Grünfassade

Grünfassaden als natürliche Klimaanlagen

Hitzetage mit Temperaturen über 30 Grad untertags und tropischen Nächten, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad fällt, sind vor allem im städtischen Bereich eine Herausforderung für Mensch, Tier und Umwelt. Fassadenbegrünung ist eines der Zauberwörter für das Klima in der Stadt!

Durch immer schneller wachsende, dichter bebaute Städte mit immer weniger Grünflächen rückt das Thema Fassadenbegrünung bei immer mehr Menschen in den Fokus und das zurecht, da begrünte Wände viele Vorteile für den urbanen Lebensraum mit sich bringen.

  • Urban Greening dient der Hitzereduktion, ist eine natürliche „Klimaanlage" - je mehr Gebäude begrünt sind, desto größer und nachhaltiger wirkt sich der Kühleffekt auf das Stadtklima aus.
  • Grüne Wände verbessern die Luftqualität, indem im dichten Laub schädliche Luftinhaltsstoffe und Feinstaub festgehalten werden. Noch dazu binden die Pflanzen CO2 und produzieren Sauerstoff.
  • Begrünte Wände freuen nicht nur die Umwelt, sondern auch die Geldbörse! Im Sommer bleibt es ganz ohne Klimaanlage kühl, im Winter muss man weniger heizen: Fassaden die mit immergrünen Pflanzen, wie z.B. Efeu, bewachsen sind, haben den Vorteil eines Isolationseffekts, die Heizwärme wird besser in den Wohnräumlichkeiten gehalten.
  • Professionell begrünte Fassaden erhöhen nicht nur die Lebensdauer von Fassaden, sie bieten auch eine ästhetische Aufwertung der Bausubstanz, steigern die Lebensqualität im urbanen Raum, was sich auch positiv auf das unmittelbare Umfeld (Anwohner, Fußgänger, Lokalszene, etc.) der begrünten Gebäude auswirkt.

Fassadenbegrünung, wie am besten?

Man unterscheidet zwischen bodengebundener und fassadengebundener Bepflanzung. Neben „alten Bekannten" wie Efeu und Wildem Wein (dreilappige Jungerfernrebe), sind mittlerweile auch viele „Neulinge" unter den Pflanzen anzutreffen, die durch neue Techniken und Lösungen in der Fassadenbegrünung vermehrt zum Einsatz kommen.

Bodengebundene Bepflanung

Selbstklimmer wie Wilder Wein, oder Efeu (braucht raue Oberflächen) klettern mit Hilfe ihrer Haftfüßchen selbständig an Wänden empor, ohne eine Rankhilfe zu brauchen. Die selbstständigen Kletterer sind bescheiden in ihren Ansprüchen, Bewässerung und gelegentliches Zurechtstutzen im Bereich von Lüftungsschächten, Türen und Fenstern genügt ihnen vollkommen.

Ranker, Schlinger und Spreizklimmer benötigen eine Rankhilfe (z.B. aus Draht, festen Gittern, Säulen etc.) um an Gebäuden hochklettern zu können. Wie groß die Rankhilfen sein müssen, richtet sich dabei nach dem Fassadentyp und Gewicht der Kletterpflanzen. Reizvoll bei dieser Art der Fassadenbegrünung ist das kreative, gestalterische Element, da die zu begrünenden Bereiche gezielt ausgesucht und begrünt werden können.

Fassadengebundene Bepflanzung

„The Sky is the limit" trifft auf die wenigsten Pflanzen zu die vom Boden aus wachsen, deshalb braucht es gut durchdachte und geplante Systemlösungen, um in der Fassadenbegrünung dem Himmel nahe zu kommen. Mittlerweile hat sich eine Vielzahl an Bepflanzungslösungen etabliert, die unter Vertical Garden, Living Wall, Plantwall etc. bekannt sind und vertikal gekippte Pflanzenbeete darstellen, in denen die Pflanzen horizontal aus dem Beet bzw. der Wand wachsen.

Da es gerade bei der fassadengebundenen Bepflanzung viele qualitative Unterschiede und Anforderungen gibt, ist es hier ratsam sich von Profis beraten zu lassen. Außer Acht lassen sollte man bei dieser Art der Begrünung auch nicht, dass die Pflege mehr Aufwand im Vergleich zur bodengebundenen Bepflanzung bedeutet.

Quellen und weitere Informationen:

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