wie „Broschürendruck", „Verkleinern" und „Beidseitig drucken" können den Umfang eines Dokuments stark verringern.
- Verwenden Sie die leeren Rückseiten von alten Ausdrucken als Notiz- oder Druckerpapier, so kann Papier schon mehrmals verwendet werden, bevor es recycelt wird.
- Achten sie auf anerkannte Umweltzeichen wie z.B. das Österreichische Umweltzeichen, das EU-Eco-Label oder den Blauen Engel!
- Halten Sie Ausschau nach chlorfrei gebleichten Artikeln!
- Wählen Sie Produkte, die einen hohen Anteil an Altpapier enthalten!
- Achten Sie bei Papier aus Holzstoff darauf, dass die Holzfasern aus zertifizierter Waldwirtschaft (FSC oder PEFC-Siegel) oder aus der Holzverwertung stammen.
Die Produktgruppe Büromaterialien umfasst im Wesentlichen alle Klein-Utensilien zum Schreiben, Drucken, Kopieren, Zeichnen, Korrigieren, Kleben, Ordnen, Heften, Lochen und Archivieren.
Bei den meisten Artikeln dieser Produktgruppe handelt es sich um sehr kurzlebige Produkte, es ist daher aus ökologischer Sicht besonders wichtig darauf zu achten, aus welchen Materialien das Produkt gefertigt ist und welche Inhaltsstoffe enthalten sind. Durch eine umweltgerechte Entscheidung können KonsumentInnen so nicht nur den Rohstoff- und Energieverbrauch senken, sondern auch die Emissionen gesundheitsschädlicher Stoffe sowie die Abfallmengen reduzieren.
Neben den umweltrelevanten Faktoren, die bei der Auswahl von Büromaterialien eine Rolle spielen, sollte aber auch unbedingt auf die gesundheitsrelevanten Kriterien geachtet werden. Dies gilt vor allem beim Kauf von Produkten für Kinder, die im Laufe der Schulzeit einen intensiven Kontakt mit unterschiedlichen Materialien haben.
Generell gilt: Je hochwertiger und langlebiger ein Gebrauchsartikel ist, desto besser schneidet er aus ökologischer Sicht in der Gesamtbilanz ab. Lebensdauerverlängernde Kriterien sind eine stabile Gesamtkonstruktion, Nachfüllbarkeit, ein großes Fassungsvermögen bzw. eine hohe Füllmenge, einfache Reparierbarkeit sowie Verschleißteile, die bei Bedarf problemlos ersetzt werden können. Wegwerfprodukte sollten so weit wie möglich durch langlebige Produkte ersetzt werden.
Beim Kauf von Buntstiften, Fasermalern, Radiergummis, Linealen und dergleichen ist nicht nur auf die Herstellung und die Ausgangsmaterialien zu achten, sondern auch auf die verwendeten Inhaltsstoffe. Wer beim Kauf von Schulartikeln auf Qualität und Umweltsiegel achtet, kann mögliche gesundheitsschädigende Risiken beim Umgang mit Schulartikeln so gering wie möglich halten.
Farbstifte können neben Lösungsmitteln auch Schwermetalle und Schwermetallverbindungen enthalten, die als Verunreinigungen z.B. von Farbpigmenten oder mineralischen Rohstoffen in die Produkte gelangen. Kinder kommen bei der Verwendung von Schreibwaren häufig stärker in Kontakt mit derartigen Inhaltsstoffen (z.B. auf der Haut). Durch Speichel können sich diese lösen und so in den Körper gelangen. Grundsätzlich gilt: Vermeiden Sie Filzstifte mit Lösungsmitteln und greifen Sie lieber zu Stiften auf Wasserbasis!
Trockene Schreibgeräte erfüllen vielfach auch den Zweck. Bei Schreibgeräten, die mit Tinten in flüssiger oder pastöser Form arbeiten, kann davon ausgegangen werden, dass diese Produkte mehr Chemikalien enthalten als ihre „trockenen Verwandten". Ein Holzschaft mit einer eingeleimten Miene zum Spitzen produziert beispielsweise auch noch weniger Abfall.
