Blumen verschenken, aber richtig (c) Evan Kirby

Im Namen der Liebe – Blumen als Valentinstagsgeschenk

Mit schönen Blumen kann man jemanden überraschen. Im Namen der Liebe werden vor allem zum Valentinstag viele Rosen & Co. an die Liebsten verschenkt. Aber: auch bei Pflanzen gibt es viele Qualitätsunterschiede. Worauf man achten sollte, um mit gutem Gewissen schenken zu können.

Wir Österreicher und Österreicher sind wahre Blumenfreunde. Pro Kopf und Jahr werden bei uns knapp 100 Euro für Blumen ausgegeben. Mehr Geld geben nur noch Norwegen (156 Euro), Dänemark und Deutschland (102 Euro) aus. Aber vielen ist nicht klar, dass es bei Pflanzen die gleichen Qualitätsunterschiede gibt wie bei Lebensmitteln. Bei Schnittblumen und Pflanzen hat der Biotrend in Österreich noch großen Nachholbedarf.

Was ist wichtig?

Saisonale Blumen und Pflanzen aus regionalem Anbau, aus biologischer Produktion und aus fairem Handel sorgen dafür, dass die Freude keinen bitteren Beigeschmack hat. Wer Schnittblumen aus kontrolliert fairem Handel kauft, unterstützt die Produzenten vor Ort. Dadurch leistet man einen Beitrag für bessere Arbeitsbedingungen, faire Löhne und soziale Standards in den Herkunftsländern der Pflanzen.

Für Blumen gibt es Gütezeichen, die für mehr Umweltfreundlichkeit und soziale Standards bei der Pflanzenproduktion stehen. Zu den zählen beispielsweise Demeter, AMA-Biosiegel mit Ursprungsgarantie oder ja!Natürlich. Wenn man seinem Schatz unbedingt Rosen zum Valentinstag schenken möchte, dann bietet sich das FAIRTRADE-Siegel an. Dieses garantiert den Arbeitern und Arbeiterinnen auf den Blumenfarmen die Zahlung von Prämien für Sozialprojekte und ermöglicht nachhaltige Arbeits- und Lebensbedingungen.

Alternativen zum Blumenkauf

Der „Tag der Liebe“ zählt insbesondere für den Blumenhandel zu den umsatzstärksten Zeiträumen im Jahr. Laut Consumer Check des Handelsverbands, werden heuer rund 59 % der Österreicher und Österreicherinnen Blumen oder Pflanzen verschenken.

Aber es gibt auch zahlreiche Alternativen. Wenn es für den Schatz zwar auch etwas Lebendiges sein soll, aber nicht in Rosen- bzw. Blumenform – wie wäre es dann zum Beispiel mit einem gemeinsam gepflanzten Baum als Symbol der Liebe? Besonders romantisch ist auch ein Waldspaziergang: einfach warm einpacken und Hand in Hand die Natur erleben. Das sorgt nicht nur für gute Laune, sondern ist auch noch gesund.

Einkaufstipps und Gütezeichen für den Blumenkauf

  • Greifen Sie zu Pflanzen, die in der Region gerade Saison haben und aus Freilandanbau stammen! Bei der Sortenwahl gilt heimisch statt exotisch.
  • Verzichten Sie auf Blumen, die im Winter in beheizten Glashäusern gezogen werden, auch wenn sie aus Österreich stammen. In diesem Fall sind importierte Blumen aus dem Süden die klimafreundlichere Variante. 
  • Achten Sie bei Rosen, die nicht aus heimischer Produktion stammen, auf das FAIRTRADE-Siegel.
  • Achten Sie generell auf die Herkunft der Blumen und bevorzugen Sie Pflanzen europäischer/regionaler Herkunft. Denn auch der FAIRTRADE-Blumen-Anbau nimmt Landfläche weg, auf dem Nahrungsmittel für die Region produziert werden könnten.
  • Greifen Sie zu Blumen und Pflanzen aus biologischem Anbau, erkennbar an Labels aus unserem Label-Kompass. Zudem finden Sie Tipps in unserem Bewusst Kaufen Einkaufsratgeber zum Thema "Blumen & Pflanzen".
  • Verwenden Sie so wenig Verpackung wie möglich, nehmen Sie lieber Papier als Zellophan!

Weiterführende Infos:

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