Wandern mit der richtigen Ausrüstung © Unsplash

Wandern: Von bewusst gekaufter Ausrüstung profitieren

Schweißtreibend und dennoch entspannend: Die diesjährige Wandersaison verspricht Wohlfühlen für Geist und Körper. Die richtige Ausrüstung und Planung kann dabei helfen auch der Umwelt etwas Gutes zu tun!

Das Frühjahr und der kommende Sommer rufen förmlich dazu auf die Natur auf zwei Beinen zu erkunden. Vom leichten Spaziergang bis zur anspruchsvollen Tour in den Bergen – mit nur wenig Ausrüstung ist man sofort dabei. Der bewusste Kauf von Funktionsbekleidung, der Stärkung zwischendurch und die richtige Planung erhöhen dabei die Freude an der Bewegung noch zusätzlich.

Gütezeichen und Einsatz von Chemikalien: Worauf man achten sollte

Funktionskleidung fürs Wandern besteht oft aus Kunstfasern wie Polyester - eine Faser, die aus Erdöl gewonnen wird. Des Öfteren werden in der Kleidung auch per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) eingesetzt. Sie machen  Jacken, Hosen, Handschuhe oder Rucksäcke wasser- und schmutzabweisend. Daher sollte man beim Kauf bewusst auf Labels achten (z.B. Blauer Engel, Bluesign, etc.), die diesen Einsatz reglementieren.

Noch besser ist es, die Kleidung und Ausrüstung auf das Wanderziel abzustimmen. Bin ich in den Bergen unterwegs oder nur am Stadtrand? Werde ich Regenbekleidung benötigen, brauche ich einen kleinen oder großen Rucksack, werde ich an einer Hütte Halt machen? Vor allem aber, was von meinen noch vorhandenen Bekleidungsstücken kann ich noch nutzen? Das beste Outfit ist jenes, das nicht neu gekauft werden muss und in dem man sich seit Jahren wohlfühlt.

Regionalität stärken: Produkte, die fair und vor Ort produziert werden

Wer wirklich nachhaltig wandern, die Natur kennenlernen will und der Umwelt etwas Gutes tun möchte, greift bei seiner Ausrüstung auf Hersteller und Initiative am Ort der Wanderung und auf Produkte aus der Region zurück, die unter fairen Bedingungen produziert werden. Hier bietet sich Bekleidung aus Wolle, Seide oder Textilien aus Tencel, einer botanischen Faser, an. Wandern beginnt also nicht nur in der Natur vor Ort, sondern beim Planen davor. Bekanntlich heißt es ja: Vorfreude ist die schönste Freude.

Zu Gast in der Natur

Beim Wandern müssen wir uns bewusst machen, dass wir nur Gäste in der Natur sind. Abfälle in der Natur liegen zu lassen, schadet dabei dem gesamten Ökosystem. Beim bewussten Einkaufen von geeigneten Snacks für unsere Touren, sind daher Obst und Gemüse bzw. Nahrungsmittel und Getränke in mitgebrachten Gefäßen zu bevorzugen. Die Aufbewahrungsmöglichkeiten sollten dabei nicht aus Aluminium oder Plastik bestehen, denn die schaden unserer Gesundheit und der Natur. Als passionierter Freizeitliebhaber sollte man daher auf die richtige Auswahl achten und zum Beispiel auf Glasbehälter zurück greifen.

Umweltfreundliche Anreise

Beim Anreisen für die Wanderung geht es auch um die persönliche Ökobilanz. Das Auto ist daher keine besonders umweltfreundliche Option. Am besten reist man also mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an. Manchmal bietet es sich auch an, das Fahrrad mitzunehmen oder vor Ort auszuleihen. „Bike and Hike“ bezeichnet einen nachhaltigen und bewussten Trend, der in unseren Alpentälern oder den Naherholungsgebieten sinnvoll ist und die Umwelt schont. Soweit es die Wanderrouten zulassen kann man in die Täler hineinfahren und macht sich dann zu Fuß auf den Weg zu schmäleren Pfaden. So lassen sich auch größere Distanzen bewältigen.

Quellen:

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