Viele Buntstifte enthalten Weichmacher in der Lackschicht, die als gesundheitsschädlich gelten und in der gemessenen Konzentration nicht vorkommen dürften. Buntstiftlacke und Fasermaler können lösliche Bariumverbindungen oder das krebserzeugende Lösemittel Benzol enthalten, die in größerer Menge gesundheitsschädlich sind. Berücksichtigen Sie bei der Kaufentscheidung daher die Oberflächenbeschaffenheit. Oberflächen die unbehandelt, gewachst oder geölt sind, sind lackierten Oberflächen vorzuziehen.
Buntstifte, Faser-, Gel- und Wachsmalstift sowie Malfarben gelten offiziell als Spielzeug, weil sie von Kindern bis 14 Jahren auch zum Spielen verwendet werden. Dabei werden sie häufig auch in den Mund genommen. Diese Mal- und Schreibartikel unterliegen daher dem europäischen Gesetz für die „Sicherheit von Spielzeug". Hersteller und Importeure bestätigen durch das CE-Zeichen, dass ihr Produkt den europäischen Sicherheitsvorschriften für Spielzeug entspricht.
Weiche PVC-Radiergummis und flexible Lineale, an denen Kinder gern knabbern, können große Mengen an fortpflanzungsgefährdender Weichmacher enthalten. Daher sollte hier auf „härtere" Alternativen zurückgegriffen werden. Angeboten werden z.B. auch Radiergummis aus Kautschuk und Lineale aus Holz.
Einkaufstipps Schreibwaren:
Leider gibt es noch keine Buntstifte mit einem Staatlichen Umweltzeichen. Es ist daher wichtig, beim Kauf auf die Herstellerangaben zu achten. Diese finden sich auf den Stiften und/oder auf der Verpackung (Metalletui, Karton).
- Kaufen Sie unlackierte Bleistifte und Buntstifte!
- Achten Sie bei Holzutensilien auf Produkte, die unbehandelt sind!
- Beachten Sie bei lackierten Stiften den Hinweis, dass der Holzschaft mit umweltfreundlichem "Wasserlack" beschichtet wurde.
- Achten Sie auf das orange "Spiel gut"-Siegel, es garantiert die Einhaltung der Spielzeugnorm CE EN 71. Zusätzlich helfen auch andere Prüfnachweise von unabhängigen Prüfstellen, wie z.B. vom TÜV.
- Kaufen Sie Holzprodukte, die das FSC oder PEFC Gütesiegel für Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft tragen.
- Kaufen Sie robuste, langlebige Produkte. Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass sie nachgefüllt werden können und kaufen Sie Blei- und Buntstifte mit dicken Minen (Ergiebigkeit!).
Bei Klebstoffen können bis zu 60% des Gewichtes aus Lösungsmitteln bestehen, die die Schleimhäute reizen können. Sie sind somit vor allem für Kinder gesundheitsschädigend. Die enthaltenen Lösungsmittel sind leicht flüchtig und werden beim Kleben eingeatmet, was zu Schleimhautreizungen, Kopfschmerzen und Schwindel führen kann.
Der sogenannte "tropffreie & saubere" Kleber enthält statt Wasser als Lösungsmittel organische Lösungsmittel wie Ethanol und Methylacetat. Diese Klebstoffe erkennt man an dem aufgedruckten Gefahrensymbol mit der Flamme und dem Hinweis „leicht entzündlich". Solche Produkte sind am typischen Geruch erkennbar und verführen Kinder häufig dazu, daran zu „schnüffeln". Um diesen Lösungsmitteln auszuweichen, sollte darauf geachtet werden lösungsmittelfreie Alles- oder Vielzweck - Kleber zu verwenden. Erhältlich sind sie in flüssiger Form oder pastös als Klebestift. Deutlicher Vorteil: Im Gebrauch werden keine Lösungsmitteldämpfe frei. Auch Alleskleber gibt es in lösungsmittelfreier Form. Diese trocknen zwar etwas langsamer als lösungsmittelhaltige Klebstoffe, sind aber dafür gesundheits- und umweltfreundlicher.
