IVN BEST

Label des Monats: Naturtextil IVN zertifiziert BEST

Wer auf hochwertige, konsequent ökologische und sozial verträgliche Textilien achten möchte, ist mit dem Naturtextil IVN zertifiziert BEST-Siegel gut beraten! Dahinter steht der Internationale Verband der Naturtextilwirtschaft, der über 100 Unter­nehmen aus Leder- und Textil­branche versammelt.

Das Label BEST spiegelt seit dem Jahr 2000 die vom Inter­na­tio­nalen Verband der Natur­tex­til­wirt­schaft e. V. (IVN) entwor­fenen Richt­li­nien für Natur­tex­ti­lien wider und bildet die gesamte textile Produk­ti­ons­kette ab. Die Standards des Labels zählen zu den strengsten im Textil-Bereich. Die Kriterien betreffen dabei sowohl ökolo­gi­sche als auch sozial­e Aspekte.

Vorgaben für den gesamten Betrieb

BEST ist ein" Soziales Managementlabel". Das bedeutet, dass die Richtlinien vorschreiben, dass ein Betrieb über eine „Umwelt­po­licy“ verfügen muss. Dieses Dokument enthält beispielsweise Maßnahmen zur Abfallreduktion, Anleitungen, mit denen MitarbeiterInnen den sparsamen Umgang mit Wasser und Energie lernen, Pläne zur richtigen und minimalen Verwen­dung von Chemi­ka­lien, etc.

100% aus Naturfasern

Doch das Label macht auch Vorgaben zu den Textilien selbst: Die Fläche eine Textilie muss zu 100% aus Natur­fasern bestehen, die aus kontrol­liert biolo­gi­schem Anbau (kbA) oder kontrol­liert biolo­gi­scher Tierhal­tung (kbT) stammen. Synthe­tische Fasern, wie z. B. Elasthan, Polya­cryl oder Viskose dürfen nur in Ausnah­me­fällen einge­setzt werden. Synthe­tische Fasern sind vom ökolo­gi­schen Stand­punkt her für das Label nicht akzep­tabel, da sie nur unter einem hohen Energie­aufwand und unter Verwen­dung nicht erneu­erbarer Rohstoffe herge­stellt werden können.

Strenges Chemikalienmanagement

In den Produk­ti­ons­stufen wie Spinnen, Färben, Weben, Stricken, Ausrüsten, Zuschneiden oder Nähen können gefähr­liche Substanzen einge­setzt werden, die aber bei BEST zerti­fi­zierten Texti­lien verboten oder nur extrem einge­schränkt zugelassen sind. So sind z. B. Formaldehyd, als krebserregend eingestufte Farbstoffe, schwermetallfreie toxikologisch unbedenkliche Naturfarbstoffe oder synthetische Farbstoffe mit AOX-Gehalt > 5 %, Metallkomplexfarben und noch einige weitere Stoffe verboten.

Qualitätssicherung

Die Produkte müssen so gelagert und trans­por­tiert werden, dass eine Verun­rei­ni­gung mit konven­tio­nellen Produkten und unzuläs­sigen Substanzen oder ein Vertau­schung verhin­dert wird.

Neben Umwelt- und Gesundheitskriterien gibt der BEST-Standard auch bestimmte techni­sche Quali­täts­pa­rameter vor, die einge­halten werden müssen, wie Reibechtheit, Schweiß­echtheit, Lichtecht­heit, Einlauf­werte, oder Wasch­echt­heit.

Soziale Aspekte

Sämtliche Betriebe sind per BEST-Standard dazu verpflichtet, festge­legte Sozial­stan­dards einzu­halten, die in den Betrieben vor Ort bei der Kontrolle überprüft werden. Diese orien­tieren sich an den Kernnormen der Inter­na­tional Labour Organi­sa­tion (ILO): Es gibt keine Zwangs­ar­beit oder Kinderarbeit, grobe oder inhumane Behand­lung oder Diskri­mi­nie­rung. Die Verei­nigungs­frei­heit und das Recht auf Tarif­ver­hand­lungen werden respek­tiert. Die Arbeits­be­din­gungen sind sicher und hygie­nisch, die Arbeits­zeiten reguliertes, den Arbei­tern wird eine reguläre Anstel­lung angeboten und es werden existenz­si­chernde Löhne gezahlt.


Quellen und weitere Informationen:

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