kuschelige Decken

Kuschelige und faire Heimtextilien

Besonders in der kalten Jahreszeit kuschelt man sich gerne in wohlige Decken und Bettwäsche. Gerade deshalb ist es wichtig bei allem was mit der Haut, dem größten Organ des Menschen, in Berührung kommt auf die Qualität zu achten. Auch Handtücher und Bademäntel sollten dabei nicht vergessen werden.

Bio-Baumwolle schützt Mensch und Umwelt

Im konventionellen Baumwollanbau wird viel mit Pestiziden gearbeitet, und in der Weiterverarbeitung kommen noch zusätzlich verschiedene chemisch-synthetische Behandlungen dazu. Der Anbau erfolgt in der Regel in Monokulturen die die Böden auslaugen. Aus diesem Grund ist der Bedarf an Düngemitteln sehr hoch. Chemisch-synthetische Entlaubungsmittel kommen ebenso zum Einsatz wie gentechnisch veränderte Pflanzen. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO tragen jährlich bis zu 3 Millionen Menschen gesundheitliche Schäden durch einen überhöhten und unsachgemäßen Einsatz von Pestiziden davon. Schätzungen zufolge sind in Entwicklungsländern 550 Millionen Menschen den Giften der Baumwollproduktion ausgesetzt. Mit dem Griff zu Produkten aus Bio-Baumwolle tut man also nicht nur sich selbst etwas Gutes!

Ressourcen schonen durch nachwachsende Rohstoffe

Natürliche Fasern aus nachwachsenden Rohstoffen, wie zum Beispiel Bio-Baumwolle, helfen Ressourcen zu sparen. Aber auch Synthetikfasern, die aus natürlichen, nachwachsenden Rohstoffen (z.B. Getreidestärke) bestehen, belasten die Umwelt deutlich weniger, und sind zudem kompostierbar und wiederverwertbar. Nachwachsende Rohstoffe haben gegenüber fossilen Rohstoffen den Vorteil, dass sie in überschaubaren Zeiträumen nachwachsen und sich fortwährend erneuern. Ebenso können viele nachwachsende Rohstoffe die für die Textilproduktion Verwendung finden lokal angebaut und produziert werden, was geringere Transportwege ermöglicht.

Ökologische Weiterverarbeitung

Die biologische Produktion textiler Rohstoffe (wie Baumwolle, Wolle oder Leinen) ist nur ein Aspekt ökologischer Textilien. Genauso wichtig ist die Art der Verarbeitung. Selbst Naturfasern mit 100 Prozent Baumwolle können gesundheitsschädliche Substanzen enthalten. Diese werden den Naturfasern hinzugefügt, um die Stoffe knitterfrei, weich und bunt zu machen. Darunter sind Farbstoffe, Formaldehyd, Chlorbleichmittel und optische Aufheller, rund 10-15 Prozent solcher Chemikalien bleiben im Stoff.

Wie erkennt man die chemischen Übeltäter?

Es gibt einige Gütezeichen die Chemikalien mindestens im Endprodukt, meist aber bereits in der Herstellung reglementieren. Beispiele für Labels, die Aussagen zu Chemikalien machen sind Bluesign, GOTS und Naturtextil IVN zertifiziert BEST. Eine Kennzeichnungspflicht für PFC (Per- und polyfluorierte Chemikalien) gibt es nicht. Kennzeichnungen die enthalten sein müssen und auf die geachtet werden soll sind Rohstoffe, Herstellerland und Pflegehinweise. Auf Mode, die wahrnehmbar nach Chemie riecht sollte man getrost verzichten, genauso auf Textilien die Bezeichnungen führen wie „bügelfrei", „fußpilzhemmend", „actifresh", „sanigard",  „bio-gard" oder „easy-wash". Viele lose Farbstoffe sind in Kleidung mit der Kennzeichnung „separat waschen" oder „fade out" enthalten.

Regionale Textilien aus Flachs, Hanf und Wolle

Ein Textilstück wird im Rahmen der Initiative „Bewusst kaufen" als „regional" bezeichnet, wenn die Arbeitsschritte von der Rohstoffproduktion bis zum fertigen Textil vorrangig in Österreich stattfinden. Zwar kann Baumwolle aus klimatischen Gründen nicht angebaut werden, die Produktion der alten Kulturpflanzen Flachs (für Leinen) und Hanf ist aber wesentlich umweltfreundlicher - etwa beim Wasserbedarf. Die etwas gröbere Schafwolle aus österreichischer Produktion wird meist für Decken und -füllungen, Filz- und Walkwaren sowie für Dämmstoffe verwendet. Der Kauf von regional produzierten Textilien unterstützt heimische, meist kleine Betriebe, und sichert so Arbeitsplätze in der Region. Ganz nebenbei wird dabei traditionelles Handwerk und Wissen bewahrt und fortgeführt.

 

Quellen und weitere Informationen

 

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