Neben den gesundheitsschädigenden Inhaltsstoffen gilt aus ökologischer Sicht auch für Klebstoffe: weniger ist mehr! Auch hier empfiehlt sich, vermehrt zu großen Flaschen zu greifen und lieber nachzufüllen. Das spart nicht nur Geld, sondern schont auch die Umwelt. Auch der Griff zu den beliebten Klebstiften, vor allem für Kinder, sorgt oft für ein verstärktes Abfallaufkommen, da der Verpackungsanteil im Vergleich zu beinhalteten Menge relativ groß ist.
Das Bandmaterial besteht in den meisten Fällen aus chlorfreien Kunststoffen wie Celluloseacetat oder Polypropylen, auch PVC-Klebebänder sind im Handel erhältlich. Für Packbänder ist ungebleichter Kraftzellstoff empfehlenswert. Der Kern der Rolle sollte aus ungebleichtem Recyclingkarton hergestellt sein.
Tischabroller aus Metall sind gegenüber Kunststoffabrollern zu bevorzugen, da diese meist aus ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat) erzeugt werden, das bei der Produktion durch krebserregende Ausgangsstoffe die Arbeitskräfte in der Produktion gefährden kann.
Hier ist Recyclingkarton ein geeignetes Material. Ablagesysteme mit Fächern oder Laden sind ebensfalls aus Recyclingkarton erhältlich, daneben gibt es aber auch belastbarere Versionen aus Holz, Metall oder Kunststoff.
- Verwenden Sie zum Kleben von Papierprodukten auch nur Papierkleber.
- Vermeiden Sie Klebstoffe, deren reaktive Komponenten gesundheitsschädlich sind. (Polyurethan- oder Epoxidbasis).
- Verwenden Sie bevorzugt lösungsmittelfreie Produkte.
- Vermeiden Sie Büromaterial aus PVC.
- Dosenspitzer aus Kunststoff bestehen oft aus dem wenig umweltfreundlichen Polystrol (PS). Produkte aus Holz, Pappe und Polyethylen (PE), wie etwa Spitzer mit unzerbrechlicher Ziehharmonikaform, sind empfehlenswert.
- Verkupferte Heftklammern und Büroklammern gehen nach der Verwendung als Rohstoff verloren und belasten die Umwelt (Klärschlamm, Böden, Sedimente). Wählen Sie unbehandelte oder verzinkte Klammern. Vermeiden Sie den Kauf von kunststoffbeschichteten oder lackierten Büroklammern, die oft PVC enthalten.
- Achten Sie beim Kauf der Büromaterialien auf anerkannte Umweltzeichen (z.B. Österreichisches Umweltzeichen oder deutsches Umweltzeichen „Blauer Engel"). Sie bieten eine sehr hohe Produktsicherheit hinsichtlich umweltfreundlicher Anforderungen. Diese gibt es vor allem in den Bereichen „Trockentextmarker" und „Büroablagesysteme".
Schultaschen sollen leicht, formstabil, stark belastbar, signalwirksam erkennbar und orthopädisch geformt sein. Billige No-name Schultaschen erfüllen diese Anforderungen selten und haben meist nur eine kurze Lebensdauer. Gute Qualität bedeutet auch eine lange Garantiezeit (bis zu 30 Jahre) mit Reparaturservice.
Achten Sie auf den Hinweis "Normgerecht„, z. B. "Geprüft nach DIN 58124„. Nur das garantiert Ihnen die Einhaltung der wesentlichen Mindestanforderungen. Damit bestätigt Ihnen der Hersteller, dass seine Schultasche der Deutschen Schulranzen-Norm entspricht. Bei der Sicherheitsausstattung wird mehr verlangt, als mit der Österreichischen Schultaschen-Norm ÖNORM 2170 gefordert wird. Was körpergerechte Gestaltung sowie Gebrauchstauglichkeit betrifft, sind beide Normen ähnlich. Für Schulrucksäcke wurde noch keine Norm erarbeitet. Laut Schultaschennorm DIN 58124 gilt ein Produkt erst dann als sicher, wenn es über genug retroreflektierende und fluoreszierende Flächen verfügt. Retroreflektierend heißt, dass in der Dunkelheit das Licht der Scheinwerfer wie bei Katzenaugen zurückgeworfen wird. Dabei sollen zehn Prozent der Gesamtfläche diesen Effekt aufweisen. Zudem müssen 20 Prozent fluoreszieren, also am Tag und in der Dämmerung aufleuchten.
