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KategorienWissenswertFahrradabos – Mieten statt Kaufen

Seit diesem Frühjahr gibt es auch in Wien Fahrradabos, also Räder zum Mieten inklusive Service und Ersatz bei Diebstahl. Diese zielen darauf ab, es den Kund:innen möglichst einfach zu machen das Fahrrad als Verkehrsmittel zu nutzen. Swapfiets und das Start-up EDDI Bike heißen die beiden Unternehmen, die mit Flexibilität und Service einer weiteren Zielgruppe das Radfahren näherbringen möchten.

Nicht erst seit Corona steigen immer mehr Menschen auf das Fahrrad um, sie nutzen es für den Weg zur Arbeit, für kleinere und größere Radausflüge in die Umgebung und manche sogar für längere Radurlaube.
Aber ein Rad zu besitzen ist auch mit einigem Aufwand verbunden und gerade wenn man es häufig nutzt, können Reparaturen, der Anschaffungspreis eines hochwertigen Stadtrades und die Angst vor Diebstahl, manchen Menschen den Umstieg aufs Fahrrad erschweren oder die Freude am Radfahren trüben. Ganz im Sinne der „Sharing Economy“ (mehr dazu könnt ihr in unserer Unter der Lupe Reportage nachlesen) und dem Grundsatz des Nutzens statt Besitzens bieten Fahrradabos hier eine einfache und flexible Lösung.

So funktionieren Fahrradabos

Die Idee hinter den gemieteten Fahrrädern: Man zahlt monatlich einen bestimmten Betrag und dafür hat mein immer ein fahrtüchtiges Fahrrad. Wenn etwas kaputt geht wird das Rad schnell repariert oder ausgetauscht und steht so schnell wieder bereit. Auch bei Diebstahl bekommt man ein neues Rad zur Verfügung gestellt, natürlich vorausgesetzt das Fahrrad war korrekt versperrt. In Wien gibt es momentan zwei Anbieter für solche Abos für Stadträder:

Swapfiets

Frau hält Swapfiets Fahrrad am Donaukanal
© Swapfiets

Die Swapfiets Fahrräder sind auf der Straße leicht an ihrem blauen Vorderreifen zu erkennen, die man vielleicht schon aus anderen europäischen Städten kennt – denn dort gibt es sie bereits seit längerer Zeit. Das Unternehmen aus den Niederlanden bietet Räder in verschiedenen Ausführungen an, welche man in unterschiedlichen Abos mieten kann – das günstigste Radmodell gibt es dabei für unter 20 Euro pro Monat, eventuelle Reparaturen können sogar über eine eigene App gemeldet werden und werden zügig behoben oder ein Ersatzrad gestellt, sodass man immer mobil bleibt. Übrigens können inzwischen auch E-Bikes über das Abo gemietet werden.

EDDI Bike

Zwei Radfahrer sind mit dem EDDI Bike in Wien unterwegs
© Markus Fruehmann

Das Wiener Start-up EDDI Bike, das es dieses Jahr unter die TOP-10 Start-ups von greenstart geschafft hat, möchte mit ihrem Abo-Konzept jene Probleme lösen, die Menschen bisher vom Radfahren abgehalten haben, denn Reparatur und Ersatz bei Diebstahl sind Teil des All-Inclusive Angebots. Das EDDI Bike mit den beiden weißen Reifen kann man im Abo für knappe 25 Euro (als Jahresabo, knappe 20 Euro im Monatsabo) bekommen. Dass es den Gründern von EDDI Bike bei ihrem Geschäftsmodell auch um Klimaschutz und mehr Nachhaltigkeit geht, könnt ihr in unserem Beitrag „Klimafreundlich leben… mit EDDI Bike“ nachlesen, denn wir haben Co-Founder Stephan Ziegler zum Gespräch getroffen.

Das Neue an den Fahrradabos, im Gegensatz zu anderen Leihradmodellen, wie beispielsweise das Citybike Wien oder die inzwischen wieder Großteils verschwundenen Leihradflotten diverser Anbieter (bei denen man die Räder überall in der Stadt abstellen konnte) ist, dass das Rad im Alltag wie ein eigenes Rad ist. In unserer Unter der Lupe Reportage „Green Mobility in the City“ haben wir übrigens weitere zukunftsträchtige Konzepte und Ideen für die nachhaltige Mobilität von morgen zusammengefasst. Und wer selbst aktiv werden möchte und kann sich bei der Initiative „Österreich radelt“ des Bundesministeriums für Klimaschutz anmelden, diese läuft noch bis 30. September 2021.

Quellen und weitere Informationen:

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