Ökotest untersuchte 2010 die Inhaltsstoffe von Schultaschen. Bei der Prüfung schnitten alle Produkte mit "ungenügend" ab. Sie bestehen zum Teil aus PVC/PVDC/chlorierten Kunststoffen und die Hersteller verwenden Phthalate als Weichmacher. Dabei handelt es sich überwiegend um Schadstoffe, die in Kinderspielzeug und Babyartikeln gesetzlich reglementiert sind. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, von denen viele krebserzeugend sind, stecken in jeder, und hormonell wirksame zinnorganische Verbindungen in nahezu jeder Schultasche. Darüber hinaus wurden unter anderen in sieben Produkten phosphororganische Verbindungen sowie im Step by Step Schulrucksack das giftige Halbmetall Antimon nachgewiesen.
Ranzentrolleys
Sogenannte Ranzentrolleys, die an einem ausziehbaren Griff auf Rollen gezogen werden können, sind keine gute Alternative. Sie zwingen die Kinder dazu, sich seitlich zu verbiegen. Ohnehin würden die kleinen Koffer zum Hinterherziehen nur dann Sinn machen, wenn der Schulweg nicht über Stock und Stein ginge und in der Schule keine Treppen wären. Sonst muss das Kind den Trolley ständig anheben, was wiederum eine zusätzliche Belastung für die Wirbelsäule bedeutet.
Weitere Informationen und Tipps, die Sie beim Kauf von Schultaschen beachten sollten, finden Sie unter www.schuleinkauf.at bzw. www.oekotest.de.
Die Entscheidung, welche Produkte als umweltfreundlich und gesundheitsverträglich gelten, ist aufgrund der großen Vielfalt der Artikel nicht einfach zu treffen.
Folgende „Faustregeln" erleichtern die Orientierung:
- Holz, Recyclingpapier und Karton sind die umweltfreundlichsten Materialien.
- Bei Kunststoffartikeln sollte der Kunststoff PVC (Polyvinylchlorid) möglichst vermieden werden, Kunststoffarten wie PP oder PE sind hinsichtlich der bei der Produktion verursachten Schadstoffbelastung zu bevorzugen.
- Aluminium und andere Metalle sind nur für langlebige Geräte zu empfehlen, da die Gewinnung von Metallen aufwändig ist.
- Verwenden Sie nachfüllbare Schreibgeräte.
Produkte mit staatlich vergebenen Umweltzeichen sind wahre „Umweltmeister". Sie garantieren die Einhaltung strengster Kriterien und höchster Umweltfreundlichkeit.
Dazu gehören:
- Das Österreichische Umweltzeichen: Bei Büro- und Schulartikeln wird auf Qualität, Material, Nachfüllbarkeit, umweltgerechte Produktgestaltung (Ecodesign), Reparierbarkeit, Verpackung und Gebrauchstauglichkeit bzw. Normkonformität geachtet.
- EU Eco-Label (EU-Flower)
- Blauer Engel (Deutschland): zeichnet Produkte und Dienstleistungen aus, die in ihrer ganzheitlichen Betrachtung besonders umweltfreundlich sind. Sie erfüllen die hohen Ansprüche des Gesundheits- und Arbeitsschutz sowie der Gebrauchstauglichkeit.
- FSC- und PEFC-Gütesiegel stehen für den Schutz von Wäldern und garantieren Nachhaltige Forstwirtschaft ohne Raubbau, Kahlschlag und monotonen Plantagenanbau
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